Kinderkrankenpflege: Wissen weitergeben, Zukunft sichern
Wie erfahrene Pflegekräfte im Klinikum Dame-Spreewald Auszubildende begleiten und gemeinsam die Versorgung der Kleinsten stärken
- Für junge Patienten von morgen: Klinikum Dahme-Spreewald engagiert sich für fachkompetenten Nachwuchs in der Kinderkrankenpflege
- Intensive Betreuung: So fördern erfahrene Kinderkrankenschwestern Azubis und junge Pflegekräfte mit Wissen und praktischen Fertigkeiten
- Breites Spektrum: Große Altersspanne der Patienten und vielfältige Krankheitsbilder machen Pflege von Kindern und Jugendlichen besonders anspruchsvoll
Wenn ein Kind schwer erkrankt, sind Experten gefragt. Genau das macht die Arbeit in der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Dahme-Spreewald so besonders: Die Altersspanne der jungen Patienten ist hier so vielfältig wie die Krankheitsbilder. Für Pflegekräfte bedeutet das ein Höchstmaß an Fachwissen, Verantwortung und Einfühlungsvermögen – und für den pflegerischen Nachwuchs eine anspruchsvolle Ausbildung in einem der vielseitigsten Bereiche der Medizin.
Sanft strampelt das Frühchen im wohlig-warmen Inkubator mit den zarten Beinen. Es ist erst wenige Stunden alt und braucht Unterstützung beim Atmen. Mit dem geschulten Blick einer erfahrenen Kinderkrankenschwester schaut Simone Schneider nach dem Baby. Seit 1984 kümmert sie sich mit viel Herz und unschätzbarem Wissen um die jüngsten Patienten in der Spreewaldklinik Lübben. Inzwischen ist sie seit fast 30 Jahren Teamleiterin der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin unter Chefarzt Dr. Torsten Karsch. Ein paar Patientenzimmer weiter liegt ein kleiner Junge mit einem schweren Magen-Darm-Infekt. Der Teenagerin, die vor einigen Tagen wegen eines Asthmaanfalls eingeliefert wurde, geht es inzwischen so gut, dass sie schon wieder über den Flur der Station laufen kann. Alltag in den Abteilungen für Kinder- und Jugendmedizin im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen und in der Spreewaldklinik Lübben.
Große Altersspanne. Vielfältige Krankheitsbilder.
„Wir haben hier ein ganz breites Spektrum – von Frühgeborenen bis zum Jugendlichen – mit ganz unterschiedlichen Krankheitsbildern. Viele Patienten kommen mit pulmologischen oder gastroenterologischen Erkrankungen zu uns. Aber wir versorgen auch Kinder mit Verletzungen durch Unfälle wie Schädel-Hirn-Trauma, Verbrühungen und Verbrennungen, nach chirurgischen Bauch-OPs, bei geplanten stationären Untersuchungen und vieles mehr“, zählt Simone Schneider auf. Das Leistungsspektrum der KDS-Pädiatrie ist so groß wie anspruchsvoll. Denn es geht darum, dass Familien in der Region auf möglichst kurzem Wege bei Notfällen, akuten Erkrankungen oder planbaren Untersuchungen kompetente medizinische Hilfe bekommen – rund um die Uhr, wohnortnah, auf hohem Niveau.
Fachlich und menschlich bestens begleitet während des Vertiefungseinsatzes in der Kinderkrankenpflege in der Spreewaldklinik Lübben: Auszubildende Lea lernt von Kinderkrankenschwester Simone Schneider, was es bedeutet, in einer Kinderabteilung zu arbeiten.
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Zuverlässig. Verantwortungsbewusst. Empathisch.
„Lieb und empathisch sein, reicht nicht aus, um hier zu arbeiten“, betont Simone Schneider. Die Pflegeprofis der Kinderabteilungen in KDS brauchen viel mehr: breites Wissen über viele verschiedene Krankheitsbilder, ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen im altersgerechten Umgang mit den kleinen und größeren Patienten sowie ihren Begleitpersonen, Stressresistenz und, und, und.
