Lichtenfels,
26
Mai
2025
|
09:22
Europe/Amsterdam

Schmerzmedizin am Sana Klinikum Lichtenfels: Chronische Schmerzen verstehen und ganzheitlich behandeln

Zusammenfassung

In Deutschland leiden etwa vier Millionen Menschen unter schweren chronischen Schmerzen, die oft über Jahre bestehen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Das Sana Klinikum Lichtenfels bietet Betroffenen eine spezialisierte, ganzheitliche Behandlung, die Körper, Geist und soziale Aspekte berücksichtigt.

Wer mit chronischen Schmerzen ins Sana Klinikum kommt, hat meist schon eine lange Behandlungsgeschichte hinter sich. In der Schmerzambulanz bei Chefarzt Dr. Christoph Sommer erfolgt zunächst eine ausführliche Anamnese, um die individuelle Situation zu erfassen. „Häufig berichten Patienten von Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Nervenschmerzen. Wir sehen aber auch viele Betroffene mit post-operativen Schmerzen sowie Tumorschmerzen“, erklärt Dr. Sommer. „Oft haben sie schon sehr viele Medikamente zur Schmerzbehandlung genommen. Wir verschaffen uns dann einen Überblick und häufig gelingt es sogar, die Medikamente zu reduzieren.“

Das Herzstück des Zentrums für Schmerzmedizin ist die multimodale Schmerztherapie, die in einem dreiwöchigen stationären Programm individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten abgestimmt wird. Dr. Katrin Knippenberg-Bigge, leitende Oberärztin der stationären Schmerztherapie, betont: „Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität. Wichtig ist, dass die Patientinnen und Patienten wieder selbst aktiv werden und das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten zurückgewinnen.“ Das Therapieprogramm umfasst vielfältige Bausteine wie Bewegungstherapie, Kunst- und Aromatherapie, Entspannungstraining, Ernährungsberatung, ärztliche Schulungen und Psychotherapie.

„Der Ansatz bei chronischen Schmerzen umfasst mehr als nur die Behandlung eines Symptoms“, sagt Psychologin Anna Dorsch. „Es ist eine ganzheitliche Therapie, die Körper, Psyche und soziale Aspekte berücksichtigt. Die Betroffenen leiden unter den Schmerzen und deren Auswirkungen auf die Lebensgestaltung. Wir möchten sie auf ihrem Weg zu mehr Wohlbefinden und Selbstwirksamkeit unterstützen.“

Ein wichtiger Aspekt ist die Aufklärung darüber, wie Schmerzen entstehen und beeinflusst werden können. Während bei akuten Schmerzen Schonung sinnvoll ist, führt bei chronischen Schmerzen Passivität oft zu einer Verschlechterung der Situation. „In der dreiwöchigen stationären Therapie bekommen Patientinnen und Patienten Werkzeug zur Selbsthilfe an die Hand, das sie später im Alltag eigenständig anwenden können“, erklärt Dr. Knippenberg-Bigge. „Allein gelassen werden sie dabei nicht. Durch enge Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten und Therapeuten wird die erlernte Selbsthilfe auch nach der Entlassung fortgeführt.“

Künftig lädt das Klinikum alle Patientinnen und Patienten nach etwa drei Monaten zu einer einwöchigen Nachsorge ein, um Therapieerfolge zu überprüfen, Anpassungen vorzunehmen und die Motivation aufrechtzuerhalten. Diese Intervall-Therapie soll eine nachhaltige Umsetzung im Alltag erleichtern.

 

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Psychologin Anna Dorsch, Chefarzt Dr. Christoph Sommer und leitende Oberärztin Dr. Katrin Knippenberg-Bigge (v. l.)

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Über die Sana Kliniken Oberfranken

Unter dem Dach der Sana Kliniken Oberfranken vereinen sich drei Kliniken an den Standorten Coburg, Lichtenfels und Neustadt bei Coburg und zahlreiche Medizinische Versorgungszentren in den Landkreisen Coburg und Lichtenfels. Mit 909 stationären Betten und 46 tagesklinischen Behandlungsplätzen bieten die Sana Kliniken Oberfranken ein breites Leistungsspektrum. Etwa 3.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern auf hohem medizinischem und pflegerischem Niveau die Gesundheitsversorgung in der Region.

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