Mitten im Klinikalltag statt nur dabei
Begeisterung beim Girls’ & Boys’ Day im Sana Klinikum Hof
Einblicke, die bleiben
Ein Krankenhaus ist weit mehr als Ärzte und Pflege – das konnten die Schülerinnen und Schüler beim diesjährigen Girls’ & Boys’ Day im Sana Klinikum Hof eindrucksvoll erleben. Einen ganzen Tag lang durften sie hinter die Kulissen blicken, selbst ausprobieren, Fragen stellen und entdecken, wie vielfältig die Arbeit im Krankenhaus wirklich ist.
Persönlicher Auftakt mit Perspektivwechsel
Der Einstieg in den Tag war bewusst persönlich gestaltet: In einer gemeinsamen Vorstellungsrunde wählten alle Teilnehmenden ein Bild aus, das sie ansprach – und erklärten, warum. Schnell entstanden Gespräche darüber, welche Verbindung diese Bilder zum Krankenhaus haben könnten. Ein kreativer Auftakt, der nicht nur das Eis brach, sondern auch zeigte, wie unterschiedlich die Perspektiven auf das Thema Gesundheit sein können.
Vielfalt der Ausbildungsberufe entdecken
Im Anschluss stellten Nicole Schwarz, Bereichsleiterin Pflege und Kerstin Benker, Leitung des Zentralen Belegungsmanagements die verschiedenen Ausbildungsberufe im Klinikum vor. Unterstützt durch anschauliche Videos wurde deutlich, wie viele Möglichkeiten es gibt – für viele eine echte Überraschung. Danach ging es in Gruppen weiter – und direkt hinein in die Praxis.
Medizin hautnah: Interventionszentrum erleben
Ein besonderes Highlight war der Besuch im Interventionszentrum: Marc Stürmer, Leiter des Interventionszentrums zeigte den Aufwachraum und ermöglichte den Jugendlichen, selbst eine Bronchoskopie auszuprobieren. Schnell wurde klar, wie viel Fingerspitzengefühl und Übung dafür notwendig sind – und wie anspruchsvoll diese Arbeit ist.
Klinikabläufe im Überblick
Auch bei den Rundgängen durch das Haus gab es viel zu entdecken: Vom Entlassmanagement über die Notaufnahme bis hin zum Aufnahme- und Belegungsmanagement erhielten die Jugendlichen Einblicke in zentrale Abläufe, die den Klinikalltag strukturieren.
Ein Blick hinter die Kulissen: Technik, die alles möglich macht
Einen Blick hinter die „unsichtbaren“ Abläufe bot Michaela Rother, Kaufmännisch-Technische Assistentin der Haus- und Betriebstechnik Hof (TGmed ). Sie führte die Gruppen unter anderem auf das Dach – inklusive beeindruckender Aussicht über Hof –, in den Aufzugsmaschinenraum, in die Werkstatt sowie in Heizkeller und Lüftungsanlagen. Besonders spannend: Die Jugendlichen durften selbst ein Türschloss ausbauen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig die Haustechnik als „Zahnrad im Hintergrund“ ist. Rund 14 Mitarbeitende betreuen etwa 250 Technikräume und sorgen dafür, dass alles funktioniert – von der Energieversorgung über die Aufzüge bis hin zur Sauerstoff- und Gasversorgung.
Faszination Medizin und Technik
Auch die medizinischen Fachbereiche hinterließen bleibenden Eindruck: Im OP und in der Zentralsterilisation staunten die Jugendlichen über die großen Anlagen, die Vielzahl an Instrumenten und die hohe Verantwortung. Für viele Lacher sorgte die Dienstkleidung – insbesondere die Hauben. In der Apotheke wurde unter anderem gezeigt, wie Prüfverfahren bei der Medikamentenherstellung ablaufen. Hier wurde deutlich, wie viele naturwissenschaftliche Disziplinen – von Chemie über Biologie bis hin zur Physik – in diesem Bereich zusammenwirken.
Werte, die verbinden
Am Nachmittag stand die persönliche Auseinandersetzung im Fokus: Im Workshop zu „Werten & Normen“ schrieb jede und jeder drei eigene Werte auf und ordnete sie anschließend an einer Pinnwand zu. Auffällig: Besonders häufig wurde „Spaß“ genannt – mit der Begründung, dass er den Alltag leichter und positiver macht.
Pflege zum Ausprobieren
Im anschließenden Pflegeworkshop wurde es erneut praktisch: Die Jugendlichen übten, wie man Patientinnen und Patienten aus dem Bett in einen Stuhl mobilisiert, maßen Blutdruck und hörten mit dem Stethoskop ihren eigenen Puls. Für viel Freude – aber auch Aha-Momente – sorgte das gegenseitige Zähneputzen, das zeigte, wie viel Vertrauen Pflege erfordert. Auch Blutentnahme, Verbände und der Umgang mit medizinischem Material konnten ausprobiert werden – einige trugen ihre selbst angelegten Verbände noch bis zum Schluss.
Begeistertes Feedback und klare Wünsche
Das Fazit der Teilnehmenden fiel durchweg positiv aus: Besonders die Mischung aus Theorie und Praxis sowie der lockere, abwechslungsreiche Ablauf kamen sehr gut an. Viele äußerten den Wunsch, noch mehr selbst ausprobieren zu dürfen. Und auch beim Catering gab es klare Verbesserungsvorschläge – „Pizza war super – aber noch mehr Schokolade bitte“.
Ein Tag mit Wirkung
Daniel Busch, Geschäftsführer des Sana Klinikums Hof ist erfreut über das große Interesse der Schüler. „Der Girls’ & Boys’ Day im Sana Klinikum Hof hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig, spannend und sinnstiftend die Arbeit im Gesundheitswesen ist. Vor allem aber hat er eines erreicht: junge Menschen zu begeistern, Horizonte zu erweitern – und vielleicht sogar den Grundstein für eine berufliche Zukunft im Klinikum zu legen. Darüber würden wir uns natürlich sehr freuen.“ Ein ganz besonderer Dank geht an all unsere Mitarbeitenden, die diesen Tag vorbereitet und vor allem so eindrucksvoll umgesetzt haben. Ohne ihr herzerfrischendes Engagement wären solche wertvollen Projekte unmöglich. DANKE!!