Neue Wege in der Qualifizierung von Nachwuchskräften
Seit mit der Umstellung auf die generalistische Ausbildung in der Pflege keine speziellen Kinderkrankenschwestern mehr ausgebildet werden, ist das Thema Qualifizierung des Nachwuchses zu einer echten Herausforderung geworden. „Wir haben jedes Jahr ein bis zwei Auszubildende, die bei uns ihren Vertiefungseinsatz in der Kinderkrankenpflege absolvieren“, freut sich Martina Milhan über die Nachfrage im Achenbach-Krankenhaus. Die erfahrene Kinderkrankenschwester ist seit 2018 Teamleiterin der Pädiatrie Königs Wusterhausen. Gemeinsam mit ihrer Lübbener Kollegin Simone Schneider, Praxisanleitenden und weiteren engagierten Mitarbeitenden wurde in den vergangenen Jahren viel getan, um Nachwuchskräfte sehr gut zu qualifizieren und ihnen den Einstieg in der Kinder- und Jugendmedizin zu erleichtern. Unterstützung gibt es dabei auch von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Sana Kliniken Niederlausitz in Lauchhammer. „Wir sind dabei, ein gemeinsames Einarbeitungskonzept zu erarbeiten. Dabei geht es auch darum, wichtige Kompetenzen und Wissen über einzelne Krankheitsbilder so gut aufzubereiten, dass unsere Nachwuchskräfte alle auf dem gleichen hohen Niveau sind“, erklärt Martina Milhan. Gemeinsames Engagement für Kinder-Pflegeprofis von morgen.
Dir jüngsten Patienten sind gerade ein paar Stunden alt - Kinderkrankenschwester Martina Milhan (re) betreut mit ihren Kolleginnen in der Pädiatrie im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen neben den kleinsten Patienten auch die Auszubildenden auf dem Weg zu Kinder-Pflegeprofis.
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Wertvolle Praxis im Stationsalltag
Neben Wissenshappen bekommen die Nachwuchskräfte im Stationsalltag von den erfahrenen Kinderkrankenschwestern jede Menge praktische Übungszeit. Immer wieder werden die unterschiedlichen Vitalwerte vom Baby- bis zum Jugendalter wiederholt – damit sie sitzen, wenn es darauf ankommt. Außerdem wird die Berechnung von Medikamentengaben pro Kilogramm Körpergewicht trainiert. Denn Standarddosierungen kommen in der Pädiatrie in der Regel nicht zum Einsatz. „Ganz wichtig ist auch die Krankenbeobachtung. Neugeborene und kleinere Kinder können ja nicht sagen, was ihnen weh tut. Eine gute Krankenschwester schaut einen Patienten an und weiß genau, ob es ihm gut geht oder nicht. Darauf vertrauen auch unsere Kinderärzte“, sagt Simone Schneider.
Viel Zeit und Unterstützung beim Einarbeiten
Die beiden Teamleiterinnen wissen, wie hoch die Verantwortung in der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin ist, wie viel Wissen gefragt ist und wie viel Einfühlungsvermögen. „Deswegen unterstützen wir unsere Auszubildenden und neue Pflegekräfte sehr, sehr gern. Wir geben jedem so viel Zeit für die Einarbeitung wie er braucht, begleiten Nachwuchskräfte ganz intensiv und teilen unser Wissen“, unterstreicht Martine Milhan. Denn für sie und Simone Schneider steht fest: „Kinderkrankenpflege ist einer der schönsten Berufe, die es gibt. Wenn es unseren jungen Patienten besser geht, sie wieder lächeln und spielen können und nach Hause dürfen, ist das das Schönste, was es gibt.“
Über das Klinikum Dahme-Spreewald
Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.