Rummelsberg,
22
Januar
2025
|
10:30
Europe/Amsterdam

Starkes Zeichen für den Klinikstandort Rummelsberg: zwei neue Chefärzte kommen

Leistungserweiterung in den Bereichen Gastroenterologie und Viszeralchirurgie

Starkes Zeichen für den Klinikstandort Rummelsberg: Das Krankenhaus Rummelsberg baut nicht nur gerade ein neues Wichernhaus, sondern erweitert auch sein Leistungsspektrum in 2025. Chefarzt des neu geschaffenen Bereiches Gastroenterologie wird Dr. Adrian Vizireanu, der von Altdorf nach Rummelsberg wechselt. Zugleich kommt vom Klinikum Fürth für den Bereich der Viszeralchirurgie Sven Henne nach Rummelsberg. „Ich bin sehr froh, dass wir die Beiden für das Krankenhaus in Rummelsberg gewinnen konnten. Die wichtigste Nachricht für die Bevölkerung im Landkreis: Die Versorgung in der Region ist sichergestellt und wird sich weiter verbessern“, so Klinik-Geschäftsführer Frank Stauch. 

Mit dem Feuchter Dr. Adrian Vizireanu stand Stauch seit dem Bekanntwerden, dass die Notfallversorgung in Altdorf und der akutstationäre Bereich geschlossen werden, in Kontakt. In Erstgesprächen ging es darum, wie die Versorgung der Bevölkerung im Bereich der Gastroenterologie weiter sichergestellt werden kann. „Da das Krankenhaus Rummelsberg nur acht Kilometer von Altdorf entfernt liegt, war es für uns naheliegend, das gastroenterologische Versorgungsangebot an die bestehende Klinik für Innere Medizin in Rummelsberg anzuschließen“, betont Stauch. Durch diese Erweiterung können nunmehr internistische Patienten in den Bereichen Allgemeine Innere Medizin, Pneumologie, Geriatrie, Palliativmedizin, Kardiologie, Gastroenterologie und Diabetologie behandelt werden. Vizireanu ist froh, dass er nun bald in Rummelsberg wieder loslegen kann und begründet seinen Wechsel von Altdorf nach Rummelsberg mit den Worten: „Ich habe immer klar gesagt, dass ich ein Akutmediziner bin und dass ein Krankenhaus ohne Notaufnahme, Intensivmedizin und Akutmedizin kein Krankenhaus ist. Ich habe eine Lösung gesucht, um meine 30-jährige Erfahrung auf dem Gebiet in der Region halten und vielleicht auch verbessern zu können. Diese Möglichkeit habe ich hier am Krankenhaus Rummelsberg gefunden, daher habe ich mich für einen Wechsel entschieden.“ Der Mediziner ist sich sicher, dass sich die medizinische Versorgung der Patienten durch das Zusammenspiel der verschiedenen Disziplinen am Krankenhaus Rummelsberg deutlich verbessern wird – und fiebert seinem Start entgegen.

Sven Henne kommt aus der Kleeblattstadt

Eine enge Zusammenarbeit ist mit der ebenfalls neugeplanten viszeralchirurgischen Klinik geplant, die ab 1. Mai 2025 in Rummelsberg ihre Arbeit aufnimmt. Dafür wechselt Sven Henne, momentan geschäftsführender Oberarzt am Klinikum Fürth, nach Rummelsberg, wo er Chefarzt der Klinik für Viszeralchirurgie wird. Seit seiner Facharztanerkennung im Jahr 2015 war Henne in verschiedenen Positionen am Fürther Klinikum tätig. Studiert hat der aus Niedersachsen stammende Facharzt für Allgemeinchirurgie und Facharzt für Visceralchirurgie im benachbarten Erlangen und ist in der Region „hängen geblieben“, wie er sagt. Neben umfangreichem Know-how der Roboter-Chirurgie kann sich Henne auch knapp zehn Jahre als Koordinator eines zertifizierten Darmkrebszentrums auf die Fahnen schreiben und ist seit 2021 auch Zentrumsoperateur im Sinne der Deutschen Krebsgesellschaft. „Ich freue mich auf die neue berufliche Herausforderung und das Etablieren einer neuen Abteilung am überregional bekannten Krankenhaus Rummelsberg. Wir wollen den Landkreisbürgern eine heimatnahe Versorgung auf dem höchsten Stand der Wissenschaft ermöglichen. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten für mich essentiell“, so der 45-Jährige. „Durch die enge Verzahnung der beiden neuen Abteilungen können Patienten nicht nur ambulant bei uns gespiegelt, sondern im Bedarfsfall auch stationär operiert werden“, so Geschäftsführer Frank Stauch. Ein künftiger Schwerpunkt wird sicherlich die Darmchirurgie, sowohl bei gut- als auch bösartigen Erkrankungen. Aber auch weitere Krankheitsbilder und Organe können zukünftig in Rummelsberg behandelt werden. Ganz konkret betrifft dies Magen, Leber, Bauspeicheldrüse, Milz und Gallenblase, aber auch Schilddrüsenknoten sowie Gallensteine.

