Senftenberg,
18
Januar
2024
|
18:53
Europe/Amsterdam

Glatteis bringt hohes Risiko für Hand- und Sprunggelenke

Zusammenfassung

Klinik für Unfallchirurgie der Sana Kliniken Niederlausitz ist für Glatteisunfälle gerüstet

Brüche an Handgelenken und Sprunggelenken besonders häufig

Schwere der Verletzungen abhängig von Art des Sturzes, Alter und Vorerkrankungen

Glatteis kann im Winter selbst die harmlosesten Wege in gefährliche Schlitterzonen verwandeln. Wenn Regen oder angetauter Schnee auf tiefgefrorenen Boden treffen, entsteht der gefährliche Eisüberzug. Dr. Christian Schmidt, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Hand- und Plastische Chirurgie der Sana Kliniken Niederlausitz, erklärt, welche Verletzungen beim Sturz auf Glatteis besonders häufig sind und wie man vorbeugen kann.

„Am häufigsten sind banale Stürze und Brüche von Handgelenken oder Sprunggelenken, weil man auf dem Eis stürzt und mit dem Fuß umknickt oder versucht, sich mit den Händen abzufangen“, sagt Dr. Christian Schmidt. Wie schwer die Verletzungen bei einem solchen Glatteisunfall sind, hängt nicht nur davon ab, wie man stürzt, sondern auch davon, wie alt man ist und welche Vorerkrankungen man hat. „Je unglücklicher man stürzt, desto mehr macht man sich kaputt. Ganz unglücklich sind Mehrfachverletzungen, zum Beispiel wenn man sich Arm und Bein bricht. Das ist gar nicht so selten. Auch Brüche von Kniescheiben, Schulter, Oberarm und Ellbogen sind keine Seltenheit“, weiß der erfahrene Unfallchirurg. Schwerwiegender sind Verletzungen an Hüftgelenken, Becken und Wirbelsäule. Besonders ältere Menschen ziehen sich häufig schwerere Verletzungen zu, weil zum einen ihre Reflexe nicht mehr ganz so schnell funktionieren wie bei Jüngeren. Zum anderen ist ihr Sturzrisiko durch Osteoporose, geringere Muskelmasse oder Bewegungseinschränkungen zusätzlich erhöht.

„Glatteis ist immer dort, wo man gerade nicht damit rechnet“, sagt Dr. Christian Schmidt und rät allen, die es sich aussuchen können dazu, bei solchen Wetterlagen lieber zu Hause zu bleiben. Wer dennoch raus muss, weil er beispielsweise berufstätig ist, sollte auf die Wahl seiner Schuhe und den richtigen Gang achten, rät der Chefarzt. Am besten sind flache, absatzlose Schuhe mit einer mittelweichen, rutschfesten Sohle. „Außerdem empfehlen sich kleine Schritte im Pinguin-Stil und es ist hilfreich, alles zu greifen, was Halt bietet – zum Beispiel Geländer oder Häuserfassaden. Ansonsten kann man bei Glatteis leider nicht viel zur Vorsorge tun“, sagt der Unfallchirurg.

Verletzungsrisiko bei Glatteis

Glatteis birgt ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Die Auswahl der Schuhe und die richtige Gangart können die Sturzgefahr mindern. Wer nicht raus muss, sollte bei solchen Witterungsbedingungen besser zu Hause bleiben. 

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Das Team der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Hand- und Plastische Chirurgie der Sana Kliniken Niederlausitz ist für Versorgung von Glatteis-Unfällen bestens vorbereitet. „Wir sind eine super Truppe von Unfallchirurgen. Wenn wir ein erhöhtes Patientenaufkommen haben, dann gehen wir alle erst nach Hause, wenn alle Verletzten versorgt sind“, betont Dr. Christian Schmidt. Neben dem Chefarzt kümmern sich in der Senftenberger Klinik rund um die Uhr ein Leitender Oberarzt, ein Oberarzt, zwei Funktionsärzte, sechs Assistenzärzte sowie Pflegekräfte und Therapeuten um die Patientinnen und Patienten.  Bei Bedarf würden in solchen besonderen Situationen auch geplante Operationen um ein paar wenige Tage verschoben werden, um Kapazitäten für die Verletzten zu gewinnen. „Die meisten Patienten verstehen das und sind meistens sogar glücklich darüber, dass sie bei Glatteis nicht extra ins Krankenhaus müssen“, erklärt der Chefarzt.