Seit zehn Jahren in Rummelsberg: Prof. Drescher feiert Dienstjubiläum
Hüft- und Kniepatienten profitieren von minimalinvasiven Operationsmethoden am Krankenhaus Rummelsberg – Vorderer Zugang & Mobilisationskonzept aus Dänemark sorgen für Wettbewerbsvorteil
Exakt zehn Jahre ist es her, dass Dr. Wilhelm Baur den Staffelstab seiner Klinik für die orthopädische Chirurgie der unteren Extremitäten und Endoprothetik in die Hände von Prof. Dr. Dr. Wolf Drescher abgegeben hat. Seitdem ist viel passiert und die minimalinvasive, schonende Operationstechnik von Drescher hat sich bewährt, durchgesetzt und verschafft Patienten einen deutlichen Vorsprung in Sachen Rehabilitation im Vergleich zu herkömmlichen Operationsmethoden.
„Gerade ältere Patienten profitieren besonders vom Direct Anterior Approach (DAA), dem vorderen Zugang bei Eingriffen an der Hüfte, und der Fast-Track-Mobilisation“, zählt Drescher zwei wesentliche Punkte auf. Aufgrund der kurzen Schnittführung war der chirurgisch anspruchsvolle vordere Zugang vor allem bei jüngeren Patienten beliebt, warum dieser Zugang auch für ältere Menschen von großem Interesse ist, führt Drescher genauer aus: „Durch das Vorgehen durch die Muskellücke bedeutet dies einen geringeren Blutverlust und den Erhalt der ohnehin geringen Muskelmasse. Wir stellen immer wieder bei der Implantation einer Hüftendoprothese fest, dass die Muskelmasse im Alter deutlich abgenommen hat. Wenn man jetzt hier den klassischen Zugang anwenden und die Muskeln zerschneiden würde, hätte das zur Folge, dass noch mehr Muskelmasse durch Narbengewebe ersetzt wird“. Die Konsequenzen? Neben einer deutlich längeren Rehabilitation, weil der Muskel erst wieder zusammenwachsen müsse, könne dies zu einem Hinken oder sogar zur Instabilität der Hüfte führen, weiß Drescher. Seit zehn Jahren kombiniert der Chefarzt am Krankenhaus Rummelsberg den vorderen Zugang mit einer Fast-Track-Mobilisation, die er in seiner Zeit in Dänemark kennen und schätzen gelernt hat. Was es damit auf sich hat, erklärt der Mediziner wie folgt: „Das Fast-Track-Schema umfasst Maßnahmen zur optimalen Vorbereitung des Patienten auf die Operation, zur Minderbeeinträchtigung während des Eingriffs und zur möglichst zügigen Vorbereitung auf die Entlassung aus der Klinik nach dem Eingriff.“ In der Praxis sieht das so aus, dass die Patienten bereits vor dem Eingriff mit dem Physiotherapeuten trainieren, umfangreiche Übungen an die Hand bekommen und mit einer App rund um den Eingriff begleitet werden. Bereits am Tag der Operation wird das operierte Bein belastet und somit Vertrauen in die Prothese gefasst. Der Lohn der Mühen zeigt sich dann oft auf der Reha: „Hier berichten mir die Rehabilitationseinrichtungen, dass meine Patienten deutlich fitter sind und bereits nach drei, vier Wochen in den Job zurückkehren können. Das macht einen als Mediziner ein stückweit stolz“, betont Drescher. Sein aus Dänemark mitgebrachtes Konzept wurde bereits in der Abteilung für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie von Prof. Dr. Martinus Richter am Krankenhaus Rummelsberg aufgegriffen und wird seit Jahren erfolgreich praktiziert.
