Bessere Betreuung für AOK-versicherte Herzkranke
Eine persönliche Cardiolotsin begleitet die Patientinnen und Patienten am Sana-Herzzentrum Cottbus
- Gemeinsame Presseinformation: Sana-Herzzentrum Cottbus und AOK Nordost – Die Gesundheitskasse stellen Projekt “Cardiolotse” vor
- Bis zu einem Jahr persönliche Begleitung für Herzpatienten nach dem Krankenhausaufenthalt
- Orientierung, Begleitung, ein offenes Ohr und Fachwissen - Cardiolotsen unterstützen AOK-Patienten in der Nachsorge
Im Sana-Herzzentrum Cottbus bekommen herzkranke Patientinnen und Patienten, die bei der AOK Nordost versichert sind, auf Wunsch eine spezielle Betreuung durch eine Cardiolotsin. Bei Cardiolotsinnen und -lotsen handelt es sich um medizinisches Fachpersonal, das sich auf die Betreuung und Beratung von Herzkranken spezialisiert hat. Die AOK Nordost hat damit ein neues Berufsbild entwickelt und in einem Innovationsfondsprojekt erfolgreich erprobt.
Viele Herzpatientinnen und -patienten durchlaufen vor und nach einem Krankenhausaufenthalt komplexe Behandlungs- und Versorgungswege. Termine bei unterschiedlichen Fachärztinnen und -ärzten, neue Medikamente, Kontrolluntersuchungen und Unsicherheiten im Alltag prägen diese Phase. Genau hier setzt das neue Angebot am Sana-Herzzentrum Cottbus an. Eine speziell ausgebildete Cardiolotsin begleitet AOK-versicherte Patientinnen und Patienten auf Wunsch bis zu einem Jahr nach ihrem Klinikaufenthalt. Bereits während des stationären Aufenthalts erfolgt der erste persönliche Kontakt, um Vertrauen aufzubauen und einen nahtlosen Übergang in die Nachsorge zu ebnen.
Wichtige Schnittstelle bei der Nachsorge
Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus meldet sich Cardiolotsin Diana Greiner in regelmäßigen Abständen telefonisch bei den Patientinnen und Patienten und erkundigt sich nach deren Befinden. Darüber hinaus kümmert sie sich um eine gute Nachsorge. So prüft sie zum Beispiel die Einbindung in ein geeignetes Disease-Management-Programm, hilft bei der Terminfindung für ärztliche Kontrolluntersuchungen oder unterstützt bei der regelmäßigen und richtigen Einnahme der Medikamente. Außerdem unterstützt sie bei der Suche nach Herzsportgruppen oder weiterbetreuenden niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten.
Cardiolotsinnen und -lotsen bilden zudem eine wichtige Schnittstelle zwischen Krankenhaus, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten. Sie beraten ergänzend, ersetzen jedoch keine bestehenden Versorgungsstrukturen. Vielmehr unterstützen sie die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, um eine kontinuierliche und koordinierte Versorgung sicherzustellen.
Ebnet den Weg nach schweren Eingriffen - Diana Greiner ist Cardiolotsin mit Herz und ganz viel Einfühlungsvermögen.
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Versorgung konsequent weitergedacht
„Wir erleben immer wieder, dass Patienten nach einem Eingriff medizinisch gut versorgt sind, sich im Alltag aber trotzdem unsicher fühlen. Genau an dieser Stelle dürfen wir sie nicht sich selbst überlassen“, sagt Markus Lehnigk, Kaufmännischer Direktor am Sana-Herzzentrum Cottbus. „Mit der Etablierung des Programms ‚Cardiolotse‘ schaffen wir gemeinsam eine Struktur, die Orientierung gibt und Versorgung konsequent weiterdenkt – weit über die eigentliche Behandlung hinaus.“
„Ich habe in den vergangenen Jahrzehnten viele Entwicklungen in der Herzmedizin erlebt. Was sich nie verändert hat, ist die Situation unserer Patienten: Sie brauchen nicht nur eine gute Behandlung, sondern auch jemanden, der sie versteht und begleitet“, sagt Pflegedirektorin Manuela Lehmann, die seit fast 30 Jahren im Sana-Herzzentrum Cottbus tätig ist. „Mit unserer Cardiolotsin geben wir genau dieser Begleitung einen festen Platz. Sie bleibt an der Seite unserer Patienten – auch dann, wenn diese das Krankenhaus längst verlassen haben.“
Gute Organisation und Weitblick - Cardiolotsin Diana Greiner ist für Herzpatienten nach Entlassung aus dem Sana-Herzzentrum da.
