Patientenveranstaltung: Das Kreuz mit dem Kreuz
Experten berichtet von Bandscheibenvorfall bis Wirbelbruch – Medizinische und physiotherapeutische Hilfe bei Erkrankungen der Wirbelsäule
- kostenfreie Patienteninformationsveranstaltung am 11. Februar, 17.30 Uhr, in der Spreewaldklinik Lübben
- Chefarzt Dr. Carsten Johl informiert über Behandlungswege häufiger Erkrankungen der Wirbelsäule
- Yvonne Erler, Leiterin des KDSD-Therapiezentrums, stellt physiotherapeutische Maßnahmen zur Rehabilitation und Alltagsbewältigung vor
Bandscheibenvorfälle und Wirbelbrüche gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Wirbelsäule. Welche modernen Behandlungsmöglichkeiten und Wege zurück zu mehr Lebensqualität es gibt, darüber informieren Wirbelsäulenexperte Dr. Carsten Johl und Physiotherapeutin Yvonne Erler, Leiterin des Therapiezentrums im Klinikum Dahme-Spreewald, am 11. Februar, um 17.30 Uhr, bei einer kostenfreien Patientenveranstaltung in der Spreewaldklinik Lübben.
Schmerzen im Nacken und Rücken, die bis in Arme und Beine ausstrahlen, Kribbeln, Taubheitsgefühl oder gar Lähmungserscheinungen – all das sind typische Symptome für einen Bandscheibenvorfall. Die Ursachen dafür, dass unsere „Stoßdämpfer“ zwischen den Wirbelkörpern verrutschen, sind vielfältig. „Häufigste Auslöser für einen Bandscheibenvorfall sind Fehlhaltungen wie zu schweres Heben oder zu langes Sitzen, Übergewicht und zu wenig Bewegung. Aber auch genetische Faktoren, das Alter und Nikotinkonsum können einen Bandscheibenvorfall begünstigen“, erklärt Dr. Carsten Johl. Der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Spreewaldklinik Lübben ist auf die Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule spezialisiert und bietet Patienten ein breites Leistungsspektrum.
Chefarzt Dr. Carsten Johl wird gemeinsam mit Physiotherapeutie-Chefin Yvonne Erler über Erkrankungen des Rückens referieren. Patienten haben im Anschluss die Möglichkeit, individuelle Gesundheitsfragen zu stellen. Download und Copyright
Moderne Therapien und OP-Technik
Neben minimalinvasiven, mikroskopischen Operationen bei Bandscheibenvorfällen und Verengungen des Spinalkanals gehören auch Therapieverfahren bei Wirbelbrüchen, Tumorbefall und anderen Erkrankungen an der Wirbelsäule zu den Schwerpunkten der Abteilung. Die Lübbener Experten arbeiten dabei mit modernen Technologien wie einem Operationsmikroskop, zementierbaren, kanülierten Schrauben und digitaler Radiologie im OP-Saal. Ganz neu ist eine spezieller Operationstisch extra für die Wirbelsäule und ein neues Navigationsgerät, welches insbesondere zum Einsatz kommt, wenn Stabilisierungsoperationen durchgeführt. Damit erhöht sich die Patientensicherheit und Präzision. In seinem Vortrag stellt der Mediziner nicht nur Therapieverfahren zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen vor, sondern informiert über das gesamte Spektrum häufiger Wirbelsäulenerkrankungen sowie konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten. Dabei unternimmt der Orthopäde und Unfallchirurg auch einen Exkurs in die Anatomie und erläutert den Aufbau der Wirbelsäule.
Physiotherapie als Brücke zur Medizin
Im Anschluss an den Chefarztvortrag geht Yvonne Erler auf die physiotherapeutischen Maßnahmen ein, die nach Bandscheibenvorfällen oder Wirbelbrüchen zur Rehabilitation und Alltagsbewältigung beitragen. „Wir hören von Patienten nach einem Bandscheibenvorfall oder einem Wirbelbruch oft, dass sie verunsichert sind und ihrem Rücken nicht mehr trauen und Angst vor falschen Bewegungen haben“, berichtet die erfahrene Physiotherapeutin, die das multiprofessionelle Team des Therapiezentrums im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen und in der Spreewaldklinik leitet. Im Mittelpunkt des Vortrags von Yvonne Erler stehen Themen wie die Wiederherstellung von Beweglichkeit, Kraft und Stabilität, das Erlernen alltagsrelevanter Bewegungsabläufe sowie Strategien zur langfristigen Prävention.
Das Therapiezentrum des Klinikum Dahme-Spreewald ist erste Anlaufstelle für Patienten mit Rückenleiden. Die fachkompetenten Therapeuten begleiten Patienten auf dem Weg zurück zur Mobilität. Download und Copyright
Sicher und beschwerdefrei im Alltag
Ziel der Veranstaltung ist es, Patientinnen und Patienten umfassend über ihre Möglichkeiten zu informieren und sie dabei zu unterstützen, ihren Alltag sicher und möglichst beschwerdefrei zu gestalten. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, die sich über moderne Behandlungsmethoden und rehabilitative Maßnahmen bei Wirbelsäulenerkrankungen informieren möchten.
Fragestunde mit den Experten
Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, Fragen an die beiden Experten zu richten. Die Teilnahme an der Veranstaltung, die am 11. Februar, um 17.30 Uhr, im Raum Lubin in der Spreewaldklinik beginnt, ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.
Über das Klinikum Dahme-Spreewald
Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versordnungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.