Medizin zum Anfassen: Mehr als 200 Gäste beim Erlebnisnachmittag am Sana Klinikum Hof
Da Vinci selbst ausprobieren, mit Mixed Reality neue Möglichkeiten der Medizin entdecken und hinter die Kulissen von Radiologie und Interventionszentrum blicken: Der Erlebnisnachmittag „Medizin, die Hoffnung macht“ begeisterte mehr als 200 Besucherinnen und Besucher.
Wie sieht moderne Medizin heute aus? Welche Technologien unterstützen Ärztinnen und Ärzte bei Diagnostik und Therapie? Und wie können innovative Verfahren dazu beitragen, Behandlungen präziser und schonender zu gestalten? Antworten auf diese Fragen gab es am Mittwochabend im Sana Klinikum Hof – allerdings nicht nur im Vortragssaal.
Beim Erlebnisnachmittag „Medizin, die Hoffnung macht“ waren die Besucherinnen und Besucher ausdrücklich eingeladen, selbst auszuprobieren, zu entdecken, Fragen zu stellen und Bereiche des Klinikums kennenzulernen, die ihnen normalerweise nicht offenstehen. Das Konzept traf auf großes Interesse: Mehr als 200 Gäste kamen ins Klinikum und sorgten für einen rundum erfolgreichen Nachmittag. „Wir wollten moderne Medizin nicht nur erklären, sondern erlebbar machen. Dass so viele Menschen diese Einladung angenommen haben, hat uns sehr gefreut“, sagt Dr. Abhishek Pandey, Chefarzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie, Onkologie und Palliativmedizin und Leiter des Onkologischen Zentrums am Sana Klinikum Hof.
Da Vinci, Mixed Reality und moderne Operationsverfahren selbst erleben
Eines der Highlights war die Da Vinci-Konsole des OP Robotersystems. Zahlreiche Gäste nahmen selbst Platz und probierten aus, wie sich das robotergestützte Operationssystem steuern lässt. Dabei konnten sie unmittelbar erleben, mit welcher Präzision die Bewegungen der Hände an der Konsole auf die Instrumente übertragen werden. Mit einem wesentlichen Vorteil – mögliches zittern bleibt vor der Konsole und wird eben nicht übertragen. Für neugierige Blicke sorgte auch die von Prof. Dr. Yogesh Kumar Vashist, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, eingebrachte Mixed-Reality-Brille. Sie demonstrierte anschaulich, wie digitale medizinische Bildinformationen direkt in das Sichtfeld des Operateurs eingeblendet werden können und welche Möglichkeiten sich dadurch für die moderne Medizin eröffnen. Auch die Frauenklinik unter Leitung von Chefärztin Dr. Annett Feist lud zum Mitmachen ein. Das Team demonstrierte verschiedene Verfahren zur Identifikation des Sentinel Nodes, des sogenannten Wächterlymphknotens. Dieser spielt insbesondere bei onkologischen Erkrankungen der Frau eine wichtige Rolle. Die Besucherinnen und Besucher konnten selbst ausprobieren, wie die unterschiedlichen Techniken funktionieren, und erfuhren, wie sie dazu beitragen können, operative Eingriffe gezielter und schonender durchzuführen.
Großer Andrang bei den Führungen
Besonders intensiv nutzten die Gäste die Gelegenheit, Klinikbereiche kennenzulernen, in die man sonst nicht in der Tiefe Einblick nehmen kann. Prof. Dr. Boris Radeleff, Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie, führte durch die neue Radiologie und gab Einblicke in moderne CT-, MRT- und Angiographietechnik. Dabei wurde noch einmal deutlich, welche Bedeutung hochpräzise Bildgebung heute für die Diagnostik und Behandlung zahlreicher Erkrankungen hat. Im Interventionszentrum ermöglichten Dr. Abhishek Pandey, Chefarzt der Urologie und Leiter des Onkologischen Zentrums, und Dr. Aleksandar Marinov interessante Einblicke in die Endoskopie, Bronchoskopie und Urologische Fachambulanz. Auch hier nutzten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich moderne Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten erklären zu lassen.
Krebsmedizin ist Teamarbeit
Neben innovativer Technik stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Zahlreiche Informationsstände zeigten, wie umfassend die Versorgung und Begleitung von Menschen mit einer Krebserkrankung am Sana Klinikum Hof aufgestellt ist. Vertreten waren unter anderem der ärztliche Dienst, die onkologische Fachpflege, die Onkolotsin, das Team der Psychoonkologie, die Ernährungsberatung, der Sozialdienst, die Physiotherapie, das Palliativteam, die Zentren- und Studienkoordination, die Krankenhausapotheke und Stomatherapie. Auch die Selbsthilfe war mit zahlreichen Angeboten vertreten. Mit dabei waren unter anderem die Bayerische Krebsgesellschaft e. V., der „Treffpunkt Oberfranken – Junge Erwachsene mit Krebs“, Selbsthilfeangebote für Menschen mit Prostatakrebs, Leukämie und Brustkrebs sowie der AdP Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V. und weitere Aktionspartner die über ihre Angebote informierten und für persönliche Gespräche zur Verfügung standen. So konnten die Gäste nicht nur die technischen Möglichkeiten moderner Krebsmedizin kennenlernen, sondern auch erfahren, welche Menschen und Berufsgruppen gemeinsam daran arbeiten, Patientinnen und Patienten während einer Krebserkrankung zu behandeln, zu begleiten und zu unterstützen.
Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten
Geschäftsführer Daniel Busch zeigte sich über den großen Zuspruch und das Engagement aller Beteiligten sehr erfreut: „Ich bedanke mich bei allen, die diesen Nachmittag möglich gemacht haben: bei den Kolleginnen und Kollegen, die Stationen vorbereitet, Führungen durchgeführt, Technik erklärt, Fragen beantwortet und Informationsstände betreut haben – genauso wie bei all denen, die organisiert, aufgebaut und im Hintergrund unterstützt haben. Ein herzliches Dankeschön geht außerdem an die Selbsthilfegruppen und Aktionspartner, die den Nachmittag mit ihrem Engagement bereichert haben.“ Auch den mehr als 200 Besucherinnen und Besuchern gilt ein herzlicher Dank für ihr großes Interesse und die vielen Gespräche.
Der Erlebnisnachmittag zeigte einmal mehr, wie moderne Medizin durch persönliche Begegnungen, verständliche Erklärungen und die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, für alle eine Bereicherung war und das Verständnis auch füreinander und miteinander einen neue Verbundenheit fand.