Senftenberg,
07
April
2025
|
10:06
Europe/Amsterdam

SKN setzt auf neues Diagnoseverfahren in der Logopädie

Zusammenfassung
  • Sana Kliniken Niederlausitz führen neues Verfahren zur Diagnose von Schluckstörungen ein
  • flexible fiberendoskopische Evaluation in der Logopädie gegen lebensgefährliches Verschlucken
  • Patienten profitieren von Therapieempfehlungen dank präziserer Diagnosestellung

Ob nach einem Schlaganfall, durch eine Erkrankung oder aufgrund eines Unfalls: Schluckstörungen belasten viele Patienten – in manchen Fällen können sie sogar lebensgefährlich werden. Das Therapieteam der Sana Kliniken Niederlausitz setzt jetzt ein neues endoskopisches Verfahren ein, das eine noch präzisere Diagnosestellung ermöglicht. Patienten profitieren so von Therapieempfehlungen, die einen größeren Erfolg versprechen.

Essen, Trinken, Speichel herunterschlucken – all das funktioniert bei den meisten Menschen automatisch, unterbewusst und ohne Probleme. Doch schwere Erkrankungen wie Schlaganfälle, Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Hirntumore oder auch Schädel-Hirn-Traumata nach Unfällen können dafür sorgen, dass das Schlucken zum Problem wird. Experten sprechen in solchen Fällen von Dysphagie. „Patienten mit einer Schluckstörung haben Schwierigkeiten, feste Nahrung, den eigenen Speichel oder Flüssigkeiten mühelos zu schlucken“, erklärt Katja Luckas, Leiterin des Therapieteams der Sana Kliniken Niederlausitz in Lauchhammer.

 

Logopädie SKN


Ein neues endoskopisches Diagnoseverfahren setzen die Logopädinnen der Sana Kliniken Niederlausitz seit kurzem zur Untersuchung von Schluckstörungen ein. Die moderne Medizintechnik sichert Patienten eine noch bessere und umfassendere Betreuung auf dem Genesungsweg. Download und Copyright

Neuer Goldstandard für Diagnose des Schluckvorgangs

Während ihres stationären Aufenthaltes in den Krankenhäusern in Senftenberg und Lauchhammer bekommen betroffene Patienten professionelle Unterstützung durch die erfahrenen und fachkompetenten Logopädinnen Claudia Geißler, Konstanze Roth und Kristin Hande, die zum Therapeutenteam in den Sana Kliniken Niederlausitz gehören. Sie sind speziell auf Sprach-, Sprech- und Schluckschwierigkeiten spezialisiert. Nach der klinischen Schluckuntersuchung durch die Logopädinnen ist häufig eine weiterführende apparative Diagnostik unerlässlich, um ein umfassendes Bild der Störung zu erfassen, individuelle Therapiemaßnahmen abzuleiten und den Verlauf der Therapie zu kontrollieren. Seit Mitte März wird in den Sana Kliniken Niederlausitz für Untersuchungen zur Beurteilung des Schluckvorganges ein neues Verfahren als Goldstandart angeboten: die Flexible fiberendoskopische Evaluation (FEES).

 

FEE Scope Lauchhammer


Logopädin Claudia Geißler präsentiert die neue Medizintechnik, die in den Sana Kliniken Niederlausitz seit kurzem zum Einsatz kommt. Über eine kleine Sonde mit einer Lichtquelle erhalten die Logopädinnen des Therapieteams wertvolle Einblicke, die ihnen bei der Therapie des Patienten wichtige Hinweise liefern. Download und Copyright

Erfolgversprechende Therapieempfehlungen

„Dabei wird ein dünnes Endoskop vorsichtig durch die Nase eingeführt, das mit einem Videomonitor verbunden ist. Damit kann der Rachen- und Kehlkopf vor und nach dem Schlucken verschiedener Konsistenzen beurteilt und ausgewertet werden“, erklärt Katja Luckas und betont: „Aufgrund des ungehinderten Blicks in den Rachenraum kann der behandelnde Therapeut einschätzen, wie sicher der Patient Nahrung und Flüssigkeiten ohne Fehlschluck zu sich nehmen kann.“ Eine wichtige Information, die im Ernstfall Leben retten kann. Denn je nachdem, wie stark die Schluckstörung ausgeprägt ist, muss nicht nur die weiterführende Therapie geplant, sondern auch die Kost entsprechend angepasst werden, um lebensgefährlichem Verschlucken vorzubeugen. Doch das neue Verfahren erlaubt nicht nur eine präzisere Diagnosestellung. „Unsere Logopäden können bereits während der Durchführung schlucktherapeutische Kompensationstechniken anwenden und auf Effektivität prüfen. Dadurch sind Therapieempfehlungen möglich, die größten Erfolg versprechen“, betont Katja Luckas den weiteren großen Vorteil des neuen Verfahrens.

Mit der Investition in diese moderne Medizintechnik heben die Sana Kliniken Niederlausitz die Therapie und die umfassende Patientenbetreuung für Betroffene auf ein neues Niveau. So will der Gesundheitsdienstleister eine allumfassende und sichere Genesung für die Patientinnen und Patienten stetig verbessern. Denn für das Team der Sana Kliniken Niederlausitz endet eine umfassende Patientenversorgung aus einer Hand längst nicht mit dem Aufenthalt im Krankenhaus.