Rummelsberg,
18
Oktober
2024
|
09:49
Europe/Amsterdam

Nürnberger Land schockt: Krankenhaus Rummelsberg unterstützt Initiative

Gemeinsames Ziel: die Situation nach einem plötzlichen Herzstillstand verbessern

Zusammenfassung

Das Krankenhaus Rummelsberg unterstützt als Gründungsmitglied die Initiative „Nürnberger Land schockt“. Durch ein App-gestütztes Ersthelferaktivierungssystem werden vorqualifizierte und geschulte Personen bei den Schlagworten „Reanimationspflichtige Person“, „-Kind“ oder „-Säugling“ im direkten Umkreis des Einsatzortes über die Leitstelle alarmiert – und können so oft schneller als der Rettungsdienst mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Damit die Initiative ein Erfolg wird, mobilisieren die Verantwortlichen am Krankenhaus Rummelsberg die eigene Belegschaft!

Wir mussten keine Sekunde überlegen, ob wir bei diesem Projekt mit dabei sind", erklärt Geschäftsführer Frank Stauch. "Wir haben an der Klinik über 850 potentielle Lebensretter, die zum größten Teil bereits über die entsprechende Qualifizierung verfügen. Gemeinsam setzen wir uns für das Hauptziel der Kampagne ein, nämlich die Verbesserung des Überlebens nach plötzlichem Herzstillstand im Nürnberger Land. Es würde mich daher sehr freuen, wenn sich möglichst viele Mitarbeitende unserer Klinik registrieren und Teil der Initiative werden“, so Stauch, der auch sagt: „Wir werden auch unsere Geschäftspartner bitten, ihren Teil dazu beizutragen, dass ein flächendeckendes Netzwerk an öffentlich zugänglichen AED-Geräten im Nürnberger Land entsteht und stetig ausgebaut wird." Darüber hinaus soll ein Systems zur Ersthelferaktivierung gemäß den Leitlinienempfehlungen des Europäischen Rates für Wiederbelebung initiiert, die Bevölkerung hinsichtlich des Themas "Plötzlicher Herztod" sensibilisiert und niederschwellige Trainingsprogramme in Wiederbelebung in der Bevölkerung verankert werden.

Wie man als Einzelner die Initiative unterstützen kann

Wer sich als Lebensretter registrieren möchte, sollte sich zuerst die App "Lebensretter 3.0" herunterladen und den Leitstellenbereich Nürnberg auswählen. Als nächstes kann man Nachweise zur Vorqualifikation hochladen, Fortbildungen besuchen oder eine Online-Schulung (Inhalte: Spezifische Einweisung auf das System „Region der Lebensretter“, konkrete Umsetzung im Bereich der ILS Nürnberg, Rechte, Versicherung und Verhalten am Einsatzort und die Einweisung in die im Projekt verwendeten AED-Geräte) besuchen. Anschließend ist man freigeschaltet in der App. Im Ernstfall werden die qualifizierten Ersthelfer in unmittelbarer Nähe zum Unfallort benachrichtigt. Sollte die Unterstützung als Ersthelfender nicht möglich sein, kann die Einsatzbereitschaft in der App entsprechend eingestellt oder Alarmierungen abgelehnt werden. Die Ersthelfenden handeln im Rahmen des Projekts und sind auch darüber versichert.

Wer ist alles mit dabei?

Zusammen mit der GesundheitsregionPlus Nürnberger Land in Person von Katharina Eichenmüller, Landrat Armin Kroder, Marc Gistrichovsky von der ILS konnte Anfang Oktober  der Startschuss erfolgen. Beim Pressetermin im Landratsamt waren Vertreter der Hilfsorganisationen vor Ort, allen voran das Bayerische Rote Kreuz (Kreisverband Nürnberger Land), der ASB RV Jura, der ASB Nürnberger Land, der Kreisfeuerwehrverband, das Krankenhaus Rummelsberg und die Krankenhäuser aus dem Nürnberger Land. 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter nuernbergerland-schockt.de. Die nächsten Online-Schulungen finden am 23. Oktober, 14. November und 5. Dezember 2024 jeweils um 17 Uhr statt. Die Anmeldung erfolgt über die Website der Initiative.

Nuernberger Land schockt

Eine starke Allianz, um die Situation nach einem plötzlichen Herzstillstand im Nürnberger Land zu verbessern: die Gründungsmitglieder der Initiative „Nürnberger Land schockt“ um Landrat Armin Kroder (mit gelber Weste).

Download und Copyright

Über das Krankenhaus Rummelsberg

Das Krankenhaus Rummelsberg, in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG, verfügt über 360 Betten und ist südöstlich von Nürnberg gelegen. Das Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg ist in den Fachbereichen Orthopädie und Unfallchirurgie (210 Betten), Neurologie (60 Betten), Innere Medizin (30 Betten) und Geriatrische Rehabilitation (60 Betten) weit über die Grenzen der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen hinaus bekannt und spezialisiert. Medizinische und pflegerische Fachkompetenz prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg. Rund 12.000 stationäre und 23.000 ambulante Patienten werden hier jährlich versorgt. Zwischen 2023 und 2027 wird das bisherige Wichernhaus durch ein hochmodernes Klinikgebäude ersetzt. Die Baumaßnahme in Höhe von 150 Millionen Euro wird durch den Freistaat Bayern gefördert. Mehr Informationen unter www.krankenhaus-rummelsberg.de

Über die Sana Kliniken AG

Die Sana Kliniken AG ist ein führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung für jährlich mehr als drei Millionen Patientinnen und Patienten erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Diese Leistungen werden bundesweit in 43 Krankenhäusern, 51 MVZ-Gesellschaften mit knapp 600 Arztsitzen sowie zusammen rund 60 Sanitätshäusern und Präventionspraxen erbracht. Darüber hinaus bietet Sana als B2B-Services auch Dienstleistungen und Beratung für externe Kliniken unter anderem in den Bereichen Einkauf, Logistik, Medizintechnik sowie Managementverträge an. 2023 erwirtschafteten die rund 38.600 Beschäftigten (Stand Dezember 2023) einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 Private Krankenversicherungen.