Nürnberger Land schockt: weitere Helfer registriert
Notaufnahme des Krankenhauses Rummelsberg unterstützt das Projekt
Zuwachs für das Projekt „Nürnberger Land schockt“. Zwölf Mitarbeitende der Notaufnahme aus dem Krankenhaus Rummelsberg haben sich erfolgreich als Ersthelfer in der zugehörigen App registriert. „Damit stärken wir die schnelle und qualifizierte Hilfe bei Reanimationen im Landkreis Nürnberger Land“, so Dr. Carsten Kopschina, Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin.
Für die erfolgreiche Registrierung muss neben einem Nachweis hinsichtlich eines medizinischen Berufs auch ein aktueller Basic-Life-Support-Kurs vorliegen, welcher dem Ersthelfer nachgewiesene Kenntnisse in lebensrettender Basisanimation bestätigt. Die Maßnahme zielt darauf an, bei Herz-Kreislauf-Stillstand die Durchblutung lebenswichtiger Organe aufrechtzuerhalten. Beide Nachweise gepaart mit einer Schulung für das Projekt „Nürnberger Land schockt“ sorgen für eine erfolgreiche Registrierung. Die zwölf neuen Ersthelfer aus dem Krankenhaus Rummelsberg stammen allesamt aus der Zentralen Notaufnahme. Dank einer großzügigen Spende von Brigitte Kummerer und der Firma Atlas Taktik by B.U.K. GmbH aus Neunkirchen am Sand konnten alle neu registrierten Helfer mit speziellen Taschen ausgestattet werden. Diese enthalten eine persönliche Schutzausrüstung für den Ernstfall sowie einen Beatmungsbeutel – und ermöglichen den Ersthelfern ein sicheres und effektives Eingreifen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Dr. Carsten Kopschina, Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin, betont die Wichtigkeit dieses Engagements: „Jeder zusätzlich registrierte Ersthelfer kann im Ernstfall Leben retten. Unser Ziel ist es, weitere Mitarbeitende für das Projekt zu gewinnen und damit die Versorgung bei Reanimation im gesamten Landkreis Nürnberger Land nachhaltig zu verbessern.“ Im Ernstfall werden registrierte Helfer, die sich in Nähe des Notfalls befinden, über eine App informiert, umso schneller vor Ort zu sein und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. „Prüfen, rufen, drücken und schocken“, sagt Kopschina, „lautet das Motto. Zuerst das Bewusstsein und die normale Atmung kontrollieren, dann einen Notruf absetzen und dann 100 bis 120 Mal pro Minute 5 bis 6 cm tief in der Mitte des Brustkorbs drücken. Falls ein Defibrillator zur Verfügung steht, kann auch dieser zum Schocken eingesetzt werden. Das Wichtigste ist jedoch, dass die Herzdruckmassage durchgeführt wird und diese auch nicht unterbrochen wird.“
Das Projekt „Nürnberger Land schockt“ vernetzt medizinisch geschulte Ersthelfer über eine Smartphone-App, um bei Herz-Kreislauf-Stillständen wertvolle Minuten zu überbrücken. Die jüngsten Registrierungen und die Unterstützung durch regionale Spender unterstreichen den starken Zusammenhalt und das gemeinsame Ziel, die Notfallversorgung in der Region weiter auszubauen. Insgesamt sind 400 Helfer in der App registriert. 15 davon entstammen dem Krankenhaus Rummelsberg.
Ein Teil der neu registrierten Helfer für das Projekt „Nürnberger Land schockt“ am Krankenhaus Rummelsberg um Chefarzt Dr. Carsten Kopschina (rechts im Bild). 15 der 400 registrierten Helfer kommen aus der Rummelsberger Klinik.
Über das Krankenhaus Rummelsberg
Das Krankenhaus Rummelsberg, in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG, verfügt über 350 Betten und ist südöstlich von Nürnberg gelegen. Das Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg ist in den Fachbereichen Orthopädie und Unfallchirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Neurologie, Innere Medizin und Geriatrische Rehabilitation weit über die Grenzen der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen hinaus bekannt und spezialisiert. Medizinische und pflegerische Fachkompetenz prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg. Rund 13.500 stationäre und 23.000 ambulante Patienten werden hier jährlich versorgt. Zwischen 2023 und 2027 wird das bisherige Wichernhaus durch ein hochmodernes Klinikgebäude ersetzt. Die Baumaßnahme in Höhe von 140 Millionen Euro wird teilweise durch den Freistaat Bayern gefördert.
Mehr Informationen unter www.krankenhaus-rummelsberg.de.