SKN verbessert urogynäkologische Versorgung
Sprechstundenangebot von Chefärztin Zainab Moualla schließt Versorgungslücke in der Niederlausitz
- Sana Kliniken Niederlausitz erweitern urogynäkologisches Leistungsspektrum
- Verbesserte Versorgung von Patientinnen mit Inkontinenz und Senkungserkrankungen
- Ermächtigungssprechstunde schließt Versorgungslücke
Inkontinenz ist ein großes Problem für viele Frauen in der Lausitz – nicht erst in höherem Alter. „Der Leidensdruck ist für die Betroffenen oft enorm“, sagt Zainab Moualla. Die Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Sana Kliniken Niederlausitz hat deshalb eine urogynäkologische Sprechstunde etabliert, in der sich Frauen beraten lassen und die Erkrankungen umfassend diagnostiziert werden können. Mit dem Angebot hat die Klinik eine wichtige Versorgungslücke in der Niederlausitz geschlossen.
„Inkontinenz und Senkungserkrankungen waren lange ein Tabuthema. Dabei haben wir heute eine Vielzahl an medizinischen Möglichkeiten, um Frauen konservativ und operativ erfolgreich zu behandeln. Wir Frauenärzte können Patientinnen nur helfen, wenn sie mit uns sprechen. Es gibt überhaupt keinen Grund für beschämtes Schweigen“, betont Zainab Moualla. Die erfahrene Chefärztin ist auf Urogynäkologie spezialisiert und damit Expertin für einen Fachbereich, der sich vorrangig mit der Diagnose und Therapie von Senkungserkrankungen der weiblichen Genitale, von Blasen- und Darmfunktionsstörungen sowie von Beschwerden nach Geburtsverletzungen beschäftigt.
Inkontinenz ist für viele Frauen ein Problem. Die Sana Kliniken Niederlausitz haben eine urogynäkologische Sprechstunde etabliert, in der sich Frauen beraten und Erkrankungen wie Inkontinenz und Senkungen umfassend diagnostiziert werden können. Download und Copyright
Urogynäkologische Spezialsprechstunde
Zainab Moualla hat das urogynäkologische Leistungsspektrum der Klinik in Lauchhammer in den vergangenen Monaten deutlich erweitert. Jeden Donnerstag von 8 bis 14 Uhr bietet sie eine Sprechstunde für Patientinnen, die mit unterschiedlichen Arten von Inkontinenz und Senkungen zu kämpfen haben. Mit einer Überweisung vom Gynäkologen oder Urologen können Betroffene über die Terminvergabestelle der Sana Kliniken Niederlausitz unter 03573 . 75-3333 oder unter skn.terminservice@sana.de einen Termin für diese Sprechstunde vereinbaren, die durch die Kässenärztliche Vereinigung als Ermächtigungssprechstunde genehmigt wurde.
Zeit für ausführliche Anamnese und Diagnostik
„Wir wissen, dass es für viele Frauen nicht leicht ist, über Inkontinenz oder Senkungen zu sprechen. Deswegen nehmen wir uns Zeit für Gespräche und eine umfangreiche Anamnese“, erklärt die Chefärztin. Die Ursachen sind vielfältig und häufig sind auch schon junge Frauen betroffen. „Mehrere spontane Geburten, ein schwaches Bindegewebe und eine ungenügend trainierte Beckenbodenmuskulatur, Übergewicht, chronischer Husten, schwere körperliche Arbeit und Rauchen gehören zu den Risikofaktoren“, zählt Zainab Moualla auf. Mit modernster Medizintechnik kann die erfahrene Gynäkologin den Ursachen auf den Grund gehen. „Wir haben einen hochmodernen urodynamischen Messplatz, mit dem wir beispielsweise den Blaseninnendruck, den Druck in der Harnröhre, die Länge der Harnröhre sowie die Kapazität der Blase messen können. Außerdem lässt sich das Zusammenspiel von Harnblase, Harnröhre und Muskulatur in Stresssituationen genau analysieren“, sagt die Chefärztin. Auch mit Hilfe von Ultraschall kann die Beschaffenheit des Beckenbodens genau untersucht werden. So lassen sich die Ursachen für eine Senkung oder die genaue Art einer Inkontinenz genau analysieren und der bestmögliche Behandlungsweg für jede Patientin finden.
Zainab Moualla, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhausstandort Lauchhammer, ist auf Urogynäkologie spezialisiert. Von der Kassenärztlichen Vereinigung hat sie die Ermächtigung für die Einrichtung einer Sprechstunde erhalten. Download und Copyright
Breites Therapie-Spektrum
Nach der ausführlichen Anamnese und Diagnostik steht die Lauchhammeraner Klinik Patientinnen mit einem umfangreichen Therapiespektrum zur Seite. „Wir können konservative Behandlungen wie eine medikamentöse Therapie, Beckenbodentraining oder Pessare, also spezielle medizinische Hilfsmittel, zur Unterstützung der Muskulatur initiieren“, erklärt Zainab Moualla. Wenn konservative Ansätze ausgeschöpft sind, bleiben operative Optionen. Dazu gehören der operative Einsatz von spannungsfreien Bändern, Operationen nach Burch, Unterspritzungen der Harnröhre, Botox-Injektionen in die Harnblase oder der Einsatz eines Blasenschrittmachers, Scheidenfixationen oder das Einbringen von Netzen, die den Organen im Beckenboden Halt geben. Bei Stuhlinkontinenz arbeiten die Klinik Hand in Hand mit den Proktologen der chirurgischen Abteilung im Krankenhaus Lauchhammer und bietet Betroffenen die Möglichkeit, sich einen Blasen-Darm-Schrittmacher einsetzen zu lassen. „Frauen müssen heute nicht mehr unter Beschwerden wie Inkontinenz und Schmerzen im Unterleib leiden, denn die Urogynäkologie bietet eine Vielzahl an Behandlungsoptionen, die Beschwerden oft nicht nur lindern, sondern Erkrankungen manchmal sogar heilen können“, betont die Chefärztin.