Wismar,
08
Mai
2026
|
10:02
Europe/Amsterdam

Tag gegen den Schlaganfall: Sana HANSE-Klinikum Wismar informiert zu Risikofaktoren, Verlauf und Therapie

Das Team der Schlaganfallstation (Stroke Unit) des Sana HANSE-Klinikums Wismar lädt zu einer Informationsveranstaltung zum Tag gegen den Schlaganfall ein.

Zusammenfassung
  • Blutdruck regelmäßig kontrollieren
  • Auch Laien können erste Signale erkennen 

Bei einem Schlaganfall kommt es zu einer plötzlichen Beeinträchtigung der Blutversorgung im Gehirn. Das kann entweder durch einen Gefäßverschluss oder eine Hirnblutung verursacht werden. Der Schlaganfall ist eine häufige Erkrankung. Jedes Jahr erleiden rund 200.000 Menschen in Deutschland erstmalig einen Schlaganfall. Fast sieben Prozent der Betroffenen sterben innerhalb der ersten 30 Tage. Patienten, die einen Schlaganfall überleben, leiden oftmals unter Einschränkungen, die die Lebensqualität deutlich reduzieren.

Dr. Sabine Mehnert erläutert: „Ein Schlaganfall kann mit unterschiedlichen Symptomen einhergehen. Je nach Größe und Lokalisation des Schlaganfalls können schwere Behinderungen und Pflegebedürftigkeit die Folge sein. Bereits durch einfache Maßnahmen lässt sich jedoch das Schlaganfallrisiko deutlich reduzieren.

Blutdruck regelmäßig kontrollieren
Besonders ein Risikofaktor ist für die Vermeidung von Schlaganfällen bedeutend. Ein zu hoher Blutdruck, Experten sprechen von arterieller Hypertonie, kann langfristig zu irreparablen Gefäßschäden führen und lebenswichtige Organe wie Gehirn, Herz, Nieren und Augen beeinträchtigen. Mehr als die Hälfte aller Männer zwischen 65 und 69 Jahren in Deutschland hat zu hohe Blutdruckwerte. Bei den über 80-Jährigen sind es sogar bis zu 80 Prozent. Besonders gefährlich ist, dass ein zu hoher Blutdruck oftmals ohne Symptome verläuft und somit unbemerkt bleibt. Es ist wichtig, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren – auch wenn man sich gesund fühlt.

Nach den Nationalen Versorgungsleitlinien sollte der Blutdruck einen Wert von 140/90 mmHg möglichst nicht überschreiten, vor allem im jüngeren Alter liegen die Zielwerte unter 130/80 mmHg. Sind die Werte über mehrere Messungen hinweg konstant zu hoch, ist eine Langzeitmessung über 24 Stunden sinnvoll. Ein zu hoher Blutdruck lässt sich durch einen gesunden Lebensstil mit Gewichtskontrolle, einer salzarmen Ernährung, ausreichend Bewegung sowie Verzicht auf Alkohol und Tabak vermeiden oder senken. Gelingt dies nicht, wird er mit Medikamenten behandelt.

Auch Laien können erste Signale erkennen
Neben der Prävention kommt der Früherkennung eines sich ankündigenden Schlaganfalls eine große Bedeutung zu. Je schneller die Behandlung auf einer spezialisierten Schlaganfallstation eingeleitet wird, desto besser ist die Prognose. Um die typischen Anzeichen eines Schlaganfalls zu erkennen, braucht es keine medizinische Ausbildung. Mit dem FAST-Test steht ein einfacher Schnelltest zur Verfügung, der auch für Laien verständlich ist. Die Abkürzung steht für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit). Die erweiterte Version BEFAST beinhaltet zusätzliche Tests für Balance (Gleichgewicht) und Augen (Eyes).

„Auch medizinische Laien können erste Symptome schnell erkennen. Sollte nur der geringste Verdacht bestehen, ist unverzüglich der Notruf unter der Nummer 112 zu wählen. Jede Sekunde zählt. Eine Behandlung sollte so schnell wie möglich erfolgen, denn eine Verzögerung kann Hirngewebe kosten.“ führt Frau Dr. Mehnert aus.

Kommen Sie zu unserer Informationsveranstaltung am 3. Juni 2026, um 17:00 Uhr ins Wismarer Zeughaus und informieren Sie sich über Vorbeugung und Behandlung von Schlaganfällen. Geben Sie Ihr Wissen in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis weiter und tragen Sie somit zu einer Risikoreduktion für diese häufige Erkrankung bei. Ein weiteres Thema der Veranstaltung werden Sprech-, Sprach- und Schluckstörungen nach Schlaganfällen sein.

Dr. med. Sabine Mehnert

Dr. med. Sabine Mehnert, Chefärztin der Klinik für Neurologie und Geriatrie im Sana HANSE-Klinikum Wismar

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