Raus aus der Tabu-Zone
Moderne Hilfe bei Inkontinenz im Klinikum Dahme-Spreewald
- Offene Worte in vertraulichem Rahmen: Klinikum Dahme-Spreewald ermutigt Frauen, Beschwerden anzusprechen und frühzeitig Hilfe zu suchen
- Spezialsprechstunden in Lübben und Königs Wusterhausen: individuelle Diagnostik und Beratung bei Blasenschwäche und Beckenbodenproblemen
- Moderne Therapien: Zurück zu mehr Lebensqualität und Sicherheit im Alltag
Viele Frauen kennen das Problem: Ein heftiges Niesen, herzliches Lachen oder eine Runde Sport – und schon geht ungewollt Urin verloren. Betroffene schränken sich im Alltag häufig ein und verlieren dadurch nicht selten ein gutes Stück Lebensqualität. Experten der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum Dahme-Spreewald ermutigen Frauen, das Thema aus der Tabuzone zu holen, und bieten breite Unterstützung mit individuellen Behandlungswegen.
Inkontinenz ist mehr als ein rein körperliches Problem. Denn wenn der Alltag nur noch um den Weg zur nächsten Toilette kreist, hat das oft auch erhebliche Auswirkungen auf das soziale Leben: Ausflüge werden vermieden, sportliche Aktivitäten gestrichen, Kontakte reduziert. Nach Angaben der Deutschen Kontinenz Gesellschaft leiden bundesweit rund zehn Millionen Menschen unter verschiedenen Formen der Inkontinenz wie Belastungs- oder Dranginkontinenz. Besonders häufig betroffen sind Frauen. Risikofaktoren sind unter anderem Schwangerschaften und Geburten, zunehmendes Lebensalter, Bindegewebsschwäche, Übergewicht oder starke körperliche Belastungen.
„Wir wissen, wie hoch der Leidensdruck für viele Frauen ist. Häufig schämen sie sich, das Thema anzusprechen, und bleiben mit ihren Beschwerden allein“, weiß Dr. Vlad Vacaru, neuer Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum Dahme-Spreewald, und betont: „Inkontinenz ist nichts, wofür man sich schämen muss. Wir haben im Achenbach-Krankenhaus und in der Spreewaldklinik viele Möglichkeiten, um Betroffenen wirksam und nachhaltig zu helfen – mit präziser Diagnostik, konservativen Behandlungen und schonenden operativen Eingriffen.“
Das Thema Inkontinenz aus der Tabuzone holen und Frauen individuelle Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen - dafür setzt sich Dr. Vlad Vacaru, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, im Klinikum Dahme-Spreewald ein.
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Kompetente Hilfe an zwei Standorten
Frauen mit Inkontinenzbeschwerden finden sowohl in der Spreewaldklinik Lübben als auch im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen spezialisierte Ansprechpartner. Die Urogynäkologie, die sich mit Erkrankungen des Beckenbodens sowie Blasenfunktionsstörungen beschäftigt, gehört an beiden Standorten zu den Schwerpunkten im medizinischen Leistungsspektrum. „Viele Patientinnen gehen irrtümlich davon aus, dass sie mit ihren Beschwerden leben müssen. Aber Inkontinenz ist gut behandelbar. In den meisten Fällen können wir die Symptome deutlich lindern oder sogar vollständig beseitigen“, erklärt Dr. Wenke Pomaska. Die Leitende Oberärztin bietet in der Spreewaldklinik beispielsweise eine spezielle urogynäkologische Sprechstunde, bei der sich Patientinnen beraten und behandeln lassen können.
Individuelle Diagnostik für individuelle Lebenssituationen
Der erste Schritt zur erfolgreichen Behandlung ist eine sorgfältige Diagnostik. „Wir betrachten nicht nur die medizinischen Befunde, sondern auch die persönliche Lebenssituation, die individuellen Belastungen und die Erwartungen an die Behandlung, die jede Frau mitbringt. Gemeinsam entwickeln wir ein Therapiekonzept, das wirklich zum Leben der Patientin passt“, sagt Dr. Wenke Pomaska.
Zur Diagnostik gehören neben einem vertrauensvollen Gespräch unter anderem gynäkologische Untersuchungen, moderne Ultraschallverfahren, die Beurteilung des Beckenbodens sowie spezielle Funktionsuntersuchungen der Harnblase. So lassen sich die Ursachen der Beschwerden präzise bestimmen.
Dr. Wenke Pomaska, Leitende Oberärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe, berät und behandelt Patientinnen in der urogynäkologischen Sprechstunde der Spreewaldklinik Lübben individuell und mit viel Erfahrung.
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Von Beckenbodentraining bis zur schonenden Operation
Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse erstellen die Ärzte einen individuellen Behandlungsplan. Häufig kommen zunächst konservative Verfahren zum Einsatz. Dazu zählen beispielsweise gezieltes Beckenbodentraining oder moderne Formen der Elektrostimulation.
Wenn eine Operation erforderlich wird, stehen moderne und schonende Verfahren zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem spezielle Bandeinlagen bei Belastungsinkontinenz sowie weitere operative Methoden zur Stabilisierung des Beckenbodens. Wo immer möglich setzt das Team um Dr. Vlad Vacaru, der selbst auf minimalinvasive Gynäkologie spezialisiert und ein erfahrener Operateur ist, auf gewebeschonende Schlüsselloch-Chirurgie, die eine schnelle Erholung ermöglicht.
Mehr Lebensqualität durch Offenheit und Behandlung
Für das Behandlungsteam steht nicht allein die medizinische Therapie im Mittelpunkt. „Wir erleben leider sehr häufig, dass Patientinnen aus Angst vor ihren Beschwerden auf Reisen, Sport oder Treffen mit Freunden verzichten. Daher geht es bei der Behandlung auch darum, Betroffenen wieder Sicherheit und Lebensqualität zurückzugeben“, erklärt der Chefarzt. Genau deswegen zählt mehr als medizinische Kompetenz. Es geht um Verständnis, um Zeit und eine vertrauensvolle Begleitung.
Über das Klinikum Dahme-Spreewald
Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.