Sicher durchs größte Volksfest der Region
Senftenberger Hafenfest lockt wieder tausende Besucher ans Wasser
- Größtes Volksfest der Region lockt am 2. und 3. August 2025 tausende Besucher nach Senftenberg
- Team der Notaufnahmen der Sana Kliniken Niederlausitz ist rund um die Uhr einsatzbereit
- Notarzt Dr. Eric Rüger rät: Besucher sollten sich achtsam, verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll verhalten.
„Volle Kraft voraus“ heißt es am 2. und 3. August 2025 beim Senftenberger Hafenfest. Das größte Volksfest der Region lockt am ersten Augustwochenende wieder tausende Besucher an den Hafen. Das Team der Notaufnahmen in den Krankenhäusern Senftenberg und Lauchhammer hat Erfahrung mit solchen Großereignissen und ist rund um die Uhr einsatzbereit. Im Interview erklärt Dr. Eric Rüger, Oberarzt in den Zentralen Notaufnahmen der Sana Kliniken Niederlausitz, worauf Besucher achten sollten, damit beim Fest alle Spaß haben und sich sicher fühlen können.
Herr Dr. Rüger, beim Senftenberger Hafenfest kommen tausende Menschen zusammen. Sind solche Massenveranstaltungen eine besondere Herausforderung für die Zentralen Notaufnahmen der Sana Kliniken Niederlausitz?
Nein, wir sind ein eingespieltes Team und haben reichlich Erfahrung mit großen Veranstaltungen wie Volksfesten, Sportereignissen oder Konzerten. Wir Ärzte und Pflegekräfte haben solche Massenveranstaltungen im Blick und wissen, dass es eventuell zu höheren Belegungszahlen kommen kann. Sollte ein Massenanfall von Patienten auftreten, dann greift eine Alarmierungskette, die Mitarbeitende aus ihrer Freizeit, aus Rufbereitschaften und von anderen Stationen zur Versorgung ruft. Wir können darauf vertrauen, dass im Notfall jeder im Team weiß, was er zu tun hat. Und unsere Notaufnahmen sind für die Versorgung jeder Art von Notfällen ausgestattet. Das gilt nicht nur für besondere Anlässe wie Großveranstaltungen, sondern an jedem Tag im Jahr, rund um die Uhr.
Sie haben viele Jahre Erfahrung als Notarzt. Welche Verletzungen oder gar Notfälle treten bei Volksfesten besonders häufig auf?
Typisch sind Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen oder Brüche durch Stürze. Leider kommt es auch häufig zu ernsthaften Verletzungen in Folge von Alkoholmissbrauch. Bei heißen Temperaturen treten zudem vermehrt Kreislaufprobleme auf.
Dr. Eric Rüger ist Oberarzt in den Zentralen Notaufnahmen der Sana Kliniken Niederlausitz. Als erfahrener Notarzt weiß er, welche besonderen Herausforderungen auf den Rettungsdienst bei großen Veranstaltungen in der Region warten. Download und Copyright
Worauf sollten Erwachsene achten, damit es gar nicht erst zu Notfällen oder Unfällen kommt?
Wenn viele Menschen zusammenkommen, dann sollte sich möglichst jeder rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst verhalten. Denn schließlich geht es ja darum, gemeinsam zu feiern und das Fest gesund erleben zu können. Mit Blick auf das Wetter sollte jeder darauf achten, dass er ausreichend trinkt, sich vor der Sonne schützt und es mit dem Alkohol nicht übertreibt. Das gilt auch bei den erwarteten 22° Celsius. Bequeme Kleidung und trittsicheres Schuhwerk helfen, Stürze zu vermeiden.
Haben Sie besondere Empfehlungen für ältere Menschen?
Gerade für Senioren gilt bei Hitze, am besten im Schatten immer mal wieder eine Pause einzulegen und genügend zu trinken. Ältere Menschen sollten die Mittagshitze meiden und Feste lieber morgens oder am Abend besuchen. Wer nicht mehr gut zu Fuß und auf Gehilfen wie Rollatoren angewiesen ist, sollte sich am besten schon vorher informieren, wie das Festgelände beschaffen ist und möglichst kurze Wege wählen. Außerdem ist es ratsam, vorab zu schauen, wo die Sanitäter auf dem Festplatz stationiert sind, um im Notfall schnell Hilfe zu finden. Am besten ist es, wenn ältere Menschen in Begleitung von Verwandten oder Bekannten unterwegs sind, damit sie bei Bedarf rasch Unterstützung bekommen.
Gibt es spezielle Sicherheitshinweise für Eltern mit kleineren Kindern?
Mütter und Väter sollten ihre Kinder stets im Auge behalten. Zum einen können die Kinder im Hafenbereich versehentlich ins Wasser fallen, zum anderen überfordern so große Menschenmengen Kinder manchmal und sie können sich auf dem unbekannten Areal verirren.
Falls sich die Familie in der Menge aus den Augen verliert, können Armbänder mit Kontaktdaten für den Nachwuchs hilfreich sein. Außerdem ist es ratsam, sich vorab einen festen, gut sichtbaren Treffpunkt zu vereinbaren, an dem man sich wiederfinden kann, falls man getrennt wird.
Was sollten Besucher im Notfall tun?
Zur Sicherheit sollte sich jeder am besten schon vorab einen Überblick über das Festgelände verschaffen und schauen, wo sich wichtige Punkte wie Sanitätsstationen, Ausgänge und Notausgänge befinden. Im Notfall zählt vor allem: Ruhe bewahren, wenn möglich selbst Erste Hilfe leisten und bei Bedarf professionelle Hilfe holen - entweder über die Einsatzkräfte vor Ort oder direkt über den Notruf 112.