Cottbus,
16
Mai
2025
|
10:35
Europe/Amsterdam

Stille Gefahr mit schlimmen Folgen

Zusammenfassung
  • 17. Mai 2025 Welt-Hypertonie-Tag
  • 30 Millionen Deutsche leiden an Bluthochdruck
  • Tückische Erkrankung mit verheerenden Folgen bleibt oft unerkannt

 

Mehr als 30 Millionen Deutsche leiden aktuellen Studien zur Folge an Bluthochdruck. Diese folgenschwere Erkrankung ist eine oft unterschätzte Gefahr für die Gesundheit. Viele Menschen leben jahrelang mit zu hohen Werten, ohne es zu wissen. Dabei kann unbehandelter Bluthochdruck schwerwiegende Folgen haben.

 „Bluthochdruck ist tückisch, weil er lange keine Beschwerden verursacht“, erklärt Elena Filenberg, Fachärztin für Innere Medizin im Sana-Herzzentrum Cottbus. „Viele Betroffene fühlen sich gesund und bemerken den erhöhten Druck erst, wenn es bereits zu Organschäden gekommen ist.“ Die Fachärztin für Innere Medizin kennt die Gefahren, die zu hoher Blutdruck auslöst. „Viele unserer Patienten, die wir im Herzzentrum behandeln, leiden jahrelang vor einer schweren Herzerkrankung unter zu hohem Blutdruck. Oft wird dieser erst dann erkannt, wenn ein Haus- oder Facharzt genauer hinschaut, denn im Alter steigt das Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken. „Mit den Jahren verlieren die Gefäße ihre Elastizität und versteifen. Deshalb ist bei Älteren Menschen oft nur der obere Blutdruckwert,  also der systolische Wert, erhöht“, erklärt sie. Doch längst ist Bluthochdruck keine Alterserkrankung mehr. „Heute entwickeln auch immer mehr Kinder und Jugendliche Bluthochdruck. Übergewicht und zu wenig Bewegung gelten für sie als die größten Risikofaktoren.“

Elena Filenberg

 

Oberärztin Elena Filenberg kennt als Fachärztin für Innere Medizin die Auswirkungen von dauerhaft erhöhtem Blutdruck. Sie rät zur regelmäßigen Blutdruckmessung. 

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Unsichtbare Bedrohung: So entsteht Bluthochdruck

Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, entsteht, wenn das Blut mit zu hohem Druck gegen die Wände der Arterien drückt. Auf Dauer kann dies die Blutgefäße schädigen und zu einer Reihe von Folgeerkrankungen führen. „Die ständige Belastung der Gefäßwände durch den hohen Druck führt zu Ablagerungen und Verhärtungen“, so Elena Filenberg. „Dadurch werden die Gefäße enger und das Herz muss noch stärker pumpen, um den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen.“ Die Folgen können verheerend sein. „Verengte Herzkranzgefäße, die durch den hohen Druck entstehen, können zu einem lebensbedrohlichen Herzinfarkt führen“, warnt die erfahrene Ärztin. Ebenso riskant ist das steigende Risiko für einen Schlaganfall. „Wenn aufgrund des zu hohen Blutdrucks ein Blutgefäß im Gehirn platzt oder aufgrund der Verengung ein Gefäß im Gehirn verstopft, kommt es zu einem Schlaganfall“, erklärt die Ärztin. Doch damit nicht genug: Auch die Nieren können durch den chronisch erhöhten Druck Schaden nehmen und im schlimmsten Fall versagen. Und selbst die Augen sind nicht sicher. „Die feinen Blutgefäße in der Netzhaut können durch den hohen Blutdruck geschädigt werden, was zu Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen kann“, erklärt die erfahrene Fachärztin Elena Filenberg. 

Ursachen liegen oft im eigenen Lebensstil

Bluthochdruck ist nicht gleich Bluthochdruck. Fachleute unterscheiden zwischen primärer und sekundärer Hypertonie. Je nachdem, ob eine Grunderkrankung vorliegt oder nicht. „Bei gut 90 Prozent aller Patientinnen und Patienten liegt keine ursächliche Grunderkrankung vor“, erklärt Elena Filenberg. „Wir sprechen dann von einer primären oder auch essenziellen arteriellen Hypertonie. Mehrere Faktoren begünstigen ihre Entstehung: Allen voran das Alter, eine familiäre Veranlagung sowie ein jahrelanger ungesunder Lebensstil.“

Im Gegensatz dazu steht die sekundäre arterielle Hypertonie, die nur selten auftritt. Hier ist der Bluthochdruck die Folge einer anderen Erkrankung, meist einer Nierenerkrankung, einer hormonellen Störung oder Schlafapnoe. Kann die Ursache erfolgreich behandelt werden, normalisiert sich der Blutdruck in der Regel wieder. Vor allem junge Menschen sind häufiger von einer sekundären Hypertonie betroffen. Deshalb rät die Fachärztin zur eigenen Vorsorge. „Früherkennung und Prävention sind entscheiden, um die Gefahren von Bluthochdruck zu minimieren.

Tipps für einen gesunden Blutdruck vom Profi

Es gibt viele Möglichkeiten, wie jeder selbst aktiv zu einem gesunden Blutdruck beitragen kann. „Regelmäßige Blutdruckmessungen beim Hausarzt oder in der Apotheke helfen dabei Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Außerdem sollte jeder auf eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse und die Aufnahme von Salz reduzieren, da dies den Blutdruck erhöhen kann“, rät Elena Filenberg.  Außerdem sollten Lausitzer sich ausreichend Bewegen, denn schon moderate Bewegung kann einen positiven Effekt auf den Blutdruck haben. Da Übergewicht ein Risikofaktor für Bluthochdruck ist, kann eine Reduktion des Körpergewichts den Blutdruck senken. „Außerdem sollte auf Nikotin verzichtet werden, da Rauchen die Blutgefäße schädigt und den Blutdruck erhöht“, erklärt Elena Filenberg weiter.  Nicht zuletzt ist es wichtig, Stress abzubauen. „Ein geringeres Stresslevel wirkt positiv auf den Blutdruck.“

 

Über das Sana-Herzzentrum Cottbus

Das Sana-Herzzentrum Cottbus ist ein modernes Krankenhaus, das auf die Versorgung von kardialen Erkrankungen spezialisiert ist. Die Klinik im Herzen der Lausitz bieten medizinisch-pflegerische Leistungen auf höchstem Niveau. Jährlich lassen sich mehr als 4.500 Patienten herzchirurgisch und kardiologisch stationär durch die versierten Mediziner behandeln. Moderne Technik und innovative Therapiekonzepte für den Patienten gewährleisten größtmögliche Sicherheit und beste Langzeitergebnisse. Dabei steht das Sana-Herzzentrum Cottbus für ausgezeichnete Herzmedizin und erreicht im Ranking Deutschlands beste Krankenhäuser bundesweit Platz 2. Die Klinik für Herzchirurgie ist im Jahr 2022 bereits das dritte Mal in Folge als beste Herzchirurgie Deutschlands vom FAZ-Institut auszeichnet worden. Bei der Anwendung der kathetergestützten Aortenklappenimplantation (TAVI) über die Leistenvene zählt die Cottbuser Spezialklinik mit mehr als 5.000 behandelten Patienten sogar zur Weltspitze.

Über die Sana Kliniken AG