Gallensteine – wenn der Schmerz zur Kolik wird
- Kostenfreie Informationsveranstaltung am 6. November 2024 im Krankenhaus Lauchhammer zu Gallensteinen
- Chefchirurg Dr. Ahmad Oyais von den Sana Kliniken Niederlausitz klärt über Risikofaktoren und moderne Behandlungsmethoden auf
- Fragestunde mit dem Experten
Gallensteine sind weit verbreitet. Etwa jeder Fünfte in Deutschland trägt die kleinen Ablagerungen, die starke Schmerzen verursachen können, in sich. Bei der kostenfreien Informationsveranstaltung „Gallensteine – wenn der Schmerz zur Kolik wird“ erklärt Dr. Ahmad Oyais, Chefchirurg der Sana Kliniken Niederlausitz, am 6. November 2024, welche Risikofaktoren die Bildung von Gallensteinen begünstigen und mit welchen modernen OP-Methoden Patienten, die an Koliken leiden, geholfen werden kann. Nach dem Vortrag steht der Chefarzt für eine Fragestunde zur Verfügung.
„Die Gallenflüssigkeit in unserer Gallenblase ist für die Verdauung von Fetten im Darm wichtig. Manchmal verklumpt die Flüssigkeit allerdings und dann bilden sich Gallensteine, bei denen man zwischen Cholesterinsteinen sowie Braunen und Schwarzen Pigmentsteinen unterscheidet“, erklärt Dr. Ahmad Oyais, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie in Lauchhammer. Frauen sind viel häufiger von Gallensteinen betroffen als Männer und meist tritt die Erkrankung erst ab dem 40. Lebensjahr auf. Die Verklumpungen können manchmal nur wenige Millimeter groß sein, in manchen Fällen aber sogar die Größe eines Hühnereis erreichen. „Häufige Risikofaktoren sind neben erblichen Veranlagungen auch Schwangerschaften und die Einnahme der Antibabypille sowie von Östrogentabletten, Funktionsstörungen der Gallenblase, Diabetes, starkes Übergewicht und eine cholesterinreiche Ernährung“, zählt der Chefarzt auf, was die Bildung von Gallensteinen begünstigen kann.
Chefchirurg Dr. Ahmad Oyais klärt in der kostenfreien Informationsveranstaltung am 6. November im Krankenhaus Lauchhammer über Risikofaktoren und Behandlungsmethoden von Gallensteinen auf.
Schonende Operation mit kleinen Schnitten
Nicht jeder, der Gallensteine hat, bekommt das auch zu spüren. Erst wenn die Ablagerungen wandern und in den Gallengang rutschen, kann es zu äußerst schmerzhaften Koliken kommen. „Dann gibt es keine andere Möglichkeit als eine Operation, um den Patienten zu helfen“, sagt der erfahrene Chefchirurg. In der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie in Lauchhammer werden nahezu alle Patienten mit solchen Beschwerden minimalinvasiv über eine Laparoskopie, also eine Bauchspiegelung, operiert. Mit wenigen, kleinen Schnitten an der Bauchdecke und speziellen Instrumenten gelangen die erfahrenen Chirurgen zu Gallenblase und Gallengang, können diese aus der Leber heraustrennen und durch einen schmalen Zugang beispielsweise am Nabel entfernen.
Vortrag und Fragestunde
Wie Gallensteine sicher diagnostiziert werden können, wie genau die Operation von statten geht, wie lange Betroffene in der Regel im Krankenhaus bleiben und was vorbeugend beziehungsweise nach einer Erkrankung getan werden kann, um gesund zu bleiben, das erklärt Dr. Ahmad Oyais in der Patientenveranstaltung am 6. November 2024. Nach dem Vortrag haben Teilnehmende die Möglichkeit, individuelle Fragen zum Thema mit dem Chefarzt zu besprechen.
Kostenfreie Teilnahme ohne Voranmeldung
Die Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr in der Alten Cafeteria im Krankenhaus Lauchhammer. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.