Live-OP für guten Zweck
Der Dresdner Kardiologe Dr. Felix Woitek operiert für Spendenaktion vor laufender Kamera.
Mit einer Live-Operation Kindern helfen: Oberarzt Dr. Felix Woitek vom Herzzentrum Dresden Universitätsklinik beteiligt sich am Donnerstag, den 30. Mai 2024 an einer weltweit übertragenen interaktiven medizinischen Bildungsveranstaltung für Kardiologinnen und Kardiologen, die nicht nur für Wissen sorgt, sondern auch Gelder für einen guten Zweck sammelt. Zusammen mit seinem Kollegen Privatdozent Dr. Stylianos Pyxaras vom Klinikum Fürth wird Felix Woitek, Leiter des Herzkatheterlabors, innerhalb der fünften Auflage des CTO Live Aid-Events 2024 einen Patienten behandeln, der unter einem chronischen Verschluss seiner Herzkranzgefäße (CTO) leidet.
Vorbild: Live Aid Konzerte
Bei diesem Eingriff schauen ihm bis zu 2.000 Kolleginnen und Kollegen weltweit über die Schulter, die an diesem einmaligen Livestream-Event teilnehmen. Die Initiative von CTO Live Aid funktioniert ähnlich wie die berühmten Live Aid Konzerte des Musiker Bob Geldof. Insgesamt 15 Stunden lang sind Live-Operationen von Kardiologinnen und Kardiologen rund um den gesamten Globus zu sehen. Dr. Felix Woitek und Dr. Stylianos Pyxaras ist nur eines von zwei Kardiologen-Teams aus Deutschland, die an dem Event teilnehmen. Andere vertretene Länder sind Australien, Japan, Polen, Belgien, Schweiz, Spanien, Italien, Brasilien und Neuseeland.
Spenden des medizinischen Online-Publikums kommen der gemeinnützigen Organisation “C’è Da Fare” (wörtlich "es gibt Dinge zu tun") zugute, die sich aktiv für Projekte zugunsten von Jugendlichen einsetzt, die psychische und psychiatrische Probleme haben. Die operierenden Ärztinnen und Ärzte verzichten für diesen guten Zweck auf ihre Honorare.
„Die bisherigen Ausgaben von CTO Live Aid waren unglaubliche Erfolge“, sagt Dr. Felix Woitek. „Es ist eine Ehre, Teil der Weiterentwicklung der Ausbildung von Kardiologen weltweit zu sein und gleichzeitig internationalen medizinischen und humanitären Organisationen zu helfen. Ich freue mich sehr, dieses wichtige Event zu unterstützen und die fortschrittlichen Techniken des Herzzentrums Dresden zu demonstrieren. Durch den Wissensaustausch in der internationalen Kardiologengemeinschaft retten wir letztendlich Leben und verbessern die Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten weltweit.“
Komplexer Eingriff
Die Ursache für chronisch verschlossene Herzkranzgefäße ist häufig eine Stoffwechselstörung, die Ablagerungen in den Gefäßen zur Folge hat – die Arteriosklerose. Zudem fördern auch Rauchen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus und familiäre Vorbelastungen die Entstehung solcher Ablagerungen. Wenn sich die Arteriosklerose im Laufe der Zeit verschlimmert und allmählich Verschlüsse entstehen, entwickeln die Herzkranzgefäße Umgehungskreisläufe, die sogenannten Kollateralen. Diese Umgehungswege gewährleisten weiterhin die Sauerstoffversorgung des betroffenen Herzbereichs, sind jedoch weniger effizient als der ursprüngliche Blutflussweg. Betroffene leiden demzufolge des Öfteren an einem Druck- und Engegefühl in der Brust und unter Atembeschwerden.
Die Wiedereröffnung chronisch verschlossener Herzkranzgefäße mittels eines Katheters zählt zu den anspruchsvollsten Prozeduren im Herzkatheterlabor. "Die Engstelle wird mit speziellen Drähten passiert, mit einem Ballon aufgedehnt und abschließend mit einem Stent versehen, sodass das Gefäß dauerhaft offen bleibt. Für die Betroffenen hat das den Vorteil, dass die Blutversorgung auf den ursprünglichen Wegen wieder hergestellt wird und der Patient bei körperlicher Aktivität keinen Brustschmerz mehr spürt und die Belastbarkeit und damit die Lebensqualität deutlich steigt”, erklärt Dr. Woitek.
Oberarzt Dr. med. Felix J. Woitek (von links) beginnt mit Hilfe seiner Kollegin Janette Richter eine Behandlung im Herzkatheterlabor des Herzzentrums Dresden Universitätsklinik.
Oberarzt Dr. med. Felix J. Woitek im Herzkatheterlabor des Herzzentrums Dresden Universitätsklinik.
Über das Herzzentrum Dresden Universitätsklinik
Das Herzzentrum Dresden Universitätsklinik, ein Krankenhaus der Sana Kliniken AG, ist ein Fachkrankenhaus der Maximalversorgung mit 220 Planbetten und ca. 800 Mitarbeitern. Insgesamt werden in den Kliniken für Herzchirurgie sowie Innere Medizin und Kardiologie jährlich rund 15.000 Patienten ambulant und ca. 10.000 Patienten stationär behandelt.
Über die Sana Kliniken AG
Die Sana Kliniken AG ist ein führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung für jährlich mehr als drei Millionen Patientinnen und Patienten erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Diese Leistungen werden bundesweit in 43 Krankenhäusern, 51 MVZ-Gesellschaften mit knapp 600 Arztsitzen sowie zusammen rund 60 Sanitätshäusern und Präventionspraxen erbracht. Darüber hinaus bietet Sana als B2B-Services auch Dienstleistungen und Beratung für externe Kliniken unter anderem in den Bereichen Einkauf, Logistik, Medizintechnik sowie Managementverträge an. 2023 erwirtschafteten die rund 38.600 Beschäftigten (Stand Dezember 2023) einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 Private Krankenversicherungen.