Medizinische und pflegerische Expertise aus Remscheid im humanitären Einsatz
Schwester Silke Scheider-Börsch engagiert sich seit 20 Jahren für Frühchen in Eritrea
Silke Scheider-Börsch vom Sana-Klinikum Remscheid engagiert sich seit 20 Jahren in Eritrea, um gemeinsam mit dem erfahrenen lokalen Team schwerkranke Neugeborene zu versorgen und nachhaltige Strukturen aufzubauen.
Seit rund 20 Jahren engagiert sich Silke Scheider-Börsch, Stationsleitung der Kinderintensivstation im Sana-Klinikum Remscheid, regelmäßig in der medizinischen Versorgung von Neugeborenen und Frühgeborenen in Eritrea. Auch in diesem Jahr war sie gemeinsam mit Dr. Ansgar Thimm, Chefarzt der Kinderklinik, und Jolina Schulz, Kinderintensivpflegefachkraft, Teil eines humanitären Einsatzes in der Neonatologie „Ward A“ in Asmara.
Unter teils extremen Bedingungen versorgte das Team bis zu 35 schwerkranke Neugeborene gleichzeitig. Neben der akuten medizinischen und pflegerischen Betreuung lag der Schwerpunkt erneut auf dem nachhaltigen Aufbau von Wissen und Strukturen. In kurzen, praxisnahen Trainingseinheiten wurden Pflegefachpersonen, Ärztinnen und Ärzte sowie Mütter unter anderem zu Infektionsprävention, Beatmung, Ernährung von Frühgeborenen und Wundversorgung geschult. Gemeinsam mit der lokalen Stationsleitung wurden neue Ernährungsrichtlinien erarbeitet und unmittelbar in die tägliche Versorgung integriert.
Erfahrung und Engagement vor Ort
Die Situation vor Ort ist geprägt von großem Personalmangel und fehlenden formalen Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege. Umso wichtiger ist die enge Zusammenarbeit mit dem erfahrenen eritreischen Team, das seit vielen Jahren auf Ward A arbeitet und bereits beeindruckende Kompetenz aufgebaut hat. Ihre Erfahrung und ihr Engagement bilden die Grundlage für erfolgreiche Trainings und die gezielte Einbindung der Mütter in die Versorgung ihrer Kinder. Ziel der Einsätze ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und die medizinische Versorgung nachhaltig zu stärken – und dabei die fortschrittliche Arbeit vor Ort sichtbar zu machen.
„Jedes gerettete Kind ist ein weiterer Ansporn, diese Arbeit fortzusetzen. Es ist zu meiner Herzensangelegenheit geworden“, sagt Scheider-Börsch. Ihre Einsätze erfolgen häufig während ihres Jahresurlaubs und werden durch Sonderurlaub ihres Arbeitgebers unterstützt. Die Reisekosten übernimmt die Hilfsorganisation ARCHEMED – Medizinische Hilfe für Kinder in Not e.V., die ihre Projekte ausschließlich aus Spenden finanziert.
Für Scheider-Börsch sind es vor allem die menschlichen Begegnungen, die den Einsatz prägen: die sichtbaren Fortschritte bei den Kindern, die Dankbarkeit der Familien und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Der Abschied nach mehreren Wochen fällt daher jedes Mal schwer – ebenso wie die Gewissheit, dass die Hilfe weiterhin dringend benötigt wird.
Das Sana-Klinikum Remscheid unterstützt das langjährige internationale Engagement seiner Mitarbeitenden ausdrücklich. Der Einsatz steht beispielhaft für das Selbstverständnis des Klinikums, medizinische und pflegerische Kompetenz verantwortungsvoll einzubringen – auch über Ländergrenzen hinweg.
Silke Scheider-Börsch, Stationsleitung Kinderintensivstation am Sana-Klinikum Remscheid, bei der Versorgung schwerkranker Neugeborener auf Ward A in Asmara
Über das Sana-Klinikum Remscheid GmbH
Die Sana-Klinikum Remscheid GmbH ist mit 506 Planbetten eines der größten Häuser unter den Kliniken der Sana Kliniken AG – einer der großen privaten Krankenhausträger Deutschlands. Für die Bürger in Remscheid und der gesamten Region ist das Sana Klinikum Remscheid erste Anlaufstelle für akute und chronische Erkrankungen. Fachübergreifend gewährleisten 14 Abteilungen und acht interdisziplinäre Zentren eine exzellente medizinische Behandlung. Das breite und spezialisierte Spektrum an qualifizierten Leistungen bietet Patienten eine qualitativ hochwertige, umfassende Generationenmedizin von Schwangerschaft und Geburt über Kinder- und Jugendmedizin bis hin zur Medizin des erwachsenen und auch älteren Menschen – und das alles unter einem Dach. Mehr als 1.000 Mitarbeiter arbeiten an zwei Standorten (Klinikum in der Burger Straße Remscheid und Tagesklinik und Psychiatrische Institutsambulanz Wuppertal) Hand in Hand für die Gesundheit und das Wohl der jährlich etwa 24.000 stationären und 45.000 ambulanten Patienten.