Mit dem Smartphone auf Quiz-Tour
Klinikum Dahme-Spreewald etabliert QR-Code-Schnitzeljagd für Auszubildende
- Interaktives Lernen: Klinikum Dahme-Spreewald setzt auf Verknüpfung von Theorie und Praxis mit digitalen Medien
- Entdeckungstour für Pflegeschüler: QR-Code-Schnitzeljagd auf der Pädiatrie wird zum Erfolgsmodell
- Anspruchsvolle Ausbildung: Praxisanleitende und Gesundheitsakademie setzen auf intensive Begleitung und praxisnahes Lernen bei Pflegefach-Ausbildung
Das Klinikum Dahme-Spreewald geht neue Wege in der Ausbildung von Pflegekräften: Auf einer QR-Code-Schnitzeljagd können Lernende das Krankenhaus erkunden und ihr Wissen testen. Das digitale Quiz, das Theorie und Praxis verknüpft, kommt beim Pflegenachwuchs gut an.
Lernen wird zur Entdeckungstour
Lernen wird zunehmend digitaler. Auch im Klinikalltag. Das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen geht genau deshalb neue Wege bei der Ausbildung von Pflegefachkräften und Pflegehelfenden. „In der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin können die Schüler auf die Suche nach QR-Codes gehen und dabei nicht nur ihr Wissen testen, sondern auch gleich die Station besser kennenlernen“, erklärt Praxisanleiterin Anke Ullmann. Die QR-Code-Schnitzeljagd wurde von einer ehemaligen Kollegin für die Pädiatrie entwickelt und inzwischen über mehrere Monate erprobt. „Das Projekt kommt so gut an, dass es auf weitere Abteilungen ausgeweitet werden soll“, sagt Anke Ullmann.
Gemeinsam testen Anke Ullmann und ein Auszubildender die QR-Code-Stationen, die auf der Pädiatrie verschiedene Lerninhalte direkt mit dem Klinikalltag verknüpfen.
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QR-Codes verbinden Theorie und Praxis
Die farbigen QR-Codes sind viel mehr als ein Quiz: Sie sind Türöffner, bauen Hemmschwellen ab und helfen den Auszubildenden dabei, sich an den ersten Tagen schneller auf der neuen Station zurechtzufinden. Insgesamt 15 Codes sind in der Pädiatrie in Königs Wusterhausen versteckt. Einer klebt am Medikamentenschrank, ein anderer ist im Spielzimmer verborgen, ein dritter im Zimmer für die Neugeborenen. Stück für Stück können die Nachwuchskräfte auf der Suche nach dem nächsten Aufkleber die Kinderstation entdecken und dabei Fragen beantworten: Welche Komplikationen können bei einem Schädel-Hirn-Trauma auftreten? Wie viel Ibuprofen darf ein zweijähriger Patient bekommen? Bei dem Quiz geht es nicht nur um pures theoretisches Wissen, sondern auch um die praktische Anwendung.
Spielerisch ankommen, sicherer werden
„Die Auszubildenden bekommen über die digitale Plattform eine direkte Rückmeldung, ob ihre Antwort richtig oder falsch ist. Nach der Schnitzeljagd werten wir Praxisanleitende einzelne Fragen noch einmal gemeinsam mit dem Schüler aus und können eventuelle Wissenslücken schließen“, weiß Anke Ullmann die Lernvorteile zu schätzen und fügt hinzu: „Die Schüler finden die digitale Schnitzeljagd toll. Jugendliche verbringen heute nun mal sehr viel Zeit mit digitalen Medien – diese interaktive Form des Lernens verknüpft ein digitales Quiz mit realem Klinikalltag.“
Die digitalen Lernstationen bieten den Auszubildenden die Möglichkeit, ihr Wissen selbstständig zu erweitern und dabei praktische Situationen aus dem Pflegealltag kennenzulernen.
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Moderne Ausbildung für die Pflege von morgen
Die QR-Code-Schnitzeljagd ist nur ein Baustein der intensiven Ausbildung von Pflegefachfrauen und -männern sowie Krankenpflegehelferinnen und -helfer im Klinikum Dahme-Spreewald mit den beiden Standorten Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen und Spreewaldklinik Lübben. In der Gesundheitsakademie Heinz Sielmann starten allein in diesem Jahr rund 110 neue Azubis in die Welt der Pflege. „Die Digitalisierung eröffnet uns auch in der praktischen Ausbildung neue Möglichkeiten, Lernen abwechslungsreich, praxisnah und nachhaltig zu gestalten. Die QR-Code-Schnitzeljagd verbindet theoretisches Wissen unmittelbar mit dem klinischen Alltag und motiviert unsere Auszubildenden, sich aktiv mit ihrer neuen Einsatzstation auseinanderzusetzen“, sagt KDS-Pflegedirektorin Vivien Jendreyeck und ermutigt den Pflegenachwuchs dazu, digitale Angebote wie qualitativ hochwertige Pflege-Podcasts oder Pflege-Influencer auch über die Ausbildung hinaus zu nutzen, weil diese dabei unterstützen können, aktuelle pflegefachliche und berufspolitische Themen aufzugreifen und den Blick über den eigenen Arbeitsbereich hinaus zu erweitern. „Wer sich früh mit den Entwicklungen unseres Berufs auseinandersetzt, stärkt nicht nur seine fachliche Kompetenz, sondern gestaltet die Zukunft der Pflege aktiv mit“, so die Pflegedirektorin.
Über das Klinikum Dahme-Spreewald
Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.