Intensivmedizin mit Herz
So führt das Intensiv-Team im Sana-Herzzentrum Cottbus Patienten zurück ins Leben
Es ist ein stetiges Ringen um Zeit und Lebensqualität: Das Team der Interdisziplinären Intensivmedizin im Sana-Herzzentrum Cottbus ist rund um die Uhr für Herzpatienten im Einsatz. Mit Expertise, Hightech und großer Empathie begleitet Chefarzt Dr. Bertram Huber mit seinem Team Tag für Tag schwerkranke und frisch operierte Patienten zurück ins Leben.
Auf der Intensivstation verschwimmen die Grenzen zwischen Tag und Nacht, zwischen Biologie und Medizin, zwischen Leben und Tod. Die hochspezialisierte Abteilung ist die Brücke zwischen Operationssaal und normalem Stationsalltag. Manche Patienten können schon nach wenigen Stunden auf der kardiologischen oder herzchirurgischen Station weiterbetreut werden. Für andere wird der Aufent halt zu einem tage- oder wochenlangen Kampf ums Überleben.
Zeit gewinnen, damit Patienten sich erholen können, ist das Ziel auf der Intensivstation im Sana-Herzzentrum Cottbus. Mit enormer Kompetenz, Erfahrung und Hightech ist das interdisziplinäre Team dafür rund um die Uhr im Einsatz.
Erstes Etappenziel: selbstständig atmen
„In der Regel kommt der Patient mit einer herzunterstützenden Medikation und beatmet auf die Intensivstation. Wir versuchen, jeden möglichst rasch wieder in die Biologie zurückzuführen“, sagt Dr. Bertram Huber. „Zurück in die Biologie“ heißt zuallererst, die Lungenfunktion so weit zu stabilisieren, dass der Patient von den Geräten entwöhnt werden kann, die das Atmen für ihn übernommen haben. Die nächsten Etappenziele: selbstständig essen und trinken, damit Verdauung und Urinausscheidung wieder in Gang kommen, und ein erstes Aufsitzen am Bett oder schon erste Schritte durchs Zimmer. Zurück ins Leben Auf ihrem Weg zurück ins Leben werden die Patienten eng begleitet: hochqualifizierte Fachärzte, speziell geschulte Pflegekräfte, versierte Kardiotechniker und erfahrene Physiotherapeutinnen sind an der Seite der Menschen, die in dieser Ausnahmesituation ganz besonders viel Zuwendung brauchen. Hier zählen Herz und höchste Fachkompetenz. „Im Durchschnitt kümmert sich auf der Intensivstation eine Pflegekraft um zwei Patienten. Bei isolierpflichtigen Patienten oder Menschen, die auf aufwendige extrakorporale Verfahren angewiesen sind, kann auch eine 1:1-Betreuung not wendig werden“, erklärt der Chefarzt und fügt hinzu: „Außerdem gilt bei uns Konstanz in der Therapie: Wir haben immer ein intensivmedizinisch ausgebildetes Hintergrundteam im Einsatz und stehen in regelmäßigem Austausch miteinander.“
Ein Team. Ein Ziel.
Hand in Hand arbeiten über Berufsgruppen, Fachbereiche und Positionen hinweg, das zeichnet die Arbeit in der Interdisziplinären Intensivmedizin im Sana-Herzzentrum Cottbus aus. „Wir verfolgen alle das gemeinsame Ziel, dass sich der Patient möglichst vollständig wieder erholt. Entscheidungen zum Behandlungsweg wer den immer im Team getroffen“, sagt der Chefarzt. Diese Denkweise hat er mit in die Cottbuser Spezialklinik gebracht, als er 2018 dorthin wechselte. Das Vernetzen von Fachbereichen und der professionelle Blick über den Tellerrand hinaus prägen den Mediziner, der ursprünglich aus Freiburg im Breisgau stammt, seit Jahrzehnten. Dr. Bertram Huber bewegt sich selbst zwischen den Fachdisziplinen – seine Spezialgebiete neben der Intensivmedizin sind die Anästhesiologie, die Notfall- und Palliativmedizin sowie die Schmerztherapie. Wertvolles Wissen, das geballt in die tägliche Arbeit einfließt – zum Wohl der Patienten. Lebenswertes Leben „Uns geht es bei jedem Patienten nicht nur ums Überleben, sondern darum, dass er ein lebenswertes Leben führen kann“, betont der Chefarzt. Dafür sorgt das ITS-Team mit allen Regeln der medizinischen Kunst und modernsten Hightech-Verfahren. „Wir versuchen, die Patienten so schnell wie möglich von der Beatmung zu entwöhnen, weil wir wissen, dass sie dann eine bessere Prognose haben. Wenn das nicht möglich ist, nutzen wir unsere medizintechnischen Möglichkeiten, um ihnen Zeit zu verschaffen“, erklärt Dr. Bertram Huber. Kostbare Stunden, Tage, manchmal Wochen, in denen Patienten genesen können – bis sie hoffentlich wieder stabil genug und nicht mehr auf Unterstützungssysteme angewiesen sind.
