Senftenberg,
01
Oktober
2024
|
12:27
Europe/Amsterdam

Neue Hoffnung bei Herzrhythmusstörungen: SKN bieten zertifizierte Versorgung für Patienten auf Top-Niveau

Zusammenfassung
  • Sana Kliniken Niederlausitz als Stätte der „Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie“ von Deutscher Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert
  • Klinik für Kardiologie in Senftenberg arbeitet mit Anlage der modernsten Klasse für Elektrophysiologische Untersuchungen (EPU) am Herzen
  • moderne Medizintechnik erlaubt noch präzisere Diagnostik aller Arten von Herzrhythmusstörungen und bietet gleichzeitig größtmögliche Sicherheit aller Therapiemöglichkeiten

Die Sana Kliniken Niederlausitz bieten Patienten mit Herzrhythmusstörungen Diagnostik und Therapie auf Top-Niveau. Möglich wird dies mit Hilfe einer der weltweit modernsten Anlagen für Elektrophysiologische Untersuchungen. Die hervorragende Arbeit des Senftenberger Teams um Chefarzt Prof. Dr. Guido Matschuck wurde jetzt durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie bescheinigt: Die Sana Kliniken Niederlausitz sind als Stätte der „Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie“ zertifiziert. Damit sichert der größte Gesundheitsversorger im Süden Brandenburgs auch die Weiterbildung von dringend benötigten Fachärzten auf diesem Gebiet.

Wenn das Herz aus dem Takt gerät, ist professionelle Hilfe gefragt. Denn ob Herzstolpern, Herzrasen oder gelegentliche Aussetzer: Mit einem Besuch beim Kardiologen sollten Patienten abklären, ob eine Herzrhythmusstörung gefährlich ist. Eine Hilfe, die aktuellen Studien zufolge jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens benötigt. Denn die Zahl der Menschen, die an gefährlichen Herzrhythmusstörungen leiden, steigt laut aktuellem Bericht der Deutschen Herzstiftung immer weiter. In den Sana Kliniken Niederlausitz sind Patientinnen und Patienten an der richtigen Adresse, wenn das Herz Hilfe braucht: Der Gesundheitsversorger wurde aktuell von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als „Stätte der Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie“ ausgezeichnet. „Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung, denn sie bietet zum einen unseren Patientinnen und Patienten den Nachweis, dass wir die hohen Anforderungen der Fachgesellschaft erfüllen und eine optimale Versorgung garantieren. Zum anderen berechtigt uns diese Auszeichnung auch dazu, Fachärzte im Bereich Rhythmologie in unserem Haus weiterzubilden“, erklärt Prof. Dr. Guido Matschuck, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie.

Bestmögliche Versorgung ohne weite Wege

„Wir haben in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Prof. Dr. Matschuck intensiv daran gearbeitet, die Klinik für Kardiologie und Rhythmologie mit höchster Fachkompetenz und einem breiten Leistungsspektrum auszubauen. Denn Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen zu und deshalb ist es uns eine Herzensangelegenheit, die Menschen in der Region wohnortnah optimal zu versorgen. Gerade ältere oder schwerkranke Menschen sind häufig nicht mehr mobil. Für sie ist es wichtig, dass sie die bestmögliche Versorgung vor der Haustür finden und keine weiten Fahrtwege auf sich nehmen müssen“, unterstreicht SKN-Geschäftsführer Marc Bernstädt und fügt hinzu: „Außerdem sichert uns die Anerkennung durch die DGK die Wahrnehmung in Fachkreisen und wird dafür sorgen, dass noch mehr Ärzte und Ärztinnen in die Niederlausitz kommen werden, um sich hier ausbilden zu lassen. Medizinischen Nachwuchs brauchen wir in der Region dringend. Die Sana Kliniken Niederlausitz erfüllen  ihre wichtige Rolle in der Gestaltung von zukunftssicherer Gesundheitsversorgung.“

Höchste Fachkompetenz und modernste Medizintechnik in Senftenberg

Mit Prof. Dr. Guido Matschuck, der über die Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie sowohl im Teilbereich invasive Elektrophysiologie als auch aktive Herzrhythmusimplantate absolviert hat, finden Patienten und Mediziner einen fachkompetenten und umfassend qualifizierten Partner. Hinzu kommt die hervorragende technische Ausstattung der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie im Krankenhaus Senftenberg. Zur Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen verwenden die Herz-Experten seit rund einem Jahr eine der modernsten Anlagen für Elektrophysiologische Untersuchungen (EPU), die sonst nur in hochspezialisierten Zentren zu finden sind. „Wir haben mit der neuen Anlage inzwischen mehr als 250 Patienten untersucht und bei Bedarf auch direkt behandelt“, sagt Prof. Dr. Guido Matschuck.

Prof. Matschuck an der EPU Anlage

Prof. Dr. Guido Matschuck untersucht einen Patienten auf Herzrhythmusstörungen mit der modernsten Anlage für Elektrophysiologische Untersuchungen (EPU).

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3D-Modell des Herzens in Echtzeit

„Die neue EPU-Anlage vereint das Beste aus zwei Welten“, erklärt der Chefkardiologe. Das Gerät liefert hervorragende Daten aus dem Inneren des Herzens und erstellt daraus in Echtzeit ein dreidimensionales Modell. Experten sprechen hierbei von kardialem Mapping. Gleichzeitig werden in einem intrakardialen Elektrokardiogramm (EKG) die elektrischen Signale des Herzens extrem sensibel erfasst und sichtbar gemacht. Beides zusammen erlaubt den Niederlausitzer Herzspezialisten eine hochpräzise Diagnostik von Herzrhythmusstörungen, die bei Bedarf direkt innerhalb des minimalinvasiven Eingriffs therapiert werden können.

