Dahme-Spreewald,
12
August
2024
|
09:07
Europe/Amsterdam

Neue Hüfte mit 100

Hauptoperateuren des Endoprothetikzentrum Lübben gelingt besonderer Eingriff

Zusammenfassung
  • Endoprothetik-Zentrum der Spreewaldklinik Lübben implantiert erstmals Hüftgelenkersatz bei 100-jähriger Patientin
  • Hauptoperateure sehr zufrieden mit Operation und Heilungsverlauf
  • Lübbenerin freut sich auf schmerzfreies Gehen und mehr Mobilität

Lebensqualität kennt keine Altersbeschränkung: Im Endoprothetik-Zentrum der Spreewaldklinik Lübben hat vor kurzem eine 100-jährige Lübbenerin ein künstliches Hüftgelenk erhalten. Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte sind sehr zufrieden mit dem Behandlungsverlauf. Die Patientin hat schon die ersten Schritte gemeistert und freut sich darauf, bald wieder schmerzfrei gehen zu können.

„Langsam ist nicht mein Ding“, sagt Margot Seifert und macht sich energisch mit ihrem Rollator auf den Weg durchs Patientenzimmer auf Station 4a der Spreewaldklinik Lübben. Vor wenigen Tagen hat sie hier im Endoprothetik-Zentrum ein neues Hüftgelenk bekommen. „Vor der Operation ging ohne Schmerzen gar nichts mehr. Jetzt geht`s mir wirklich gut. Ich fühle mich gut“, sagt Margot Seifert.

Multiprofessionelles Experten-Team begleitet OP

Ärzte, Pflegekräfte und Physiotherapeuten kümmern sich liebevoll um die hochbetagte Lübbenerin und freuen sich mit ihr über die Fortschritte. „Die Operation verlief sehr gut“, erklärt Hauptoperateur Dr. Mohammed Alhaloush, der bei dem Eingriff unter der Leitung von Dr. Andreas Grundbichler, Koordinator und Hauptoperateur des Endoprothetik-Zentrums sowie zertifizierter Master-Endoprothetiker der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE), ebenso zu dem Experten-Team gehörte wie der erfahrene Anästhesist Oberarzt Thomas Kurz. „Wir haben die Patientin sehr gut auf die Operation vorbereitet und ihr hohes Alter berücksichtigt“, erklärt Dr. Mohammed Alhaloush. So hoch betagte Patienten sind eher die Ausnahme: Rund zwei Drittel der Patienten, die im Endoprothetik-Zentrum der Spreewaldklinik ein neues Hüft- oder Kniegelenk erhalten, befinden sich im Alter zwischen 60 und 80 Jahren, knapp 25 Prozent sind älter als 80 Jahre, davon nur rund fünf Prozent über 90. Ziel ist, dass die Patienten mit der Operation neue Lebensqualität gewinnen, weil alle konservativen Behandlungsoptionen ausgeschöpft sind. Das multiprofessionelle Spezialisten-Team entschied sich für die Durchführung des Eingriffs bei der 100-Jährigen, „weil die Patientin ein biologisches Alter von 80 Jahren hat und mehrere positive Ko-Faktoren mitbringt: Sie hat ein sehr gutes Gedächtnis und keinerlei erhebliche Nebenerkrankungen.“

 

Endoprothetikzentrum Lübben

 

Margot Seifert freut sich darauf, bald wieder schmerzfrei gehen zu können.  Dr. Mohammed Alhaloush gehört zu dem Team aus Ärzte, Pflegekräften und Physiotherapeuten, die sich im Endoprothetik-Zentrum der Spreewaldklinik Lübben um die Patientin gekümmert haben. Download und Copyright

Schnelle Mobilisierung und rasche Genesung

Schon einen Tag nach der Operation hat Margot Seifert die ersten Schritte durchs Zimmer gewagt – in Begleitung ihres Rollators und einer Physiotherapeutin. Schnelle Mobilisierung nach einer Gelenksimplantation gehört zum Fast-Track-Programm, das im Lübbener Endoprothetik-Zentrum etabliert ist. Dieses Programm begleitet die Patienten intensiv auf ihrem gesamten Behandlungsweg. Sie werden unter anderem intensiv geschult, erhalten eine moderne Schmerztherapie und umfassende physiotherapeutische Begleitung sowie eine möglichst zeitnahe Anschlussbehandlung zur Rehabilitation. Das umfangreiche Programm fördert die schnellere Genesung. Auch Margot Seifert profitiert davon. Sie freut sich auf ihre Rehabilitationsmaßnahme in Luckau und hofft, dass sie dann bald wieder zurück in ihre Wohnung kann. Die Lübbenerin lebt allein und wird von ihrem Sohn unterstützt. „Ich konnte die Treppen nicht mehr allein heruntergehen und auch in der Wohnung war es schwer. Mit der neuen Hüfte wird das hoffentlich wieder“, ist Margot Seifert optimistisch. Die Lübbenerin war ihr Leben lang aktiv – hat früher in der Landwirtschaft und Gastwirtschaft gearbeitet und liebend gern Handarbeiten gemacht. „Das machen meine Hände leider nicht mehr mit. Dafür mache ich jetzt Kreuzworträtsel in der Zeitung“, erklärt die Seniorin.

Das Team der Station 4a freut sich mit der ganz besonderen Patientin. „Wenn alles weiter so gut verläuft, dann kann Frau Seifert das Weihnachtsfest mit ihrer Familie mit deutlich weniger Einschränkungen als noch 2023 genießen“, ist Dr. Mohammed Alhaloush zuversichtlich.

Über das Klinikum Dahme-Spreewald 

Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versordnungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.

Über die Sana Kliniken AG

Die Sana Kliniken AG ist führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Neben B2B-Services in Einkauf und Logistik bietet Sana Beratung, Implementierung und Instandhaltung in den Bereichen Medizintechnik und Medizinprodukte sowie Managementleistungen für externe Kliniken an. 2022 erwirtschafteten die rund 34.500 Beschäftigten einen Umsatz von drei Milliarden Euro. Zur Sana Kliniken AG zählen mehr als 120 Gesundheitseinrichtungen, darunter Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 44 Krankenhäuser, in denen jährlich rund zwei Millionen Patientinnen und Patienten behandelt werden, sowie mehr als 50 Sanitätshäuser. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 private Krankenversicherungen. Sitz der Unternehmenszentrale ist Ismaning bei München.