Moderne Therapie des Leistenbruchs: Dr. Dietmar Huss informiert über Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten
Leistenbrüche gehören zu den häufigsten chirurgisch behandelten Erkrankungen. Welche Beschwerden auf einen Leistenbruch hindeuten können, wann eine Behandlung erforderlich ist und welche modernen Verfahren heute zur Verfügung stehen, erläutert Dr. Dietmar Huss am Donnerstag, den 15. Oktober 2026, um 18.00 Uhr im Casino des Gesundheitszentrums Bad Saulgau. Der Facharzt der chirurgischen Sana MVZ-Praxis informiert im Rahmen des kostenfreien Vortrags zum Thema „Moderne Therapie des Leistenbruchs“ und steht im Anschluss für Fragen und den persönlichen Austausch zur Verfügung.
Die chirurgische Sana MVZ-Praxis im Gesundheitszentrum Bad Saulgau ergänzt seit Januar 2026 das ambulante fachärztliche Versorgungsangebot in der Region. Das Behandlungsspektrum umfasst die Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie die Unfallchirurgie und Orthopädie. Einen Schwerpunkt bildet unter anderem die Hernienchirurgie mit ambulanten operativen Eingriffen. Für Diagnostik und Behandlung stehen moderne diagnostische und therapeutische Verfahren sowie ein ambulantes OP-Zentrum direkt am Standort zur Verfügung. Damit können zahlreiche Erkrankungen wohnortnah abgeklärt und behandelt werden. Seit August verstärkt Dr. Dietmar Huss das Praxisteam. Der Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie war viele Jahre in leitender Funktion am früheren Krankenhaus Bad Saulgau tätig und verfügt über umfassende chirurgische Erfahrung. Als zertifizierter Operateur für minimalinvasive Chirurgie bringt er besondere Expertise in modernen Operationsverfahren mit, die auch bei der Behandlung von Leistenbrüchen eine wichtige Rolle spielen.
Leistenbruch: Häufig, aber nicht immer harmlos
Leistenbrüche zählen zu den häufigsten Formen von Bauchwandbrüchen. Dabei wölben sich durch eine Schwachstelle beziehungsweise Lücke in der Bauchwand beispielsweise Bauchfell, Fettgewebe oder Darmanteile in den Bereich des Leistenkanals vor. Eine solche Schwachstelle kann bereits angelegt sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln. Typische Anzeichen können eine sicht- oder tastbare Vorwölbung in der Leistengegend sowie ziehende oder brennende, häufig bei körperlicher Belastung auftretende Beschwerden sein. Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen: Nach Angaben des Bundesgesundheitsportals erleiden rund 25 Prozent der Männer und etwa zwei Prozent der Frauen im Laufe ihres Lebens eine Leistenhernie. In den meisten Fällen ist ein Leistenbruch nicht unmittelbar gefährlich. Kommt es jedoch zu einer Einklemmung von Darmanteilen, können schwerwiegende Komplikationen wie ein Darmverschluss oder eine beeinträchtigte Blutversorgung des eingeklemmten Gewebes entstehen.
Ob und wann ein Leistenbruch operiert werden sollte, hängt unter anderem von Art und Ausprägung des Bruchs, den Beschwerden sowie individuellen Faktoren des Patienten ab. Bei Männern mit einem beschwerdearmen Leistenbruch kann in bestimmten Fällen auch ein kontrolliertes Abwarten infrage kommen; bei Frauen wird aufgrund des höheren Risikos eines möglicherweise vorliegenden Schenkelbruchs häufiger zu einer operativen Versorgung geraten. Für die operative Behandlung stehen heute unterschiedliche offene und minimalinvasive Verfahren zur Verfügung. Bei laparoskopischen Verfahren erfolgt der Eingriff über kleine Zugänge. Dabei wird der Bruch von innen versorgt und die Schwachstelle in der Bauchwand in der Regel mit einem medizinischen Netz stabilisiert. Zu den etablierten minimalinvasiven Verfahren zählen unter anderem TAPP und TEP. „Nicht jeder Leistenbruch ist gleich und nicht für jeden Patienten ist dasselbe Vorgehen sinnvoll“, erklärt Dr. Huss. „Wenn eine Operation erforderlich ist, stehen uns heute verschiedene bewährte Verfahren zur Verfügung. Gerade die minimalinvasive Chirurgie ermöglicht eine schonende Versorgung über kleine Zugänge. Welche Methode im Einzelfall die richtige ist, entscheiden wir individuell und gemeinsam mit dem Patienten.“
Moderne Behandlungsmöglichkeiten im Fokus
In seinem Vortrag gibt Dr. Huss einen verständlichen Überblick über die Entstehung und typische Symptome eines Leistenbruchs sowie über die Möglichkeiten der Diagnostik. Im Mittelpunkt stehen anschließend die modernen Behandlungsverfahren: Welche unterschiedlichen Operationstechniken gibt es? Wann kommt eine offene, wann eine minimalinvasive Versorgung infrage? Welche Rolle spielen medizinische Netze und was ist bei der Wahl des geeigneten Verfahrens zu berücksichtigen? Darüber hinaus erläutert der erfahrene Chirurg anhand anschaulicher Beispiele, wie die Eingriffe durchgeführt werden und was Patienten vor und nach einer Operation beachten sollten. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit für individuelle Fragen und den persönlichen Austausch mit dem Referenten.
Veranstaltungsdetails
Wann: Donnerstag, 15. Oktober 2026 | 18.00 Uhr
Wo: Casino im Gesundheitszentrum Bad Saulgau | Gänsbühl 1 | Bad Saulgau
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen zur chirurgischen Sana MVZ-Praxis in Bad Saulgau sind online unter www.sana.de/bc-mvz erhältlich.
Dr. Dietmar Huss informiert am 15. Oktober in Bad Saulgau zum Thema „Moderne Therapie des Leistenbruchs.
Über das Sana Klinikum Landkreis Biberach
Das Sana Klinikum Landkreis Biberach ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm und behandelt jährlich rund 18.500 stationäre Patientinnen und Patienten. Dazu kommen circa 45.900 ambulante Konsultationen. Das Zentralklinikum steht für eine qualifizierte medizinische Behandlung in zertifizierten Zentren und Abteilungen, verfügt über elf Fachabteilungen sowie 370 Betten und beschäftigt rund 1.200 Mitarbeitende. Als #1 Partner für Gesundheit sowie attraktiver Arbeitgeber in der Region übernimmt das Klinikum Verantwortung – für eine verlässliche, sektorenübergreifende Versorgung im ländlichen Raum. Träger ist zu 74,9 Prozent die Sana Kliniken AG und zu 25,1 Prozent der Landkreis Biberach.