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Grippeschutz: Jetzt zur Impfung gehen!
Die Herbstzeit mit nassem und kaltem Wetter steht vor der Tür. Und damit auch die nächste Grippewelle. Wer sich vor schwerwiegenden Krankheitsverläufen durch die echte Grippe, auch Influenza genannt, schützen möchte, sollte jetzt zum Arzt gehen.
Die perfekte Zeit für die Grippeschutzimpfung sind die Monate Oktober und November. Im Winter ist es oft schon zu spät. Die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt die Impfung für Menschen ab 60 Jahren jährlich im Herbst. Bei chronischen Erkrankungen und Immunschwäche ist die Impfung auch für unter 60-Jährige sinnvoll. Wer sich unsicher ist, sollte die Möglichkeiten mit dem Arzt oder der Ärztin besprechen.
Impfung schützt vor schwerem Verlauf
Da es verschiedene Stämme des Influenza-Virus gibt, bietet eine Impfung keine 100-prozentige Sicherheit. Sie kann aber vor einem schweren Krankheitsverlauf schützen, und das ist gerade für ältere oder geschwächte Menschen sehr wichtig.
Grippe erhöht das Risiko für Herzinfarkte
Eine kürzlich veröffentlichte Studie aus den Niederlanden zeigt: Patienten mit einer akuten Influenza haben ein sechsfach höheres Risiko für einen Herzinfarkt. Ein ursächlicher Zusammenhang ist zwar nicht nachweisbar, die Ergebnisse der Forschenden zeigen aber, dass die Wahrscheinlichkeit für einen akuten Herzinfarkt im Zeitraum von einer Woche nach Diagnose der Grippeerkrankung erhöht ist.
Impfung beim Hausarzt oder in der Firma
Wer sich gegen Grippe impfen lassen möchte, kann zum Hausarzt gehen. Mittlerweile bieten auch viele Unternehmen ihren Beschäftigten über Impfkampagnen die Möglichkeit, sich die schützende Impfung während der Arbeitszeit abzuholen. Für Personal in medizinischen Einrichtungen ist die Impfung besonders wichtig. Mediziner, Pflegekräfte und Therapeuten haben täglich Kontakt zu vielen Menschen und damit auch ein höheres Risiko für eine Infektion. Das lässt sich mit der Grippeschutzimpfung minimieren.
Impfen schützt auch Familie und Freunde
Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch Familie und Freunde. Gerade Angehörige mit chronischen Erkrankungen oder anderen Risikofaktoren sind häufig durch ihr Umfeld gefährdet. Geimpfte Menschen erkranken selbst seltener und geben das Virus in der Regel auch nicht weiter.
Zusätzlich zur Grippeschutzimpfung kann jeder mit weiteren einfachen Maßnahmen dazu beitragen, das Ansteckungsrisiko mit Influenzaviren zu reduzieren. Halten Sie Abstand zu Menschen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung und denken Sie daran, regelmäßig und gründlich ihre Hände zu waschen, zum Beispiel nach dem Besuch öffentlicher Anlagen.
Symptome einer Grippe
Übertragen wird die Grippe durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel durch Niesen, Husten oder Sprechen. Zu den klassischen Symptomen einer Grippe gehören hohes Fieber, ein trockener Reizhusten sowie schwere Kopf- und Gliederschmerzen. Im Vergleich zu einer Erkältung treten die Symptome bei einer Influenza meist deutlich schneller und heftiger auf, und der Körper braucht häufig länger, um sich zu erholen. Während bei einer Erkältung meist nur die Atemwege betroffen sind, ist bei der echten Grippe der ganze Körper in Mitleidenschaft gezogen. Die Influenza dauert meist zwischen fünf und sieben Tagen.
Für ältere Menschen oder Patienten mit Vorerkrankungen kann das Virus sogar lebensbedrohlich werden und zum Beispiel zu einer Lungenentzündung führen, die weitere fatale Krankheitsreaktionen im Körper auslösen kann.
Therapie einer Grippe
Bei einer echten Grippe handelt es sich um eine hochansteckende, ernstzunehmende Infektionserkrankung. Insbesondere ältere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke sollten sich auf jeden Fall an den Hausarzt oder die Hausärztin wenden. Auch bei schwerem Krankheitsgefühl und zusätzlichen Symptomen wie Luftnot, Verwirrung, Schwindel oder Krampfanfällen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Eine ärztliche Untersuchung ist auch zu empfehlen, wenn die Symptome nach drei Tagen nicht abklingen.
Wer sich mit Influenza-Viren infiziert hat, sollte sich unbedingt körperlich schonen und eine Woche richtig auskurieren. Bei einem milden Verlauf sind wahrscheinlich keine Medikamente notwendig. Zur Therapie der Symptome können schmerzlindernde und fiebersenkende Wirkstoffe hilfreich sein.
Bei schwerwiegenden Krankheitsverläufen mit drohenden Nebenwirkungen können Ärzte sogenannte Virostatika verschreiben. Dabei handelt es sich um Medikamente, die antiviral wirken und die Ausbreitung des Grippevirus im Körper hemmen. Diese Mittel gibt es nur nach ärztlicher Verordnung auf Rezept.
Weitere Informationen zum Thema Influenza bietet das Bundesministerium für Gesundheit.