Hoyerswerda,
26
Juni
2026
|
13:02
Europe/Amsterdam

Starke Herzmedizin in der Lausitz

Lausitzer Seenland Klinikum und Herzzentrum Dresden besiegeln vertiefte Zusammenarbeit

Zusammenfassung

Hoyerswerda/Dresden. Das Lausitzer Seenland Klinikum und das Herzzentrum Dresden GmbH Universitätsklinik intensivieren ihre langjährige Zusammenarbeit und besiegeln diese nun im Rahmen einer erweiterten Kooperationsvereinbarung. Ziel der Partnerschaft ist es, die kardiologische und herzchirurgische Versorgung der Menschen in der Lausitz nachhaltig zu stärken und Patientinnen und Patienten auch künftig einen schnellen Zugang zu hochspezialisierter Herzmedizin zu ermöglichen.

Kooperation LSK HZZD 2026

Herausforderungen der Krankenhauslandschaft erfordern neue Wege

Die Vertiefung der Zusammenarbeit erfolgt in einer Zeit großer Herausforderungen für das deutsche Gesundheitswesen. Gerade Krankenhäuser außerhalb der Ballungsräume sehen sich dabei besonderen Herausforderungen gegenüber. Die Gewinnung von Fachpersonal gestaltet sich schwieriger als in großen Städten, die Bevölkerung wird älter und der Bedarf an medizinischer Versorgung nimmt zu. Gleichzeitig drohen insbesondere spezialisierten Fachabteilungen und kleineren Standorten strukturelle Nachteile im Zuge der Reformen.

Vor diesem Hintergrund gewinnen starke medizinische Netzwerke zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen eine wohnortnahe Versorgung auf hohem Niveau und schaffen gleichzeitig den Zugang zu modernsten Behandlungsmöglichkeiten. Die vertiefte Zusammenarbeit zwischen dem Lausitzer Seenland Klinikum und den Sana Herzzentren in Dresden und Cottbus ist deshalb auch ein klares Signal für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung in der Lausitz.

Porträt Roland BantleDr. Roland Bantle,
Clustergeschäftsführer Sana Kliniken Sachsen:
Die intensive Zusammenarbeit unserer benachbarten Kliniken ist bei den aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen ein wichtiger Faktor, um zukünftig wohnortnahe und qualitativhochwertige Versorgung sicherzustellen.”
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Mehr Qualität durch enge Vernetzung

Die aktuelle Kooperation zwischen dem Lausitzer Seenland Klinikum und dem Herzzentrum Dresden verfolgt genau diesen Ansatz. Für eine Mitralklappenrekonstruktion mittels MitraClip-Verfahren ist die Diagnosestellung von einem Herzchirurgen vorgeschrieben. Dieser kommt bei Bedarf aus dem Herzzentrum Dresden. Gemeinsam werden die Patientenfälle bewertet und Behandlungspfade abgestimmt. Darüber hinaus bietet die Kooperation Gelegenheit, sich regelmäßig zu komplexen Herz-Kreislauf-Erkrankungen austauschen.

Dr. med. Olaf AltamnnDr. med. Olaf Altmann,
Chefarzt und Medizinischer Direktor am Lausitzer Seenland Klinikum:
Der Mitra‑Clip ist ein minimalinvasives Verfahren bei einer Mitralklappen‑Undichtigkeit. Über eine Vene in der Leiste führen wir einen Katheter bis ins Herz und bringen ein kleines Clip‑System an die Mitralklappe. Der Clip bringt die beiden Segel der Klappe wieder näher zusammen – so wird das Zurückfließen von Blut deutlich reduziert. Das Verfahren erfolgt meist ohne offene Operation und ist dadurch auch gut bei Patientinnen und Patienten anzuwenden, die operativ nicht optimal versorgbar sind.”
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Schnellere Wege für Patienten mit komplexen Erkrankungen

Für Patientinnen und Patienten in Hoyerswerda und der gesamten Lausitz bedeutet die Kooperation mit dem Sana Herzzentrum Dresden vor allem mehr Sicherheit und eine höhere Versorgungsqualität. Komplexe Krankheitsbilder können frühzeitig gemeinsam bewertet werden.

Oliver WehnerOliver Wehner,
Geschäftsführer der Herzzentrum Dresden GmbH Universitätsklinik an der Technischen Universität Dresden:
Mit dieser Kooperation können wir nun dem Wunsch der Patienten entsprechen, wohnortnahe Behandlung, kombiniert mit bestmöglicher Medizin zu etablieren. Die Patienten profitieren von einer individuellen Therapie vor Ort und exzellenten Ärzten, die sich zu jederzeit mit den Kollegen der universitären Herzmedizin abstimmen können.”
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Sollte eine hochspezialisierte Behandlung notwendig sein, erfolgt die Überweisung an die Kooperationspartner auf direktem und abgestimmtem Weg. Dadurch gehen keine wertvollen Behandlungszeiten verloren. Gleichzeitig können viele Untersuchungen, Nachsorgeleistungen und ein großer Teil der Behandlung weiterhin wohnortnah in Hoyerswerda erfolgen.

Juliane Kirfe_01Juliane Kirfe,
Geschäftsführerin der Lausitzer Seenland Klinikum GmbH:
Wir sind hier in der glücklichen Lage - im wahrsten Sinne des Wortes - gleich zwischen zwei Sana-Herzzentren zu liegen, nämlich dem in Dresden und dem in Cottbus. Mit der engen Zusammenarbeit können wir in Hoyerswerda, wohnortnah beste Herzmedizin anbieten, die es sonst nur in Großstädten bei Maximalversorgern gibt.”
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Die neue Vereinbarung steht beispielhaft für eine moderne Gesundheitsversorgung, in der regionale Krankenhäuser und Spitzenzentren ihre jeweiligen Stärken bündeln. Gemeinsam schaffen die Kliniken im Sana-Verbund die Voraussetzungen dafür, dass die Menschen in der Lausitz auch künftig von einer leistungsfähigen, hochwertigen und zukunftssicheren Herzmedizin profitieren.

Über das Lausitzer Seenland Klinikum

Das Lausitzer Seenland Klinikum als Krankenhaus der Schwerpunktversorgung gliedert sich in 14 Fachabteilungen und 2 Institute. Es ist eingestuft als Unfallkrankenhaus und verfügt über einen eigenen Hubschrauberlandeplatz. Seit 2002 ist das Klinikum Akademisches Lehrkrankenhaus der Technischen Universität Dresden. Angeschlossen ist auch eine moderne Medizinische Berufsfachschule mit 150 Ausbildungsplätzen. Insgesamt stehen unserem Haus 410 Planbetten zur Verfügung. Jährlich kommen über 17.000 Patienten zur stationären und rund 25.000 zur ambulanten Behandlung in unser Klinikum. Die durchschnittliche Verweildauer der Patienten über alle Kliniken betrug im Jahr 2025 5,2 Tage. Über 800 Mitarbeiter sind im Klinikum beschäftigt, über 1.000 Mitarbeiter im Konzern.

Über das Herzzentrum Dresden Universitätsklinik 

Das Herzzentrum Dresden Universitätsklinik, ein Krankenhaus der Sana Kliniken AG, ist ein Fachkrankenhaus der Maximalversorgung mit 220 Planbetten und ca. 800 Mitarbeitern. Insgesamt werden in den Kliniken für Herzchirurgie sowie Innere Medizin und Kardiologie jährlich rund 15.000 Patienten ambulant und ca. 10.000 Patienten stationär behandelt.

Über die Sana Kliniken AG