Brustkrebs – was tun?
Brustkrebs ist das ganze Jahr über ein wichtiges Thema – im Oktober rückt die Erkrankung jedoch traditionell besonders in den Fokus. Der Brustkrebsmonat soll Aufmerksamkeit schaffen, über Früherkennung und Behandlung informieren und Betroffenen Mut machen. Wie wichtig Information und Austausch sind, zeigte auch der Patientinnentag „Brustkrebs – was tun? Gemeinsam Perspektiven wahrnehmen, verstehen und öffnen“, zu dem fast 100 Teilnehmerinnen ins Sana Klinikum Offenbach kamen.
Die Veranstaltung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe bot Einblicke in moderne Behandlungsmöglichkeiten und griff zugleich persönliche und psychosoziale Herausforderungen einer Brustkrebserkrankung auf. Dabei ging es auch darum, wie Patientinnen ihren Behandlungsprozess aktiv mitgestalten und Unterstützung für sich und ihre Angehörigen finden können.
Brustkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Die Diagnose ist auch für Partner, Kinder und andere Angehörige ein einschneidendes Erlebnis. Umso wichtiger sind eine individuell abgestimmte Behandlung, verständliche Informationen und Unterstützung im Umgang mit den emotionalen und persönlichen Herausforderungen.
Moderne Therapie braucht individuelle Entscheidungen
Wie komplex die Behandlung von Brustkrebs heute ist, wurde am Beispiel moderner und zielgerichteter Therapien deutlich. Welche Behandlung infrage kommt, hängt von zahlreichen individuellen Faktoren ab. Eine zentrale Rolle spielen dabei interdisziplinäre Tumorkonferenzen, in denen Befunde fachübergreifend bewertet und geeignete Behandlungsmöglichkeiten diskutiert werden.
Auch die genetische Untersuchung war ein wichtiges Thema. Dabei wurde erläutert, welche Erkenntnisse sie liefern kann und welche Bedeutung die Ergebnisse für Patientinnen und ihre Familien haben können. Eine häufige Frage: Kann ich Brustkrebs an meine Kinder oder Enkelkinder vererben?
Die Teilnehmerinnen erfuhren, wann eine genetische Beratung sinnvoll sein kann, welche Rolle familiäre Vorbelastungen spielen und welche Konsequenzen sich aus den Untersuchungsergebnissen ergeben können.
Psychoonkologie: Die Erkrankung als Prozess verstehen
Neben der medizinischen Behandlung nahm die psychoonkologische Betreuung einen wichtigen Raum ein. Thematisiert wurden unter anderem der Umgang mit Ängsten und Unsicherheiten, die Kommunikation innerhalb der Familie sowie die Auswirkungen der Erkrankung auf Partnerschaft und Alltag. Auch die Bedeutung einer guten Kommunikation mit den behandelnden Ärzt:innen wurde thematisiert.
Mut durch persönliche Erfahrungen
Besonders eindrucksvoll war der persönliche Erfahrungsbericht einer Patientin, die selbst seit vielen Jahren mit metastasiertem Brustkrebs lebt. Sie berichtete offen darüber, wie sich ihr Blick auf die Erkrankung und das eigene Leben im Laufe der Jahre verändert hat.
Ihre Erfahrungen machten deutlich: Eine Brustkrebserkrankung verändert das Leben, muss aber nicht zwangsläufig alle Lebensbereiche bestimmen.
Auch das Thema Hospiz wurde aus einer neuen Perspektive betrachtet. Die Teilnehmerinnen erhielten Einblicke in die Arbeit und den Alltag eines Hospizes. Dabei ging es auch darum, Ängste und Vorbehalte gegenüber dem Thema abzubauen und zu zeigen, welche Unterstützung Hospize schwer erkrankten Menschen und ihren Angehörigen bieten können.
Raum für Entspannung und Austausch
Zum Abschluss erhielten die Teilnehmerinnen einen Einblick in die Klangtherapie.
Fast 100 Teilnehmerinnen kamen zum Patientinnentag des Sana Klinikums Offenbach
Über das Sana Klinikum Offenbach
Das Sana Klinikum Offenbach ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und zählt zu den größten Klinikeinrichtungen der Rhein-Main-Region. Als Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 900 Planbetten verfügt das Klinikum über 27 Fachkliniken, 13 Institute und zertifizierte Fachzentren sowie die größte Notaufnahme Hessens. Etwa 3.000 Beschäftigte sorgen dafür, dass jährlich rund 37.000 stationäre und 90.000 ambulante Patient:innen mit den neuesten medizinischen Diagnose- und Therapiemethoden optimal versorgt werden. Unsere Beschäftigten erbringen ausgezeichnete Spitzenleistungen, arbeiten in effektiven und patientenorientierten Prozessen und mit modernster Medizintechnik. Als einer der größten Gesundheitsdienstleister in Deutschland verfügt Sana über verschiedene Business Units (Gesundheitsversorgung, Krankenhaus-Services und Gesundheit) und versorgt jährlich rund 2,2 Millionen Patient:innen nach höchsten Qualitätsansprüchen. Mehr als 35.500 Mitarbeitende an über 54 Standorten vertrauen bereits auf uns. Sie alle profitieren von einem Arbeitsumfeld mit abwechslungsreichen Herausforderungen und viel Raum für Eigeninitiative. Bei Sana können Sie sowohl eigene Schwerpunkte entwickeln als auch ein interdisziplinäres Netzwerk aufbauen.