Experten atmen auf: Frühere Darmkrebs-Vorsorge
- Darmkrebsmonat März rückt Vorsorge in den Fokus
- Experten der Klinik für Gastroenterologie in Lauchhammer raten dazu, Angebote zur Früherkennung zu nutzen
- Tipps zur Förderung der Darmgesundheit
Im Darmkrebsmonat März rückt das größte Organ unseres Verdauungstrakts in den Fokus. Nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterzahlen wird diese Erkrankung jedes Jahr bei mehr als 50.000 Menschen in Deutschland diagnostiziert. Die erfahrenen Gastroenterologen der Sana Kliniken Niederlausitz raten zu frühzeitiger Vorsorge und geben Tipps für einen gesunden Darm.
„Glücklicherweise sinkt die Zahl der Neuerkrankungen an Darmkrebs in Deutschland seit mehreren Jahren. Aber die Patienten werden immer jünger“, sagt Beate Birkholz, Oberärztin der Klinik für Gastroenterologie der Sana Kliniken Niederlausitz am Krankenhaus-Standort Lauchhammer. Gerade bei Darmkrebs spielt jedoch die Früherkennung eine entscheidende Rolle. „Je zeitiger Auffälligkeiten im Darm erkannt werden, desto größer sind die Chancen auf Heilung“, betont die erfahrene Fachärztin für Innere Medizin aus Erfahrung.
Gleiches Vorsorgeangebot für Männer und Frauen
Um schweren Krankheitsverläufen möglichst vorzubeugen, raten die Experten der Klinik für Gastroenterologie zur regelmäßigen Vorsorge. Seit Januar dieses Jahres regelt die neue Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) einen erleichterten und einheitlichen Zugang zur Darmkrebsvorsorge. Männer und Frauen ab 50 Jahren erhalten demnach das gleiche Vorsorgeangebot und haben zweimal im Abstand von 10 Jahren einen Anspruch auf eine Vorsorge-Darmspiegelung.
Klarheit durch Darmspiegelung
Bei einer solchen Untersuchung, die im Durchschnitt nur 25 Minuten dauert, nehmen ein erfahrener Gastroenterologe und eine Endoskopie-Assistenz die Schleimhäute im Darm gründlich unter die Lupe. „Bösartige Tumore im Darm entwickeln sich meist über mehrere Jahre. Auffälligkeiten wie Zellveränderungen oder Polypen lassen sich durch eine Koloskopie frühzeitig erkennen und können in der Regel gut behandelt werden“, erklärt Beate Birkholz. Die Klinik für Gastroenterologie in Lauchhammer bietet Patienten auch kurzfristig diagnostische Hilfe mit umfassender Beratung, endoskopischen Untersuchungen und weiteren Verfahren wie Bauchultraschall.
Darmgesundheit fördern
Der Darm ist mit bis zu acht Metern Länge das größte Organ des menschlichen Verdauungstraktes und erbringt täglich Höchstleistungen. Seine wichtigste Aufgabe: Nahrung verdauen und dadurch wertvolle Nährstoffe zu liefern sowie Nahrungsreste auszuscheiden. Außerdem hat der Darm auch Auswirkungen auf das Immunsystem.
Wer seinem Darm etwas Gutes tun möchte, sollte sich regelmäßig bewegen. Denn genau das sorgt dafür, dass der Darm aktiv bleibt und trägt gleichzeitig dazu bei, ungesundes Übergewicht zu vermeiden. Auch ballaststoffreiche Kost, reichlich Gemüse und Obst sowie wenig rotes Fleisch empfehlen die Experten aus Lauchhammer. „Ideal sind ursprüngliche Zutaten und Lebensmittel, die möglichst wenig industriell verarbeitet sind, sowie Erzeugnisse aus heimischem Anbau“, empfiehlt die Fachärztin. Zudem sollten täglich mindestens 1,5 Liter Wasser oder ungesüßte Tees getrunken werden.
Zum Darmkrebsmonat März
Die bundesweite Aufmerksamkeits-Kampagne „Darmkrebsmonat März“ findet seit dem Jahr 2002 statt. Die gemeinsame Initiative von der Felix Burda Stiftung, der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Stiftung LebensBlicke und der Gastro-Liga wird in ganz Deutschland von verschiedenen Akteuren unterstützt.