Kleiner Pieks, große Wirkung
Darum sind HPV-Impfungen schon im Kindesalter wichtig
- Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Sana Kliniken Niederlausitz setzen Zeichen für mehr Aufklärung zu HPV
- Kostenfreie Informationsveranstaltung am 13. November 2024 für Eltern, Mitarbeitende in Arztpraxen und Hebammen
- Zwei Impulsvorträge zu Humanen Papillomaviren, Folgeerkrankungen und Schutzimpfung sowie Fragestunde mit Expertinnen
Immer weniger Kinder werden gegen Humane Papillomaviren (HPV) geimpft. Dabei ist das Thema nach wie vor brandaktuell. Mit einer kostenfreien Informationsveranstaltungen für Eltern, aber auch Hebammen und Mitarbeitende in Kinder- und Frauenarzt-Praxen klären Expertinnen am 13. November 2024 im Krankenhaus Lauchhammer über die Humanen Papillomaviren, Folgen einer Infektion und die HPV-Schutzimpfung auf.
Die Impfquote gegen Humane Papillomaviren geht seit einiger Zeit stark zurück. Nach Angaben des Barmer Arzneimittelreports 2024 sank die Quote von 2021 auf 2022 um 23,5 Prozent. Dabei ist Prävention weiterhin enorm wichtig. Denn es ist nachgewiesen, dass die HPV-Schutzimpfung, die seit 2006 in Europa zugelassen ist, Frauen und Männer vor gefährlichen Zellveränderungen und Krebserkrankungen durch die sexuell übertragbaren Viren schützt. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Schutzimpfung für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren.
Bei einer kostenfreien Info-Veranstaltung am 13. November im Krankenhaus Lauchhammer klären Expertinnen über die HPV-Schutzimpfung und die Folgen einer Infektion mit den Viren auf.
Kinder bestmöglich schützen
„Gebärmutterhalskrebs ist ein großes Thema – auch schon für junge Frauen. Nahezu jede dieser Krebserkrankungen geht mit einer HPV-Infektion einher. Mit der Schutzimpfung kann man präventiv aktiv werden und Folgeerkrankungen verhindern. Unsere Aufgabe als Ärzte und Eltern ist es, unsere Kinder bestmöglich zu schützen“, sagt Dr. Carolin Stegemann, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die gemeinsam mit Dr. Jana Ritscher, Leitende Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, den kostenfreien Info- Abend im Krankenhaus Lauchhammer organisiert. Die Veranstaltung richtet sich an Eltern, Mitarbeitende in Kinderarztpraxen und gynäkologischen Praxen sowie Hebammen.
Wichtig für Jungen und Mädchen
„Sowohl Mädchen als auch Jungen sollten geimpft sein. Gegen HPV geimpfte Jungen/Männer schützen zum einen sich selbst, aber auch ihre Sexualpartner/innen vor einer Infektion“, betont Dr. Jana Ritscher und fügt hinzu: „Auch Frauen, die bereits aufgrund von Zellveränderungen am Gebärmutterhals in Behandlung waren, können sich bei ihrem Frauenarzt beraten und bei ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme für eine solche Schutzimpfung stellen, um sich vor weiteren HPV-Infektionen zu schützen.“
Zwei Referentinnen. Zwei Vorträge.
Was Humane Papillomaviren sind, welche Folgen eine Infektion haben kann und was die HPV-Schutzimpfung bringt, wird Dr. Cornelia Hösemann bei der Informationsveranstaltung am 13. November 2024 im Krankenhaus Lauchhammer erklären. Die Referentin ist Vorstandsmitglied im Berufsverband der Frauenärzte und Mitglied der Sächsischen Impfkommission. Als zweite Referentin an diesem Abend klärt Paula Jung, Assistenzärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Lauchhammer, in einem Vortrag über HPV-assoziierte Erkrankungen bei Mädchen und Jungen auf.
Kostenfrei und ohne Voranmeldung
Die Informationsveranstaltung beginnt am Mittwoch, 13. November, um 17 Uhr in der Alten Cafeteria im Krankenhaus Lauchhammer. Nach den Impulsvorträgen haben die Anwesenden die Möglichkeit, individuelle Fragen zum Thema zu stellen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.