Dahme-Spreewald,
06
Mai
2026
|
09:47
Europe/Amsterdam

Fit nach dem Gelenkersatz

Klinikum Dahme-Spreewald hilft mit Rapid Recovery und Physiotherapie rasch auf die Beine

Zusammenfassung
  • Kostenfreie Patientenveranstaltung am 20. Mai in der Spreewaldklinik Lübben
  • Endoprothetik-Zentrum stellt Konzept zur schnellen Erholung nach Gelenk-Implantation vor / Therapiezentrum informiert über Bedeutung von gezieltem Training
  • Fragestunde mit Dr. Andreas Grundbichler, Leiter Endoprothetik-Zentrum, und Yvonne Erler, Leiterin Therapiezentrum

Wenn Treppensteigen schwerfällt, Spaziergänge kürzer werden und die Arthrose in Knie oder Hüfte immer weiter voranschreitet, kann ein künstliches Gelenk wieder mehr Beweglichkeit und Lebensqualität ermöglichen. Damit Patienten nach dem Eingriff schnell wieder fit sind, setzt das Endoprothetik-Zentrum auf ein Konzept aus vielen einzelnen Bausteinen rund um die OP. Was hinter Rapid Recovery steckt und welche Rolle Physiotherapie dabei spielt, erklären zwei Experten am 20. Mai, um 17.30 Uhr, bei einer kostenfreien Patientenveranstaltung der Spreewaldklinik Lübben.

Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Gelenkverschleiß. Je weiter die Arthrose voranschreitet, desto stärker schränkt sie häufig die Mobilität und Bewegungsfreude ein. Die Frage nach einem künstlichen Gelenk für Knie oder Hüfte steht spätestens dann im Raum, wenn konservative Methoden wie Bewegungstraining, Schmerzmedikation oder Injektionen ausgereizt sind. „Viele Patienten haben vor der Implantation einer Endoprothese großen Respekt oder sind verunsichert. Wir zeigen ihnen, dass sie diesen Weg nicht allein gehen – von der ausführlichen Vorbereitung, über die Operation bis hin zur Rehabilitation begleiten wir sie Schritt für Schritt“, sagt Dr. Andreas Grundbichler, Leiter des Endoprothetik-Zentrums in der Spreewaldklinik Lübben. Die Spezialabteilung ist seit 2022 durch EndoCert, einer Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädischer Chirurgie, zertifiziert und auf Knie- und Hüft-Endoprothesen sowie Revisionseingriffe an künstlichen Gelenken spezialisiert.

Andreas Grundbichler Leiter Endoprothetik-Zentrum


Die wichtigsten Schritte des "Rapid Recovery“-Programms und wie sich die operativen Verfahren bei Gelenkersatz weiterentwickelt haben - das stellt Dr. Andreas Grundbichler, Leiter des Endoprothetikzentrums Lübben, bei der Patientenveranstaltung am 20. Mai vor.

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Viele Bausteine – ein Ziel: schnelle Genesung

Um Patienten den Weg zur neuen Mobilität zu ebnen, setzt das Endoprothetik-Zentrum seit vielen Jahren auf verschiedene Bausteine, die die Genesung nach einem Eingriff fördern. Seit kurzem hat das Zentrum alle Schritte vor, während und nach der Operation über das anerkannte Konzept „Rapid Recovery“ optimiert. „Dieses Programm setzt sich aus vielen einzelnen Teilen zusammen, die insgesamt nachweislich dazu beitragen, dass sich Patienten schneller erholen, eine kürzere Verweildauer im Krankenhaus haben und es zu weniger Komplikationen und Risiken kommt“, betont Dr. Andreas Grundbichler. In seinem Vortrag am 20. Mai stellt der Leiter des Endoprothetikzentrums die wichtigsten Schritte des Rapid Recovery“-Programms vor und geht dabei näher auf die umfassende Information und Aufklärung der Patienten vor dem Eingriff, moderne und langlebige Implantate für Hüft- und Kniegelenke sowie die Bedeutung erfahrener Operateure ein. Dabei erklärt der Zentrumsleiter auch, wie sich die operativen Verfahren weiterentwickelt haben und wie kleinere Schnitte und gewebeschonende Techniken den Heilungsprozess unterstützen.

Yvonne Erler


Mit einem neuen Gelenk Schritt für Schritt mehr Sicherheit im Alltag zu bekommen - ein Ziel von Physiotherapie vor und nach dem Eingriff. Yvonne Erler, Leiterin des Therapiezentrums im Klinikum Dahme-Spreewald erklärt anschaulich, worauf es bei der begleitenden Therapie ankommt.

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Physiotherapie vor und nach dem Eingriff

Einen entscheidenden Anteil an einer raschen Rückkehr in den Alltag hat die physiotherapeutische Begleitung, die bereits vor der Operation beginnt. „Je besser Patienten vorbereitet sind und je früher sie nach der Operation wieder in Bewegung kommen, desto schneller gewinnen sie Sicherheit im Alltag zurück. Mit gezielter Physiotherapie und kleinen motivierenden Etappen unterstützen wir sie dabei“, erklärt Yvonne Erler, Leiterin des Therapiezentrums im Klinikum Dahme-Spreewald. In ihrem Vortrag erklärt sie, wie sich Betroffene gezielt vorbereiten können – zum Beispiel mit der Gangschule und dem Treppentraining. Auch nach der Operation spielt Bewegung eine zentrale Rolle. Patienten werden bereits am Tag der Operation oder spätestens am folgenden Tag wieder mobilisiert. Das Physiotherapie-Team begleitet sie bei den ersten Schritten durchs Zimmer und übt mit den Betroffenen im Krankenhaus. Zur Motivation und Orientierung gibt es unter anderem ein Aktivitätspfad sowie markierte Gehstrecken auf dem Stationsflur, um Fortschritte sichtbar zu machen. Ziel ist es, Schritt für Schritt zu mehr Sicherheit im Alltag zu gelangen.

Kostenfrei und ohne Voranmeldung

Die Veranstaltung richtet sich an Menschen mit Hüft- oder Kniebeschwerden, an Patienten, bei denen ein Gelenkersatz geplant ist, sowie an alle Interessierten. Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Experten ins Gespräch zu kommen. Die Vorträge beginnen um 17.30 Uhr im Raum Lubin in der Spreewaldklinik. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 

Über das Klinikum Dahme-Spreewald 

Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.

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