Brustkrebs-Experte: Möglichkeiten der Früherkennung nutzen
- Am 4. Februar ist Welt-Krebs-Tag
- Brustkrebs-Experte vom Klinikum Dahme-Spreewald appelliert: Frauen sollten Früherkennungsuntersuchungen nutzen
- Zertifiziertes Brustzentrum in Königs Wusterhausen bietet wohnortnah ganzheitliche Medizin auf Spitzenniveau
Brustkrebs gehört mit mehr als 70.000 Neuerkrankungen im Jahr zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar rückt das zertifizierte Brustzentrum im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen das Thema einmal mehr in den Fokus und appelliert daran, Früherkennungsmöglichkeiten zu nutzen. Das multiprofessionelle Team dieser Spezialabteilung begleitet jedes Jahr hunderte Patientinnen auf ihrem Behandlungsweg und setzt dabei auf Ganzheitlichkeit und Individualität.
„Die moderne Medizin bietet heute hervorragende Methoden zur Diagnostik von Brustkrebs und vielfältige Therapieoptionen. Aber es gilt nach wie vor: Je frühzeitiger die Erkrankung erkannt wird, desto höher sind die Chancen auf Heilung“, sagt Dr. Rüdiger Müller, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum Dahme-Spreewald, der gemeinsam mit dem ärztlichen Koordinator Dr. Michael Fabig das zertifizierte Brustzentrum leitet. Die Fachabteilung ist eines von wenigen zertifizierten Brustzentren im Land Brandenburg und wichtige Anlaufstelle für Patientinnen aus dem Süden Brandenburgs und dem Raum Berlin. Studien belegen, dass die Behandlung durch ein interdisziplinäres Team an zertifizierten Brustkrebszentren die Überlebenschancen verbessert.
Chefarzt Dr. Rüdiger Müller rät dazu, die Möglichkeiten der Früherkennung zu nutzen. Denn je frühzeitiger Brustkrebs erkannt wird, desto höher sind die Chancen auf Heilung.
Individualität und Ganzheitlichkeit
Etwa eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Das Durchschnittsalter der Patientinnen liegt bundesweit bei 64 Jahren, allerdings sind drei von zehn Frauen jünger als 55 Jahre. Auch wenn Brustkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen gehört, wissen die Spezialisten im Brustzentrum Königs Wusterhausen: Jede Erkrankung ist individuell und jede Patientin benötigt einen Behandlungsplan, der individuell auf sie abgestimmt ist. Deshalb setzt das Spezialzentrum auf allumfassende Begleitung und ein breites Behandlungsspektrum. „Wir betrachten nicht nur ein Organ, sondern begleiten unsere Patientinnen ganzheitlich auf ihrem Weg zur Genesung“, beschreibt der Chefarzt, welcher Anspruch das Team leitet.
Multiprofessionelles Team und Kooperation mit externen Spezialisten
Das Brustzentrum ist seit vielen Jahren Partner für betroffene Frauen – von der präzisen Diagnostik über moderne, brusterhaltende Operationsverfahren bis zur psychoonkologischen Begleitung. Das multiprofessionelle Team aus Fachärzten, Psychologinnen, Sozialarbeitenden und speziell geschulten Pflegekräften wie einer onkologischen Fachschwester arbeitet zusätzlich mit externen Spezialisten zusammen, zum Beispiel in der Radiologie und bei der Chemotherapie. „In Kooperation mit dem Sana Klinikum Lichtenberg finden regelmäßig gemeinsame Tumorkonferenzen statt und wir können ambulante Chemotherapien bei uns im Haus anbieten. Dadurch profitieren die Frauen von medizinischen Spitzenstandards in vertrauter, wohnortnaher Umgebung“, sagt Dr. Rüdiger Müller. Für die Patientinnen bedeutet das oft eine große Erleichterung, denn die Behandlung an einem Ort erspart weite Wege, die zusätzlich Zeit und Kraft kosten würden.
Mit Aktionen wie der Pinkoktoberwoche 2025 setzt das Team des Brustzentrums in Königs Wusterhausen Zeichen und macht sich gemeinsam stark gegen Brustkrebs.
Vielfältige Einflussfaktoren
Die Ursachen für die Entstehung von Brustkrebs sind vielfältig. Neben einer vererbten Veranlagung gehören Alter, Vorerkrankungen und hormonelle Aspekte zu den Einflussfaktoren. Studien zufolge erkranken körperlich aktive Frauen seltener, regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht jedoch das Risiko. Nach aktuellem Forschungsstand spielt der Lebensstil für die Entstehung von Brustkrebs allerdings eine untergeordnete Rolle.
Früherkennung erhöht Heilungschancen
Wenn Brustkrebs früh erkannt wird, sind die Heilungschancen in der Regel sehr gut. 83 Prozent der betroffenen Frauen überleben zehn Jahre und länger nach Diagnosestellung. Brust erhaltende Therapien sind in etwa 70 Prozent der Fälle möglich. Danach erfolgt meistens die Bestrahlung sowie falls notwendig eine antihormonelle Therapie, Chemotherapie oder Antikörpertherapie, so der Experte.
„Um Brustkrebs möglichst früh zu erkennen, sollten Frauen das Mammographie-Screening nutzen. Das Programm ermöglicht Frauen zwischen 50 und 75 Jahren eine qualitätsgesicherte Röntgenuntersuchung. Nicht jeder auffällige Befund bedeutet, dass die Patientin an Brustkrebs erkrankt ist, aber bei Bedarf können wir dann die Diagnostik vertiefen und wenn nötig zeitnah mit der Behandlung beginnen“, appelliert Dr. Rüdiger Müller daran, die Möglichkeiten der Früherkennung zu nutzen.
Über das Klinikum Dahme-Spreewald
Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versordnungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.