Dahme-Spreewald,
13
August
2024
|
09:00
Europe/Amsterdam

Schonende OP dank Laserchirurgie

Zusammenfassung
  • Chirurgie der Spreewaldklinik Lübben setzt Laser bei proktologischen Erkrankungen ein
  • Chefarzt Dr. Ronny Hendrischke: Patienten profitieren von schonendem, minimalinvasivem Eingriff
  • 1 Jahr Chirurgische Praxis im MVZ-Poliklinik Lübben mit positiver Bilanz

Kleiner Laserstrahl mit großer Wirkung: Die Chirurgie der Spreewaldklinik Lübben setzt seit diesem Jahr einen Laser bei der Therapie proktologischer Erkrankungen ein. Chefarzt Dr. Ronny Hendrischke hat inzwischen mehrere Patientinnen und Patienten mit der modernen Medizintechnik erfolgreich operiert.

Proktologische Erkrankungen sind häufig nicht nur recht schmerzhaft, sondern für viele Betroffenen immer noch ein Tabuthema. In der Chirurgie der Spreewaldklinik in Lübben finden Patientinnen und Patienten mit Chefarzt Dr. Ronny Hendrischke und seinem Team erfahrene Proktologen, zu deren Leistungsspektrum neben der umfassenden Diagnostik auch die versierte Behandlung gehört. Seit wenigen Monaten arbeitet das Team der Abteilung für Chirurgie, die unter anderem auf Erkrankungen des Enddarms spezialisiert ist, mit Unterstützung durch Lasertechnologie. „Wir setzen den Diodenlaser hauptsächlich bei Hämorrhoidalleiden ein, aber auch bei anderen proktologischen Erkrankungen wie Anal- und Steißbeinfisteln“, erklärt Dr. Ronny Hendrischke, der zum dritten Mal in Folge das Focus-Zertifikat „Top-Mediziner Allgemeine Chirurgie und Proktologie“ erhalten hat.

Dr. Ronny Hendrischke

 

Dr. Ronny Hendrischke , Chefarzt der Abteilung für Chirurgie der Spreewaldklinik, betreut auch Patienten in der chirurgischen Praxis im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Lübben.  Download und Copyright

Minimalinvasive, schmerzarme Methode

„Wir stehen während der Behandlung am Patienten und arbeiten auf Sicht mit einer Einmalfaser, die etwa so fein wie eine Kugelschreibermine ist und nach einmaligem Gebrauch ausgetauscht wird. Durch einen ein bis zwei Millimeter kleinen Schnitt wird die Laserfaser in die Hämorrhoide eingeführt und hohe Energie eingeleitet. Dadurch schrumpft das Gewebe“, erklärt der Facharzt das Verfahren und fügt hinzu: „Etwa drei Wochen nach der Behandlung ist durch die körpereigenen Umbauprozesse der finale Zustand erreicht. Bisher sind die Ergebnisse, die wir bei der Nachuntersuchung kontrolliert haben, hervorragend, und die Patientinnen und Patienten begeistert.“ Die Betroffenen profitieren aus Sicht des Mediziners von der lasergestützten Technologie, weil diese schmerzarm und nahezu bluttrocken funktioniert. Außerdem dauert der Eingriff, der unter Narkose erfolgt, nur geringfügig länger als herkömmliche OP-Methoden, die ebenfalls nach wie vor in der Klinik angewendet werden. Nach einer stationären Nacht im Krankenhaus können die Patienten meist bereits am Tag nach der Operation wieder nach Hause. Perspektivisch ist der Einsatz des Lasers aus Sicht des Chefarztes auch für die Behandlung von Krampfadern denkbar.

Ein Jahr MVZ Chirurgie Lübben

Viele der Patienten, die in der Spreewaldklinik wegen proktologischer Erkrankungen versorgt werden, waren zuvor in der Sprechstunde der chirurgischen Praxis im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Lübben. Dort klären Dr. Ronny Hendrischke und ein weiterer Facharzt Betroffene auf und haben auch Anschauungsmaterial wie eine Sonde zur Verfügung, um über das lasergestützte Verfahren umfassend zu informieren.

Seit mehr als einem Jahr bieten die Chirurgen der Spreewaldklinik ambulante Sprechstunden im MVZ-Poliklinik Lübben an. „Das wird sehr gut angenommen“, zieht Dr. Ronny Hendrischke eine positive Zwischenbilanz. Die Kooperation entlastet zum einen die Klinik. Zum anderen wird damit das ambulante medizinische Angebot in Lübben gestärkt. Für die Einwohner aus Lübben und Umgebung war die Praxiseröffnung ein weiterer Schritt hin zu einer zuverlässigen, medizinischen Grundversorgung.

Schwerpunkt auf proktologischen Erkrankungen

Der medizinische Schwerpunkt der Chirurgie im MVZ liegt auf proktologischen Erkrankungen und Beratungen. Das Leistungsspektrum reicht jedoch von der Betreuung über die Behandlung und Nachsorge von Patienten mit gastroenterologischen, endokrinen und onkologischen Erkrankungen. So suchen beispielsweise Patienten mit Magen- und Darmerkrankungen, Hernien, Gallensteinleiden, Schilddrüsenerkrankungen und diabetischem Fußsyndrom dort ärztlichen Rat. „Kleinere Eingriffe wie die Entfernung von Abszessen und Leberflecken oder Hautklammern und Fäden nach einem stationären Aufenthalt können wir direkt in der MVZ-Praxis übernehmen. Größere Eingriffe sind dann stationär oder ambulant in der Klinik besser aufgehoben“, sagt Dr. Ronny Hendrischke. 

Termine für die Sprechstunden in der chirurgischen Praxis im MVZ-Poliklinik Lübben sind über das Zentrale Belegungsmanagement der Spreewaldklinik (Telefon 03546 . 75-475), über das MVZ (Telefon: 03546 . 75267) oder den Onlineservice Doctolib buchbar.  

Lasertechnik Lübben

 

Moderne Lasertechnik ermöglicht in der Chirurgie der Spreewaldklinik Lübben schonende, minimalinvasive Eingriffe. Download und Copyright

Über das Klinikum Dahme-Spreewald 

Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versordnungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.

Über die Sana Kliniken AG

Die Sana Kliniken AG ist führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Neben B2B-Services in Einkauf und Logistik bietet Sana Beratung, Implementierung und Instandhaltung in den Bereichen Medizintechnik und Medizinprodukte sowie Managementleistungen für externe Kliniken an. 2022 erwirtschafteten die rund 34.500 Beschäftigten einen Umsatz von drei Milliarden Euro. Zur Sana Kliniken AG zählen mehr als 120 Gesundheitseinrichtungen, darunter Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 44 Krankenhäuser, in denen jährlich rund zwei Millionen Patientinnen und Patienten behandelt werden, sowie mehr als 50 Sanitätshäuser. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 private Krankenversicherungen. Sitz der Unternehmenszentrale ist Ismaning bei München.