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Ismaning,
01
November
2024
|
08:00
Europe/Amsterdam

Das Herz stärken: Prävention ist der Schlüssel

Zusammenfassung

Alle Erkrankungen, die einen Einfluss auf den Herzmuskel haben, können zu einer Herzschwäche führen. Mediziner sprechen von einer Herzinsuffizienz. Wenn Risikofaktoren früh erkannt werden, lässt sich schweren Krankheitsverläufen vorbeugen.

Neben genetischen Faktoren gehören verschiedene Herzerkrankungen zu den Ursachen für eine Herzinsuffizienz. Vor allem die koronare Herzkrankheit, also die Verkalkung und Verengung der Herzkranzgefäße, der Herzinfarkt, Herzklappendefekte und Bluthochdruck gehören zu den Ursachen. Aber auch eine Herzmuskelentzündung oder Herzrhythmusstörungen können auf lagen Sicht zu einer Herzschwäche beitragen. Darüber hinaus können Erkrankungen des Stoffwechsels, wie die Zuckerkrankheit (Diabetes) das Herz und die Gefäße negativ beeinflussen.

Weniger bekannt ist, dass eine Schlafapnoe mit nächtlichen Atemaussetzern durch den Sauerstoffmangel zu einer Steigerung des Blutdrucks und der Herzfrequenz führen kann. Das wirkt sich langfristig auch auf die Herzfunktion aus und kann im schlimmsten Fall in eine Herzinsuffizienz münden.

Wer einer Herzinsuffizienz vorbeugen möchte, muss somit jegliche Herzleiden und chronischen Erkrankungen vermeiden. Und damit kommen die bekannten Risikofaktoren ins Spiel, die jeder durch einen gesundheitsbewussten Lebensstil beeinflussen kann. Dazu gehören ungesunde Verhaltensweisen wie Rauchen, Bewegungsmangel sowie ungesunde Ernährung und in der Folge Bluthochdruck, zu hohe Cholesterinwerte, Übergewicht und Diabetes.

Den Alltag aktiv gestalten

Jeder kann die eigene Herzgesundheit aktiv beeinflussen und so Herzerkrankungen, die langfristig zu einer Herzschwäche führen können, vorbeugen. Oft sind es kleine Veränderungen, die eine große Wirkung haben. Körperliche Aktivität hält fit und damit auch das Herz gesund. Schon der normale Alltag lässt sich aktiv gestalten. Auf dem Weg ins Büro, am Schreibtisch und auf dem Weg nach Hause lässt sich jeden Tag das Herz in Schwung bringen. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, kann zum Beispiel eine Haltestelle früher aussteigen und den Weg für einen zügigen Spaziergang nutzen. Bei schönem Wetter ist auch das Rad eine Alternative zum Auto oder dem Bus. Und wer im Bürogebäude Treppen steigt anstatt den Aufzug zu nehmen, tut täglich etwas für die Herzgesundheit.

Krafttraining ist gut fürs Herz

Bisher waren Experten der Ansicht, dass vor allem ein Training der Ausdauerleistungsfähigkeit gesund für das Herz ist. Das ist zwar richtig, der Fokus auf die Ausdauer ist aber nicht ausreichend. Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass das Herz auch Krafttrainingsreize braucht, um gesund zu bleiben. Bei schwacher Muskulatur ist das Risiko für eine Verkalkung der Herzkranzgefäße erhöht. Das zeigte eine wissenschaftliche Untersuchung an rund 20.000 gesunden Erwachsenen. Eine systematische Übersichtsarbeit, die insgesamt 16 Studien analysiert hatte, deutet darauf hin, dass Menschen mit schwacher Muskulatur ein höheres Sterberisiko aufweisen, vor allem in Kombination mit Übergewicht oder Fettleibigkeit.

Wer hingegen eine kräftige Muskulatur hat, bekommt seltener Diabetes, wie ein Forschungsteam in einer Studie an rund 372.000 Männern und Frauen aufzeigte. US-amerikanische Wissenschaftler werteten in einer Übersichtsarbeit elf Studien und damit die Daten von rund 370.000 Teilnehmenden aus. Die Ergebnisse belegen: Krafttraining verringert das Sterberisiko, und zwar insbesondere dann, wenn es mit einem Training für die Ausdauerleistungsfähigkeit kombiniert wird.

Die American Heart Association (AHA) stellte in einem aktuellen Papier Maßnahmen für die Förderung und Empfehlung von Krafttraining vor. Ideal sind zwei Trainingseinheiten pro Woche mit mindestens 15 bis 20 Minuten. Jede Einheit sollte nach Angaben der AHA acht bis zehn Übungen für die größten Muskelgruppen beinhalten.

Prävention bei Sana

Mit Sana Praevention gibt es in Karlsruhe, München, Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf Präventionszentren, die auf die Früherkennung von Herz-Kreislauferkrankungen spezialisiert sind. Die Check-up-Angebote gibt es sowohl für Selbstzahler als auch für Unternehmen, die die Gesundheit ihrer Beschäftigten fördern wollen. Schwerpunkt ist die Ermittlung des Risikoprofils für Herz und Kreislauf sowie die ausführliche Beratung zu einem herzgesunden Lebensstil.

Symbolbild: Canva / Surendra Sharma von Getty Images