Ein Anruf, der Leben rettet: Tag des Notrufs - 112
Zusammenfassung
- Europäischer Tag des Notrufs 112 am 11.2.
- Klinikum Dahme-Spreewald appelliert an wichtige Rolle von Ersthelfern
- Notaufnahmen Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen und in der Spreewaldklinik Lübben versorgen 2025 mehr als 55.000 Patienten
Ob schwerer Verkehrsunfall oder Herzinfarkt, Schlaganfall oder plötzliche Bewusstlosigkeit: Im Notfall zählt jede Minute. Seit mehr als 50 Jahren ist die „112“ europaweit die Nummer gegen Kummer. Rettungsdienst und Notaufnahme bilden ein eingespieltes Lebensretter-Team. Aber an erster Stelle der Rettungskette stehen Ersthelfer.
„Für uns beginnt die Rettungskette mit Menschen, die in einem Notfall hinschauen statt wegzusehen und den Notruf 112 wählen. Nur dann können unsere Kollegen von den Rettungsdiensten übernehmen und fachkundig über eine weitere Behandlung in der Notaufnahme entscheiden“, sagt Dr. Benno Bretag, Chefarzt der Notaufnahmen des Klinikum Dahme-Spreewald. Das multiprofessionelle Team der Notaufnahmen ist rund um die Uhr einsatzbereit. Allein im Jahr 2025 wurden im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen und in der Spreewaldklinik Lübben mehr als 55.000 Notaufnahme-Kontakte registriert. Mehr als 30 Prozent der Menschen, die hier Hilfe suchten, wurden anschließend stationär in den Krankenhäusern weiterbehandelt.
Im Notfall arbeiten Rettungsdienst und Notaufnahmen Hand in Hand. Damit die Profis so schnell wie möglich helfen können, sind Ersthelfer entscheidend, die hinschauen und den Notruf 112 wählen.
Mit Blaulicht in die Notaufnahme
Viele der Patienten, die in die Notaufnahmen des Klinikum Dahme-Spreewald kommen, werden mit Blaulicht und Martinshorn per Rettungswagen eingeliefert. Die Leitstelle Lausitz nimmt Notrufe aus den Landkreisen Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster, Spree-Neiße und Cottbus an. Ein riesiges Gebiet mit knapp 600.000 Einwohnern und mehr als 5200 Kilometern Straße außerhalb von Ortschaften, wie aus der Internetplattform der Leitstelle hervorgeht. Demnach sind neben dem ADAC-Luftrettungsstützpunkt bei Senftenberg Rettungskräfte in mehr als 600 Feuerwehrwachen und knapp 50 Rettungswachen präsent, um im Notfall professionelle Hilfe zu leisten.
Die 5 W
Ob Notfallsanitäter, Feuerwehrmann oder Notarzt: Damit die Profis mit ihrer Kompetenz und ihrem Equipment schnell helfen können, ist ein Schritt entscheidend: die Notruf-Nummer 112 wählen. Notfälle halten sich nicht an Tageszeiten und sie passieren überall. Daher sind es häufig Familienmitglieder, Arbeitskollegen oder zufällige Passanten, die in Ausnahmesituationen als Ersthelfer gefordert sind. Sie sollten Ruhe bewahren, für Eigenschutz sorgen und beim Notruf die „5 W“ beachten:
- Wo ist der Notfall passiert?
- Was ist geschehen?
- Wie viele Verletzte oder Erkrankte sind betroffen?
- Welche Art von Verletzungen oder Beschwerden liegen vor?
- Warten auf Rückfragen
Das ist wichtig für die Disponenten in der Leitstelle, damit sie möglichst schnell professionelle Rettungskräfte zum Ort des Geschehens schicken können.
Helfen statt zögern
„Viele Menschen haben Angst, nicht das Richtige zu tun. Aber das Einzige, was man wirklich falsch machen kann, ist nichts zu tun“, betont Dr. Benno Bretag. Sobald die Rettungskräfte am Ort des Notfalls sind, greift die enge Zusammenarbeit mit der Notaufnahme im Krankenhaus. Der Rettungsdienst startet noch am Einsatzort mit der medizinischen Versorgung und bringt Patienten auf kürzestem Wege in die Notaufnahme, wie die Behandlung nahtlos fortgesetzt wird. Die Teams arbeiten dabei oft Hand in Hand und verlieren dank eingespielter Übergaben keine wertvolle Zeit. Denn bei schweren Verletzungen, Herzinfarkten oder Schlaganfällen zählt jede Minute.
„Leben retten ist Teamarbeit – und dabei ist jedes einzelne Glied in der Rettungskette wichtig. Jeder kann jederzeit zum Ersthelfer werden“, sagt der erfahrene Notfallmediziner und rät, regelmäßig die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen und im Notfall nicht zu zögern, damit schnelle, professionelle Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird.
Über das Klinikum Dahme-Spreewald
Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.