Senftenberg,
03
April
2025
|
08:35
Europe/Amsterdam

Druck und Schmerz im Unterleib

Patientenveranstaltung zu Senkungen bei Frauen im Krankenhaus Lauchhammer

Zusammenfassung
  • Kostenfreie Patientenveranstaltung zu Senkungen bei Frauen am 16. April 2025, 17 Uhr, im Krankenhaus Lauchhammer
  • Chefärztin Zainab Moualla informiert über Ursachen, Symptome sowie diagnostische und therapeutische Hilfe für Betroffene
  • Fragestunde mit der Expertin für Urogynäkologie

Ob Druckgefühl oder Schmerzen im Unterleib: Senkungen der Gebärmutter, der Blase oder des Enddarms belasten viele Frauen – nicht erst in höherem Alter. Moderne Diagnostik und Therapieverfahren bieten Hilfe für Betroffene. Zainab Moualla, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Lauchhammer, klärt in einer kostenfreien Patientenveranstaltung am 16. April 2025, um 17 Uhr, im Krankenhaus Lauchhammer über Ursachen, Symptome, Untersuchungsmethoden und Behandlungsansätze von Senkungserkrankungen bei Frauen auf.

„Die meisten Patientinnen sind über 70 Jahre. Aber Senkungen können auch schon jüngere Frauen belasten“, weiß Zainab Moualla. Die Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Sana Kliniken Niederlausitz ist spezialisiert auf Urogynäkologie. Dieser Fachbereich befasst sich vorrangig mit der Diagnose und Therapie von Senkungserkrankungen der weiblichen Genitale, von Blasen- und Darmfunktionsstörungen sowie von Beschwerden nach Geburtsverletzungen. Wenn sich Gebärmutter, Blase oder Enddarm absenken, dann spüren Frauen häufig einen Druck oder ein Fremdkörpergefühl in der Scheide, haben Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Probleme beim Wasserlassen.  „Ursachen für Senkungen sind zum einen, dass mit zunehmendem Alter das Bindegewebe schwächer wird. Zum anderen spielen auch die Anzahl der Geburten, die Größe der Babys und eventuelle Geburtsverletzungen ebenso eine Rolle wie schwere körperliche Arbeit oder langes Stehen sowie Übergewicht eine Rolle“, zählt die erfahrene Chefärztin auf.

Zainab Moualla

Chefärztin Zainab Moualla informiert am 16. April bei einer kostenfreien Patientenveranstaltung über Senkungserkrankungen bei Frauen.

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Spezielle urogynäkologische Sprechstunde

In der Klinik in Lauchhammer bietet sie für Betroffene eine spezielle urogynäkologische Sprechstunde. Neben einer umfangreichen Anamnese, bei der auch der berufliche Werdegang und die Geburten besprochen werden, findet dabei unter anderem eine umfassende gynäkologische Untersuchung statt. Eine wichtige Rolle spielt die urodynamische Messung, bei der beispielsweise der Blaseninnendruck, den Druck in der Harnröhre, die Länge der Harnröhre sowie die Kapazität der Blase bestimmt werden kann. „Als diagnostische und therapeutische Maßnahme kann bei medizinischer Notwendigkeit auch eine Blasenspiegelung durchgeführt werden“, sagt Zainab Moualla.

Konservative und operative Behandlungsmethoden

In ihrem Vortrag am 16. April wird die Chefärztin nicht nur auf einzelne diagnostische Möglichkeiten eingehen, sondern auch erklären, mit welchen therapeutischen Verfahren Patientinnen behandelt werden können. „Nicht jede Senkung muss operiert werden. Es gibt zum Beispiel konservative Therapien wie Beckenbodentraining und medizinische Hilfsmittel wie Pessare. Wenn diese ausgeschöpft sind, bleiben verschiedene operative Verfahren. Eine der häufigsten Methoden ist die Hebung der Blase, der Gebärmutter oder des Enddarms. Dabei arbeiten wir mit und ohne spezielle Netze“, erklärt die Chefärztin, die in der Patientenveranstaltung auch weitere Therapien wie Scheidenfixation und Deszensuschirurgie, die in Lauchhammer angewendet werden, vorstellen und erklären wird.

Kostenfrei und ohne Anmeldung

Nach dem Vortrag haben Teilnehmende die Möglichkeit, individuelle Fragen zum Thema mit der Ärztin zu besprechen und sich beraten zu lassen. Die Teilnahme an der Veranstaltung, die um 17 Uhr in der Alten Cafeteria im Krankenhaus Lauchhammer beginnt, ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.