„Stillstand ist für uns keine Option“

Vizireanu lobt die Einstellung der handelnden Personen vor Ort in Rummelsberg: „Durch den visionären Blick der Geschäftsführung werden wir die medizinische Versorgung auf ein neues Level bringen. Die neugeschaffene gastroenterologische Abteilung wird mit modernster Technik ausgestattet sein – sowohl für den ambulanten als auch stationären Bereich. Ich freue mich, dass ich meine Patienten, die ich seit über 25 Jahren begleitet habe, bald wiedersehen werde.“ Geschäftsführer Frank Stauch investiert für die Erweiterung zwei Millionen Euro, wobei die Hälfte der Kosten für Medizintechnik benötigt wird. Derzeit werden im Eingangsbereich des Laurentiushauses die vorhandenen Räumlichkeiten umgebaut. Im bestehenden Wichernhaus wird eine frühere Station ertüchtigt, um 30 zusätzliche Betten zu schaffen. „Stillstand ist für uns keine Option“, so Stauch, der auch sagt, dass die in Altdorf durch das dortige Management angestoßenen Veränderungen insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Krankenhausreform nachvollziehbar und auch richtig sind. „Die an Krankenhäuser vom Gesetzgeber gestellten Strukturanforderungen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und werden zukünftig weiter steigen. Von daher ist der Betrieb von kleinen Krankenhausstandorten als akutstationäre Einrichtung vielerorts nicht mehr sinnvoll oder einfach nicht mehr machbar. Das muss aber für die Bevölkerung nicht unbedingt schlecht sein, da größere Krankenhäuser in der Regel auch deutlich umfangreichere diagnostische und therapeutische Möglichkeiten bieten und somit eine umfassendere, fachübergreifendere Behandlung ermöglicht wird. Dies ist am Ende meist wichtiger als die Nähe des Krankenhauses“, so Stauch, der abschließend noch einmal betont: „Die gute Nachricht für alle Bürger im Landkreis Nürnberger Land und insbesondere auch für die Bürger in Altdorf ist die, dass die akutmedizinische Versorgung nach wie vor sichergestellt ist, da wir hier am Krankenhausstandort Rummelsberg ein umfangreiches medizinisches Leistungsangebot vorhalten, welches wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut haben und weiter ausbauen wollen.“

Durch die Veränderungen in Altdorf rechnet der Geschäftsführer mit einem deutlichen Anstieg des Patientenaufkommens in der zentralen Notaufnahme und hat bereits veranlasst, dort entsprechend die Versorgungskapazitäten auszubauen.

Leistungserweiterung Gastroenterologie & Viszeralchirurgie

Klinik-Geschäftsführer Frank Stauch (Bildmitte) mit den neuen Chefärzten: Dr. Adrian Vizireanu (links) und Sven Henne (rechts). | Foto: Uwe Niklas

Download und Copyright

Über das Krankenhaus Rummelsberg

Das Krankenhaus Rummelsberg, in der Trägerschaft der Sana Kliniken AG, verfügt über 360 Betten und ist südöstlich von Nürnberg gelegen. Das Lehrkrankenhaus der Universität Erlangen-Nürnberg ist in den Fachbereichen Orthopädie und Unfallchirurgie (210 Betten), Neurologie (60 Betten), Innere Medizin (30 Betten) und Geriatrische Rehabilitation (60 Betten) weit über die Grenzen der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen hinaus bekannt und spezialisiert. Medizinische und pflegerische Fachkompetenz prägen die Arbeit im Krankenhaus Rummelsberg. Rund 13.000 stationäre und 23.000 ambulante Patienten werden hier jährlich versorgt. Zwischen 2023 und 2027 wird das bisherige Wichernhaus durch ein hochmodernes Klinikgebäude ersetzt. Die Baumaßnahme in Höhe von 150 Millionen Euro wird durch den Freistaat Bayern teilweise gefördert. Mehr Informationen unter www.krankenhaus-rummelsberg.de

Über die Sana Kliniken AG