Eingespieltes Team: Chefarzt Dr. Bertram Huber und Stationsleiterin Ilona Sieche arbeiten Hand in Hand.
Tägliche Funktionschecks
Während Intensivstationen in normalen Krankenhäusern bereits mit innovativen Geräten und Monitortechnik ausgestattet sind, spielt das Cottbuser Herzzentrum noch eine Liga höher. Mit der technischen Ausstattung unter dem Dach der Spezialklinik können akutes Lungen- und akutes Herzversagen behandelt sowie die Funktion der Nieren temporär übernommen wer den. Jeden Tag wird die Funktionsfähigkeit dieser Geräte streng kontrolliert. Die Betreuung der Patienten, die übergangsweise auf solche Maschinen angewiesen sind, erfolgt im Herzzentrum mit Unterstützung von speziell ausgebildete Kardiotechnikern. Diese Spezialisten steuern beispielsweise auch während einer Operation am offenen Herzen die Herz-Lungen-Maschine. Mit Empathie für Patienten und Angehörige „In der Regel schaffen wir es innerhalb von vier Wochen, die Patienten von den Unterstützungssystemen zu befreien. Wenn man einen Patienten so lange kennt, dann entwickelt man ein Gespür dafür, ob er die Therapie annehmen kann oder nicht“, sagt Dr. Bertram Huber. Nicht nur der Patient selbst spielt eine wichtige Rolle, sondern auch seine Angehörigen, die mit in die Therapie und Entscheidungen einbezogen werden. Familienmitglieder sind immer willkommen auf der ITS. „Der Patient profitiert davon, dass er Besuch kommt, denn das trägt dazu bei, den Heilungsprozess zu verbessern“, weiß der Chefarzt. Die Begleitung der Angehörigen durch die schwere Zeit ist eine feste Größe auf der Station. Denn in solchen Ausnahmesituationen brauchen nicht nur die Patienten außer gewöhnliche Betreuung, sondern auch ihre Liebsten. Für eine tröstende Umarmung, aufmerksames Zuhören, empathische Ge spräche nimmt sich das Team deshalb immer Zeit. So wie die Mitarbeitenden der Intensivstation immer für Angehörige erreichbar sind, so ist auch der Chefarzt immer verfügbar. „Ich bin jeden Tag auf der Station und weiß dadurch über jeden Patienten Bescheid. Die Mitarbeitenden wissen, dass sie mich jederzeit anrufen können, wenn ich mal nicht in der Klinik bin. Das ist mir wichtig, denn es geht immer um eines: das Wohl unserer Patienten.“
Über das Sana-Herzzentrum Cottbus
Das Sana-Herzzentrum Cottbus ist ein modernes Krankenhaus, das auf die Versorgung von kardialen Erkrankungen spezialisiert ist. Die Klinik im Herzen der Lausitz bieten medizinisch-pflegerische Leistungen auf höchstem Niveau. Jährlich lassen sich mehr als 4.500 Patienten herzchirurgisch und kardiologisch stationär durch die versierten Mediziner behandeln. Moderne Technik und innovative Therapiekonzepte für den Patienten gewährleisten größtmögliche Sicherheit und beste Langzeitergebnisse. Dabei steht das Sana-Herzzentrum Cottbus für ausgezeichnete Herzmedizin und erreicht im Ranking Deutschlands beste Krankenhäuser bundesweit Platz 2. Die Klinik für Herzchirurgie ist im Jahr 2022 bereits das dritte Mal in Folge als beste Herzchirurgie Deutschlands vom FAZ-Institut auszeichnet worden. Bei der Anwendung der kathetergestützten Aortenklappenimplantation (TAVI) über die Leistenvene zählt die Cottbuser Spezialklinik mit mehr als 5.000 behandelten Patienten sogar zur Weltspitze.