Stuttgart,
11
November
2025
|
15:00
Europe/Amsterdam

Erste erfolgreiche Implantation eines sondenlosen Herzschrittmachers am Karl-Olga-Krankenhaus in Stuttgart

Mit der neuen Technologie setzt die Kardiologie des Karl-Olga-Krankenhauses auf eine minimalinvasive Therapieoption, die Implantationsrisiken reduziert und die Patientenversorgung verbessert.

Ein bedeutender medizinischer Meilenstein: Erstmals wurde am Karl-Olga-Krankenhaus ein sondenloser Herzschrittmacher des Typs AVEIR™ VR (Hersteller: Abbott) erfolgreich implantiert. Der 75-jährige Patient litt an einem höhergradigen, symptomatischen AV-Block – einer Form der Bradykardie, bei der die elektrische Erregungsleitung zwischen Vorhof und Herzkammer gestört ist.

Das neuartige System AVEIR™ VR/DR ist das weltweit erste elektrodenlose Zweikammer-Herzschrittmachersystem. Es besteht aus zwei winzigen, direkt im Herzen verankerten Modulen – je eines im rechten Vorhof und im rechten Ventrikel. Dank der innovativen i2i™-Kommunikationstechnologie können die beiden Implantate in Echtzeit miteinander kommunizieren und den Herzrhythmus Schlag für Schlag synchronisieren. Dadurch entfällt die Notwendigkeit von Elektroden und Aggregaten unter der Haut, wie sie bei herkömmlichen Systemen erforderlich sind.

Illustration Herzschrittmachersystem

Illustration des elektrodenlosen Zweikammer-Herzschrittmachersystems (© Abbott GmbH)

„Wir freuen uns sehr, unseren Patientinnen und Patienten diese hochmoderne und schonende Therapieoption nun auch in unserem Haus anbieten zu können“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Dipl.-Phys. Gitsios Gitsioudis, Chefarzt der Kardiologie am Karl-Olga-Krankenhaus. „Das kardiologische Team unter der Federführung von unserem Oberarzt Dr. Gregor Ruttkay hat die minimalinvasive Technik gemeinsam mit unserem neuen Kollegen Dr. med. Daniel Oehler erfolgreich durchgeführt, der eine umfassende Expertise auf diesem Gebiet mitbringt. Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das in Zukunft eine geringere Belastung während des Eingriffs, weniger Komplikationen und eine schnellere Genesung.“

Mit diesem erfolgreichen Eingriff zählt das Karl-Olga-Krankenhaus zu den ersten Kliniken in Deutschland, die diese innovative Technologie einsetzen. Das Team der Kardiologie unterstreicht damit seine herausragende Rolle in der modernen, minimalinvasiven Herzrhythmustherapie und setzt ein klares Zeichen für eine patientenorientierte, zukunftsweisende Medizin. 

Oehler Ruttkay HKL

Dr. med. Daniel Oehler (l.) und Dr. Gregor Ruttkay (r.)

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