Jens Schick will Qualitätsmedizin voranbringen
Sana-Vorstand Dr. Jens Schick ist seit 8. September Vorstandspräsident der Initiative Qualitätsmedizin, dem mit 500 Kliniken größten Zusammenschluss zum Thema Qualität. Sie repräsentieren 40 Prozent der deutschen Krankenhausfälle und knapp 35 Prozent der Schweizer. Im Video erläutert er Aufgaben und Ziele.
Für seine dreijährige Amtszeit hat sich der Chief Operating Officer (COO) der Sana Kliniken AG einiges vorgenommen: Das Thema Qualität soll wieder deutlich mehr in den Fokus - auch der Politik - gerückt werden und die die IQM dazu Initiativen leisten. Die Themen Qualitätsverbesserung und Patientenperspektive sollen die nächsten Jahre weiter eingebracht und mehr Kliniken für die IQM geworben werden. "Wir wollen die Gruppe größer machen", sagt Jens Schick. Mehr zur IQM und zu den Vorhaben des neuen Vorstands ist im Video mit Jens Schick zu sehen und hier nachzulesen:
Wir starteten in 2009 als Club der Mutigen damals, eine kleine Gruppe von Trägern, die gesagt haben: Wir stehen für das Thema Ergebnisqualität, wir stehen für das Thema Transparenz und stehen für das Thema Verbesserung von Qualität. Und die letzten Jahre ist IQM tatsächlich rasant gewachsen.
Wir sind mittlerweile mit knapp 500 Kliniken der größte Zusammenschluss von Anbietern, die sich dem Thema Qualität widmen und decken mittlerweile 40 Prozent der deutschen Krankenhausfälle ab und knapp 35 Prozent der Schweizer Krankenhausfälle. Das heißt: ein deutliches Abbild der jeweiligen Krankenhausstrukturen in den Ländern.
Wir haben ja tatsächlich das Thema Ergebnisqualität, das Gründungsgen der IQM, und soll und wird es auch bleiben. Das heiß: Wir messen Qualität, wir veröffentlichen Qualität, Qualitätsdatentransparenz. Und ein weiteres wichtiges Instrument: das Thema Peer Reviews zur Verbesserung der Qualität. Das heißt: kollegiale Beratung. Und das sind eigentlich nach wie vor heute die drei Kernelemente von IQM.
Was wir die letzten Jahre gemacht haben? Wir haben geguckt, was passt denn noch dazu und haben verschiedene Pilotprojekte gemacht, zum Beispiel im Bereich der Nachhaltigkeit, zum Beispiel im Bereich der Patientenperspektive und zum Beispiel im Bereich der PROMs und wir werden uns die nächsten Wochen und Monate gut anschauen, gemeinsam mit den Vorstandskollegen, gemeinsam mit den Beiratsmitgliedern, was wir von diesen Themen auch zukünftig in die IQM-Welt bringen können und dann möglicherweise mit einer breiteren Basis als es heute im Pilotprojekt der Fall ist.
Wenn Sie sehen, was aktuell auch auf Bundesgesetzebene passiert, ist das Thema Qualität im Moment nicht besonders präsent. Also, uns würde schon freuen, wenn wir das Thema - und das ist klares Ziel - auch das Thema Qualität, A, wieder deutlich mehr in den Fokus bringen und B, auch als IQM dazu Initiativen leisten, Beiträge leisten, tatsächlich das Thema Qualität für Kliniken als eines der wichtigsten Parameter in den Vordergrund zu stellen und davon wissen wir die letzten Jahre tatsächlich politisch zumindest die richtigen Initiativen und wenn man sieht, was Herr Lauterbach jetzt mit seinem Klinikatlas auf den Weg gebracht hat, bin ich mir sicher: Das ist nicht der richtige Weg und dafür stehen auch nicht die 500 IQM-Kliniken.
Das ist der Hauptantrieb unserer Mitglieder. Warum machen die Mitglieder das? Es ist ja das Thema tatsächlich Qualitätsverbesserung und die Patientenperspektive und das wollen wir die nächsten Jahre natürlich auch weiter einbringen, auch in politische Diskussionen einbringen und auch weiter in die Krankenhäuser reinbringen, um das Thema auch die Gruppe größer zu machen, Wachstum zu generieren, weil je mehr sich beteiligen an einer Qualitätsinitiative, die freiwillig ist, was mit Sicherheit eine Besonderheit von IQM ist, die Häuser veröffentlichen auch freiwillig ihre Qualitätsdaten, dass wir das weiter tatsächlich voranbringen werden.
Ich glaube, der erste Vorteil ist das Thema tatsächlich Ergebnismessung durch Routine-Daten, weil wir gesagt haben, es soll möglichst wenig Aufwand in den Kliniken bedeuten, weil wir heute schon total viel Bürokratie in den Kliniken haben für Mediziner, für Pflegekräfte, also einfach. Dann das Thema Transparenz, was auch eine Verpflichtung ist, da kann sich auch keiner rausnehmen. Und das Dritte ist durch die Peer-Reviews Verbesserung im Alltag, aber im Sinne einer kollegialen Beratung, um tatsächlich das Thema Qualität, patientenorientiert zu einer Verbesserung zu bringen.