Rummelsberg,
11
November
2024
|
10:56
Europe/Amsterdam

Conterganstiftung zu Gast am Krankenhaus Rummelsberg

Netzwerk für bessere Versorgung

Zusammenfassung

Im Rahmen einer Besichtigungsreihe besuchten Vertreter der Conterganstiftung das Krankenhaus Rummelsberg. Ziel der Veranstaltung war es, das Versorgungsangebot für Menschen mit Conterganschädigung vor Ort kennenzulernen und sich über Fortschritte im Projekt auszutauschen. Darüber hinaus wurden gemeinsame Ziele zur Verbesserung der Versorgung der Patienten diskutiert. Diese Zusammenkunft bot nicht nur eine Plattform für den Austausch von Informationen, sondern auch die Gelegenheit, sich besser kennenzulernen und das Netzwerk zu stärken.

In ihren einführenden Worten stellten Dr. Frank Kerling, Ärztlicher Leiter des Medizinischen Zentrum für Erwachsene mit Behinderung, kurz MZEB, und Maximilian Hermanns, Referent der Geschäftsführung am Krankenhaus Rummelsberg, den Anwesenden, darunter der Vorstand der Conterganstiftung, Vertreter des Stiftungsbeirats sowie Angestellte der Geschäftsstelle, das Contergan-Kompetenzzentrum in Rummelsberg vor. Sie erläuterten das umfassende medizinische Leistungsspektrum, welches im ambulanten und stationären Setting für Personen mit Conterganschädigung angeboten wird. Ein Blick in die Zukunft wurde mit der Vorstellung des Ersatzneubaus Wichernhaus geworfen, in dem die Integration eines Querschnittzentrums mit 44 Betten, Therapieräumen sowie speziell ausgestatteten Patientenzimmern für Conterganbetroffene vorgesehen ist. "Dieser Schritt stellt eine wesentliche Erweiterung der bestehenden Kapazitäten des Querschnittzentrums dar und stellt sicher, dass die medizinischen Bedürfnisse der Patienten auch in Zukunft umfassend vor Ort abgedeckt werden können", so Herrmanns.

Im Anschluss daran gab es eine Führung durch die Klinik. Ein besonderer Fokus lag auf dem MZEB, dessen Behandlungskonzept die Erfassung bestehender Problematiken beim Patienten vor dem Termin vorsieht, um eine gezielte Planung von Zeit und Expertise sicherzustellen. Dr. Gebhard Weber, Sektionsleiter im Querschnittzentrum, präsentierte den Bereich der Neurourologie. Er zeigte den Funktionsraum zur Untersuchung sowie Geräte zur nicht-invasiven Messung urologischer Parameter. Vor dem Hintergrund des voraussichtlich steigenden Versorgungsbedarfs im urologischen Bereich bestand großes Interesse an den Ausführungen. Die Führung endete im Querschnittzentrum, wo Chefarzt Dr. Matthias Ponfick zusammen mit Stationsleitung Melanie Sowa das Zentrum und die Patientenzimmer vorstellte. Hier wurden projektspezifisch beschaffte Einrichtungsgegenstände und Hilfsmittel präsentiert, die die Wichtigkeit der Berücksichtigung individueller Bedürfnisse unterstreichen.

Hervorgehoben wurde beim Besuch in Rummelsberg das breite Versorgungsangebot im Krankenhaus Rummelsberg sowie das Engagement in der Netzwerkarbeit. Für die Zukunft wurden zentrale Themen angesprochen, wie die Verbesserung der Zugangswege zur Versorgung im MZEB und Krankenhaus. Außerdem soll die Bekanntheit der Kompetenzzentren generell weiter ausgebaut werden. Ein geplanter Newsletter mit Fachbeiträgen soll dabei helfen.

Zum Hintergrund

Das Krankenhaus Rummelsberg zählt zu den bundesweit zehn Anlaufstellen für Contergangeschädigte. Im bestehenden Medizinischen Zentrum für Menschen mit Behinderung unter der Ärztlichen Leitung von Dr. Frank Kerling ist seit Ende 2023 ein Contergan-Kompetenzzentrum entstanden, das von der Conterganstiftung mit Sitz in Köln gefördert wird. Für den stationären Aufenthalt stehen am Krankenhaus Rummelsberg in unmittelbarer Nähe des Querschnittzentrums umgebaute Patientenzimmer zur Verfügung.

Conterganstiftung zu Besuch in Rummelsberg

Eine Delegation der Conterganstiftung lauschte den Worten von Dr. Frank Kerling (Dritter von rechts) und machte sich ein Bild vom Krankenhaus und der Versorgungssituation vor Ort in Rummelsberg. Foto: Eva Doberer / KRU

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Über das Krankenhaus Rummelsberg

Das Krankenhaus Rummelsberg, in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG, verfügt über 360 Betten und ist südöstlich von Nürnberg gelegen. Das Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg ist in den Fachbereichen Orthopädie und Unfallchirurgie (210 Betten), Neurologie (60 Betten), Innere Medizin (30 Betten) und Geriatrische Rehabilitation (60 Betten) weit über die Grenzen der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen hinaus bekannt und spezialisiert. Medizinische und pflegerische Fachkompetenz prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg. Rund 12.000 stationäre und 23.000 ambulante Patienten werden hier jährlich versorgt. Zwischen 2023 und 2027 wird das bisherige Wichernhaus durch ein hochmodernes Klinikgebäude ersetzt. Die Baumaßnahme in Höhe von 150 Millionen Euro wird durch den Freistaat Bayern gefördert. Mehr Informationen unter www.krankenhaus-rummelsberg.de

Über die Sana Kliniken AG

Die Sana Kliniken AG ist ein führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung für jährlich mehr als drei Millionen Patientinnen und Patienten erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Diese Leistungen werden bundesweit in 43 Krankenhäusern, 51 MVZ-Gesellschaften mit knapp 600 Arztsitzen sowie zusammen rund 60 Sanitätshäusern und Präventionspraxen erbracht. Darüber hinaus bietet Sana als B2B-Services auch Dienstleistungen und Beratung für externe Kliniken unter anderem in den Bereichen Einkauf, Logistik, Medizintechnik sowie Managementverträge an. 2023 erwirtschafteten die rund 38.600 Beschäftigten (Stand Dezember 2023) einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 Private Krankenversicherungen.