Spreewaldklinik bestätigt hohe Qualität in der Schwerverletztenversorgung
Fünfte Rezertifizierung in Folge unterstreicht zentrale Rolle im Traumanetzwerk Südbrandenburg
- Spreewaldklinik Lübben erhält Rezertifizierung als lokales Traumazentrum
- Verlässliche Versorgung Schwerverletzter und hohe medizinische Qualität als Teil des Traumanetzwerks Südbrandenburg
- Mehr als Teamwork: enges Zusammenwirken beteiligter Berufsgruppen, strukturierte Abläufe unter Zeitdruck, regionale Versorgungskette
Die Spreewaldklinik Lübben hat die Rezertifizierung als lokales Traumazentrum erneut erfolgreich bestanden. Bereits seit 2011 ist die Klinik kontinuierlich als lokales Traumazentrum zertifiziert. Mit der nun fünften erfolgreichen Rezertifizierung in Folge bestätigt das Haus erneut die hohe medizinische Qualität in der Versorgung schwerverletzter Patienten.
Wenn jede Entscheidung zählt
Was in einer Zertifizierung bewertet wird, lässt sich nicht auf einzelne Kennzahlen reduzieren. Im Mittelpunkt stehen konkrete Behandlungsverläufe, Abläufe unter Zeitdruck und die Frage, wie sicher medizinische Standards im Alltag greifen. Genau hier konnte das interdisziplinäre Team der Spreewaldklinik Lübben überzeugen. Die Auditoren hoben insbesondere hervor, wie strukturiert dokumentiert wird und wie konsequent digitale Lösungen in die Versorgung eingebunden sind. Der Einsatz einer Study Nurse zur strukturierten Dokumentation sowie die Arbeit mit der digitalen Patientenakte zeigen, wie Qualität im Alltag entsteht – nicht als Momentaufnahme, sondern als Ergebnis klarer Prozesse.
Dr. Carsten Johl, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie Unfallchirurgie in der Spreewaldklinik Lübben.
Versorgungsanker für die Region
Als Teil des Traumanetzwerks Südbrandenburg übernimmt die Spreewaldklinik Lübben bereits seit 15 Jahren eine verlässliche Rolle in der Versorgung schwerverletzter Patienten. Entscheidend ist dabei nicht nur die medizinische Expertise, sondern das Zusammenspiel aller Beteiligten entlang der gesamten Versorgungskette. Dass diese Struktur funktioniert, zeigt sich auch in der Entwicklung der Fallzahlen. Insgesamt 13 schwerstverletzte Patienten versorgte das Team allein im vergangenen Jahr – ein Niveau, das bereits in Richtung eines regionalen Traumazentrums weist.
Teamarbeit, die im Ernstfall entscheidet
Hinter der erfolgreichen Rezertifizierung steht das Zusammenspiel vieler Berufsgruppen. Von der Notaufnahme über die Pflege bis hin zu den OP-Teams und dem Qualitätsmanagement greifen die Abläufe ineinander – insbesondere dann, wenn jede Minute zählt. „Die erneute erfolgreiche Rezertifizierung bestätigt die hohe Qualität unserer Arbeit und zeigt, dass wir unsere Patienten auch bei schweren Verletzungen jederzeit auf höchstem Niveau versorgen können“, sagt Dr. Carsten Johl, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie Unfallchirurgie. „Die Versorgung Schwerverletzter ist immer Teamarbeit. Nur durch das perfekt abgestimmte Zusammenspiel aller Berufsgruppen – vom Rettungsdienst bis in den OP – können wir die bestmöglichen Ergebnisse erzielen.“
Ein klares Signal mit Blick nach vorn
Auch aus Sicht der Klinikumsleitung ist die Rezertifizierung mehr als eine Bestätigung des Status quo. „Die erneute Zertifizierung zeigt, dass wir mit unserer Struktur und unserer Spezialisierung genau dort stehen, wo sich die Krankenhausversorgung künftig hin entwickeln wird“, erklärt Klinikgeschäftsführer André Jasper. „Die Krankenhausreform stellt klare Anforderungen an Qualität und Spezialisierung. Für uns ist die Rezertifizierung deshalb nicht nur ein Nachweis, sondern auch eine wichtige Grundlage, um unsere Rolle in der regionalen Versorgung weiter zu stärken.“
Weiterentwicklung als Teil des Anspruchs
Die Auditoren haben neben der hohen Qualität auch Impulse für die weitere Entwicklung gegeben. Im Fokus steht dabei insbesondere die noch engere Verzahnung mit dem Rettungsdienst, um Abläufe weiter zu schärfen und Rückmeldungen systematisch zu nutzen. Für die Spreewaldklinik Lübben ist das kein neuer Anspruch, sondern Teil des eigenen Selbstverständnisses: Qualität entsteht dort, wo bestehende Strukturen regelmäßig hinterfragt und konsequent weiterentwickelt werden. Darauf dürfen sich auch die Spreewälder verlassen.
Über das Klinikum Dahme-Spreewald
Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.