Behandlungskonzept fußt auf Vertrauen
Überhaupt dreht sich beim gebürtigen Rheinländer viel um Vertrauen. „Der Patient, der zu mir kommt, muss erstmal verstehen, um was es geht. Wir geben ihm eine medizinische Grundlage für eine selbstbestimmte Entscheidung, ob und wie operiert werden soll. Dieser Prozess des gegenseitigen Verstehens schafft Vertrauen.“ Sein 5V-Behandlungskonzept wird durch die Punkte „Vorbereiten, Versorgen und Vertikalisieren“ ergänzt. „Vorbereiten mit Physiotherapie vor der Operation, damit der Patient wieder schneller auf die Beine kommt. Versorgen meint die minimalinvasive, schonende Operationstechnik mit dem Erhalt von Muskeln und weniger Blutverlust. Das Vertikalisieren umfasst die gezielte Krankengymnastik, damit zügig ein aufrechter und symmetrischer Gang in der Ebene und auf der Treppe möglich ist. Die Therapie wird bei uns auch am Wochenende angeboten“, so Drescher. Mittlerweile hat er sein Behandlungskonzept etwas umbenannt, wobei die Inhalte gleichgeblieben sind. „EKE-Konzept trifft es nach zehn Jahren noch besser“, erklärt Drescher. „Ehrlich, kompetent und exzellent – wir beraten die Patienten ehrlich und kompetent und wenn sie sich für einen operativen Eingriff bei uns entscheiden, werden sie exzellent – auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse – bei uns am Krankenhaus Rummelsberg versorgt.“
Vortrag zum Thema „minimalinvasive Hüftprothese“
Dass dies keine leeren Worthülsen sind, zeigen zum einen die hervorragenden Bewertungen auf allen gängigen Plattformen wie Klinikbewertungen.de – aber auch die umfangreichen Informationsvorträge, die Drescher regelmäßig anbietet. „Wir wollen einen aufgeklärten Patienten in der Sprechstunde haben, damit viele Punkte im Vorfeld beantwortet sind und mehr Zeit für die wichtigen Fragen bleibt“, erklärt Drescher, die Beweggründe. Zum Thema „minimalinvasive Hüftprothese“ informiert der Professor am 13. November 2024 in einem Online-Vortrag. Mehr Informationen unter sana.de/rummelsberg/gut-zu-wissen/veranstaltungen. Übrigens: Dreschers Vorgänger war 34 Jahre an der Klinik, davon 19 als Chefarzt. Zumindest die 19 Jahre Chefarzttätigkeit in Rummelsberg scheinen für Drescher realistisch!
Feierte im Oktober 2024 sein zehnjähriges Dienstjubiläum: Prof. Dr. Dr. Wolf Drescher. Seine minimalinvasiven und schonenden Operationsmethoden sorgen dafür, dass Patienten aus der gesamten Republik bei ihm vorstellig werden, wenn es um die Behandlung von Arthrose an Hüfte und Knie geht.
Über das Krankenhaus Rummelsberg
Das Krankenhaus Rummelsberg, in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG, verfügt über 360 Betten und ist südöstlich von Nürnberg gelegen. Das Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg ist in den Fachbereichen Orthopädie und Unfallchirurgie (210 Betten), Neurologie (60 Betten), Innere Medizin (30 Betten) und Geriatrische Rehabilitation (60 Betten) weit über die Grenzen der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen hinaus bekannt und spezialisiert. Medizinische und pflegerische Fachkompetenz prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg. Rund 12.000 stationäre und 23.000 ambulante Patienten werden hier jährlich versorgt. Zwischen 2023 und 2027 wird das bisherige Wichernhaus durch ein hochmodernes Klinikgebäude ersetzt. Die Baumaßnahme in Höhe von 150 Millionen Euro wird durch den Freistaat Bayern gefördert. Mehr Informationen unter www.krankenhaus-rummelsberg.de
Über die Sana Kliniken AG
Die Sana Kliniken AG ist ein führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung für jährlich mehr als drei Millionen Patientinnen und Patienten erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Diese Leistungen werden bundesweit in 43 Krankenhäusern, 51 MVZ-Gesellschaften mit knapp 600 Arztsitzen sowie zusammen rund 60 Sanitätshäusern und Präventionspraxen erbracht. Darüber hinaus bietet Sana als B2B-Services auch Dienstleistungen und Beratung für externe Kliniken unter anderem in den Bereichen Einkauf, Logistik, Medizintechnik sowie Managementverträge an. 2023 erwirtschafteten die rund 38.600 Beschäftigten (Stand Dezember 2023) einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 Private Krankenversicherungen.