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Sicherheit im Alltag und beim Umgang mit der Erkrankung
Die zwischenmenschliche Beziehung zwischen den Patientinnen und Patienten und ihren Lotsinnen und Lotsen ist das Herzstück des Versorgungsprogramms „Cardiolotse“. Das unterscheidet es von App-basierten Coachingprogrammen. Die persönliche Begleitung hilft, Ängste und Unsicherheiten aufzufangen und gibt Patientinnen und Patienten Halt in einer besonders belastenden Lebensphase.
„Nach einem Krankenhausaufenthalt wegen einer Herzerkrankung fühlen sich viele Menschen allein gelassen, verunsichert und überfordert. Sie haben Fragen, Sorgen – und oft nicht die Kraft, sich selbst um alles zu kümmern“, sagt Daniela Teichert, Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost. „Gerade dann ist es entscheidend, jemanden an der Seite zu haben, der zuhört, Orientierung gibt und Schritt für Schritt unterstützt.“ Die enge Betreuung kann auch medizinisch einen Unterschied machen: „Auswertungen zeigen, dass diese persönliche Begleitung dazu beitragen kann, erneute Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Vor allem aber gewinnen die Patientinnen und Patienten Sicherheit im Alltag und Vertrauen im Umgang mit ihrer Erkrankung zurück“, so Teichert. „Das verbessert nicht nur die Lebensqualität, sondern entlastet auch die Klinikteams und sorgt dafür, dass vorhandene Ressourcen gezielter eingesetzt werden können.“
Hintergrund
Das Programm „Cardiolotse“ wurde ursprünglich als Innovationsfondsprojekt der AOK Nordost gemeinsam mit dem Vivantes Netzwerk für Gesundheit entwickelt und erfolgreich erprobt. Die wissenschaftliche Evaluation zeigte deutliche positive Effekte: darunter eine signifikant reduzierte Wiederaufnahmerate ins Krankenhaus, kürzere Verweildauern sowie geringere stationäre Behandlungskosten.
Über das Sana-Herzzentrum Cottbus
Das Sana-Herzzentrum Cottbus im Herzen der Lausitz bietet medizinisch-pflegerische Leistungen auf höchstem Qualitätslevel. Jährlich lassen sich mehr als 4.500 Patienten herzchirurgisch und kardiologisch stationär durch die versierten Mediziner behandeln. Moderne Technik und innovative Therapiekonzepte für den Patienten gewährleisten größtmögliche Sicherheit und beste Langzeitergebnisse. Seit der ersten Operation am offenen Herzen am 7. Juni 1995 erbringt ein interdisziplinäres Team Tag für Tag Herzmedizin auf europaweitem Spitzenniveau.
Das Sana-Herzzentrum Cottbus ist nicht nur ein Krankenhaus in der Versorgungslandschaft. Es ist der Geburtsort der modernen Herzmedizin in Brandenburg. Seit der ersten Operation am offenen Herzen im Land Brandenburg am 7. Juni 1995 haben interdisziplinäre Teams tausenden Patienten geholfen. Mehr als 100.000 behandelte Patienten, eines der leistungsstärksten TAVI-Zentren in Europa, mehrfach ausgezeichnet als beste Kardiologie im Land Brandenburg, ausgezeichnet als beste Herzchirurgie in Deutschland, höchste Weiterempfehlungsquote aller Herzzentren. Alle diese Fakten stehen für die außergewöhnliche Leistung, die hier seit mehr als 30 Jahren erbracht wird.