Einblick mitten ins Herz

Bei der Elektrophysiologischen Untersuchung wird durch eine Punktion in der Leiste, also im Prinzip wie eine kleine Spritzennadel, ein dünner Katheter über die Leistenvene bis zum Herzen vorgeschoben. Dank der besonderen Technologie der Anlage können die Untersuchenden jederzeit sehen, wo sich der Katheter befindet – und dies sogar komplett ohne Röntgenstrahlung. Parallel zu der dreidimensionalen Karte, die die Anlage vom Herzen anfertigt, erfasst sie auch die elektrischen Signale und interpretiert diese. „Das dreidimensionale Modell des Herzens erlaubt uns viel besser als das zweidimensionale Bild, das wir bisher über den Röntgentisch erhalten haben, zu sehen, wo genau die elektrischen Störungen entstehen, die die Herzrhythmusstörungen verursachen“, erklärt Prof. Dr. Guido Matschuck. Außerdem bleibt das Modell stabil – selbst wenn der Patient sich minimal bewegen sollte. Denn im Normalfall sind die Patienten während der Prozedur wach oder auf eigenen Wunsch leicht schlafend und benötigen nur eine lokale Anästhesie an der Leiste.

EPU Anlage

Mittels der besonderen Technologie der Elektrophysiologischen Untersuchung können die Untersuchenden eine dreidimensionalen Karte vom Herzen anfertigen und die elektrischen Signale empfangen sowie interpretieren.

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Präzise Diagnostik und Therapie aller Herzrhythmusstörungen

„Wir können dank der neuen Anlage auf den Millimeter genau Aussagen über den Zustand des Herzens treffen und an jedem Punkt, an dem wir mit dem Katheter sind, die Spannung des Herzmuskels bestimmen“, sagt der Niederlausitzer Chefkardiologe. Wenn auf diese Weise die Stelle identifiziert ist, die abnormale Herzrhythmen auflöst, kommt nach der Diagnostik die Therapie. Über den Katheter werden die entsprechenden Stellen im Herzen verödet. Bei dieser Ablation, die entweder mit Wärmeenergie oder Vereisung funktioniert, entsteht eine feine Narbe im Herzen an der Stelle, an der zuvor die fehlerhaften Signale aufgetreten sind. Weil Narbengewebe die elektrischen Impulse nicht weiterleitet, ist die Herzrhythmusstörung mit diesem minimalinvasiven und innovativen Verfahren geheilt. Auf dem Monitor kann der Kardiologe direkt überprüfen, ob die Herzrhythmusstörung damit vollständig beseitigt ist oder noch weitere Stellen im Herzen verödet werden müssen. „Die Maschine sammelt während der Behandlung Daten wie Temperatur, Energie, Impedanz (Widerstand) und den Anpressdruck, also wie stabil der Katheter an der jeweiligen Stelle bleibt, und errechnet daraus einen Index, der zeigt, wie effektiv und sicher die Ablation war“, erklärt Prof. Dr. Guido Matschuck. So hat der Untersuchende direkt eine Erfolgskontrolle.

Die Patienten profitieren in mehreren Punkten von dieser hochmodernen Technologie. „Wir können jetzt alle überhaupt existierenden Herzrhythmusstörungen diagnostizieren und behandeln. In vielen Fällen ist die Elektrophysiologische Untersuchung der passende Schlüssel zu Diagnostik und Therapie“, betont der Chefarzt.

Über die Sana Kliniken Niederlausitz

Unter dem Dach der Sana Kliniken Niederlausitz vereinen sich 14 Kliniken und 3 Institute an den Krankenhausstandorten Lauchhammer und Senftenberg. Mit 542 stationären Betten und 74 tagesklinischen Behandlungsplätzen sind die Sana Kliniken Niederlausitz das größte Krankenhaus der Regelversorgung in Südbrandenburg und bieten ein breites Leistungsspektrum. 1.200 Mitarbeitende sichern auf höchstem medizinischem und pflegerischem Niveau die kompetente Versorgung von jährlich mehr als 22.000 stationären und 32.000 ambulanten Patienten. Mit hoher Fachkompetenz, aktuellem Wissen, ausgesprochener Patientenorientierung und modernster Medizintechnik sind unsere Kolleginnen und Kollegen rund um die Uhr für Patienten im Einsatz, die unsere Hilfe benötigen. Die Sana Kliniken Niederlausitz sind akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) und leisten gemeinsam mit der Sana Campusschule Niederlausitz einen wichtigen Anteil an der langfristigen und hochwertigen Ausbildung junger Ärzte und Pflegekräfte.

Über die Sana Kliniken AG

Die Sana Kliniken AG ist führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Neben B2B-Services in Einkauf und Logistik bietet Sana Beratung, Implementierung und Instandhaltung in den Bereichen Medizintechnik und Medizinprodukte sowie Managementleistungen für externe Kliniken an. 2022 erwirtschafteten die rund 34.500 Beschäftigten einen Umsatz von drei Milliarden Euro. Zur Sana Kliniken AG zählen mehr als 120 Gesundheitseinrichtungen, darunter Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 44 Krankenhäuser, in denen jährlich rund zwei Millionen Patientinnen und Patienten behandelt werden, sowie mehr als 50 Sanitätshäuser. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 private Krankenversicherungen. Sitz der Unternehmenszentrale ist Ismaning bei München.