Hameln-Pyrmont,
19
November
2025
|
10:29
Europe/Amsterdam

Patientenakademie „Rund um die Schulter“

Zusammenfassung

Das Sana Klinikum Hameln-Pyrmont lädt alle Interessierten herzlich zur Patientenakademie „Rund um die Schulter“ ein. Die Veranstaltung findet am Montag, 24. November, um 17.30 Uhr im Blauen Salon des Klinikums statt. Dr. Jan Schwerdtfeger, geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, erläutert in seinem Vortrag, welche Erkrankungen im Schulterbereich häufig auftreten und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Warum die Schulter so anfällig ist

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers und zugleich biomechanisch eines der anspruchsvollsten. Da die Stabilität nicht primär durch knöcherne Strukturen, sondern durch Muskeln, Sehnen und die Gelenkkapsel gewährleistet wird, treten Verschleiß und Verletzungen vergleichsweise häufig auf. Abnutzungserscheinungen wie Kalkablagerungen oder Sehnenrisse können bereits ab dem 30. Lebensjahr beginnen, insbesondere bei Menschen, die beruflich oder sportlich regelmäßig über Kopf arbeiten.
Auch das Risiko einer Auskugelung (Luxation) ist aufgrund der kleinen Gelenkpfanne erhöht. Besonders junge und sportlich aktive Menschen sind gefährdet, erneut auszukugeln, da hierbei Strukturen wie Kapsel, Gelenklippe oder Rotatorenmanschette verletzt werden können.

Typische Beschwerden und moderne Diagnostik

Zu den häufigen Krankheitsbildern zählen die Schulterinstabilität, das Schulter-Impingement sowie die Rotatorenmanschettenruptur. Sie äußern sich unter anderem durch Schmerzen bei Überkopfarbeiten, nächtliche Beschwerden, Kraftverlust oder Bewegungseinschränkungen.
Die Diagnostik erfolgt je nach Fragestellung über Anamnese, klinische Untersuchung, Röntgen und oftmals eine Kernspintomographie. Dabei können Weichteilschäden, Entzündungen, Kalkdepots oder knöcherne Veränderungen präzise erkannt werden.

Die Bandbreite der Therapiemöglichkeiten in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie reichen von konservativen bis hochspezialisierten Eingriffe und könne je nach Diagnose ambulant oder stationär vorgenommen werden.

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie verfügt über langjährige Expertise in der Behandlung von Schultererkrankungen. Neben konservativen Maßnahmen wie Physiotherapie, entzündungshemmenden Medikamenten und gezielten Injektionen kommen schonende arthroskopische Operationstechniken zum Einsatz, etwa zur Stabilisierung der Schulter, zur Behandlung von Engpasssyndromen oder zur Rekonstruktion der Rotatorenmanschette. Erst wenn gelenkerhaltende Therapien ausgeschöpft sind, stehen moderne Schulterprothesen verschiedener Typen zur Verfügung, die individuell auf das Krankheitsbild abgestimmt werden.

Dr. Jan Schwerdtfeger Oberarzt

Dr. Jan Schwerdtfeger, geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

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