Dahme-Spreewald,
11
Juni
2025
|
09:42
Europe/Amsterdam

Tropfen für Tropfen: Mit Blutspenden zum Lebensretter

Am 14. Juni 2025 ist Weltblutspendetag

Zusammenfassung
  • Weltblutspendetag am 14. Juni 2025
  • Klinikum Dahme-Spreewald benötigt jährlich ungefähr 3800 Blutkonzentrate mit roten Blutkörperchen zur Versorgung 
  • Regelmäßige Blutspendetermine direkt im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen

Mit einer Blutspende kann jeder zum Lebensretter werden. Die lebensrettenden Transfusionen sind für Patienten mit ausgeprägter Anämie (Blutarmut) - verursacht zum Beispiel durch Krebs, chronische Nieren- und Darmerkrankungen, aber auch durch akute Blutungen, wie Unfallverletzungen oder größere Operationen - unverzichtbar. Das Klinikum Dahme-Spreewald benötigt an den beiden Krankenhaus-Standorten jährlich ungefähr 3800 Blutkonzentrate mit roten Blutkörperchen zur Versorgung der Patienten

 „Blutspenden können Leben retten. Die marktreife Entwicklung eines Kunstblutes mit vergleichbaren Eigenschaften ist bislang noch nicht absehbar", sagt Ulrich Wenzel. Der Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin ist der Transfusionsverantwortliche am Krankenhaus-Standort Königs Wusterhausen. Glücklicherweise ist der Verbrauch von Blutkonserven seit Jahren rückläufig. Das liegt vor allem daran, dass moderne Verfahren blutsparende Operationen ermöglichen und dadurch weniger Fremdblut benötigt wird. In manchen Situationen sind Blutprodukte allerdings nach wie vor unverzichtbar. „Anämie ist die häufigste Begründung einer Transfusion. Da jedoch zahlreiche Ursachen für die Anämie möglich sind, versucht man normalerweise, wenn genügend Zeit bleibt, zunächst die Ursache der Anämie zu beheben, zum Beispiel einen Eisenmangel. Die Transfusion wird erst notwendig, wenn der Patient zu instabil wird und eine rechtzeitige Therapie der Anämie nicht mehr möglich ist“, erklärt der Oberarzt. Das kann beispielsweise bei bestimmten Operationen, schweren Verletzungen, Magen- und Darmblutungen, sowie der Behandlung von Krebspatienten, manchmal auch im Rahmen einer Geburt der Fall sein.

Blutspende

 

 

Mit einer Blutspende zum Lebensretter: Im Klinikum Dahme-Spreewald sind Blutprodukte für die Behandlung von Patienten unverzichtbar. Wegen der begrenzten Haltbarkeit sind die Krankenhäuser ständig auf Nachschub angewiesen. 

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Gut geschützter Vorrat

Das Klinikum Dahme-Spreewald hat im Jahr 2024 an den beiden Standorten in Königs Wusterhausen und Lübben 3720 Erythrozyten-Konzentrate (rote Blutkörperchen) verbraucht. Hinzu kamen 73 Thrombozyten-Konzentrate (Blutplättchen) und 326 gefrorene Frischplasmen (flüssiger Teil des menschlichen Blutes ohne Blutzellen, enthält zum Beispiel die Gerinnungsfaktoren). Damit immer genügend lebensrettende Blutprodukte verfügbar sind, unterhält das Klinikum Dahme-Spreewald an beiden Krankenhaus-Standorten Blutdepots, in denen ein Vorrat lagert. Die Blutprodukte sind empfindlich und haben eine begrenzte Haltbarkeit, weswegen ständig Nachschub benötigt wird. Erythrozyten-Konzentrate halten sich bei +2°C bis +6°C bis zu 49 Tage. Schockgefrorenes Frischplasma ist deutlich länger haltbar, und kann bei -40°C bis zu zwei Jahre aufbewahrt werden. Thrombozyten-Konzentrate sind am empfindlichsten, sie müssen bei Raumtemperatur gelagert werden und müssen während der Lagerung durch Agitatoren ständig behutsam geschwenkt werden, um ein Zusammenkleben zu verhindern. Nur so kann ihre Funktion erhalten werden, gleichzeitig beträgt die Haltbarkeit dabei kurze 4 Tage. Deswegen liegen Thrombozyten-Konzentrate nicht vor Ort im Blutdepot, sondern werden bei Bedarf vom Blutspendedienst geliefert.

Blutspende-Aktionen in der Region

Bundesweit werden nach Angaben des Blutspende-Dienstes des Deutschen Roten Kreuz jeden Tag rund 15.000 Blutspenden benötigt, um den Bedarf in Krankenhäusern und Arztpraxen zu decken. Vor allem während der Urlaubs- und Ferienzeit ist der Vorrat an Konserven regelmäßig recht klein, weil für gewöhnlich weniger Menschen Blut spenden. Umso wichtiger ist es also, auch im Sommer bei Blutspendeaktionen mitzumachen. In Deutschland darf jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren Blut spenden - Männer maximal sechsmal im Jahr, Frauen höchstens viermal jährlich. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern der Gesundheitszustand. Vor der Blutspende erfolgt eine ärztliche Untersuchung, bei der Temperatur, Blutdruck und Puls gemessen werden. Mit einem Test wird das Spenderblut auf Infektionen untersucht und bei Erstspenden zudem die Blutgruppe bestimmt.

Das Klinikum Dahme-Spreewald erhält seine Blutkonserven über den Blutspendedienst vom Deutschen Roten Kreuz. Die Organisation führt in Königs Wusterhausen und Lübben regelmäßig Blutspendeaktionen durch. Regelmäßig finden auch Blutspende-Aktionen im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen statt. Aktuelle Termine und viele Informationen rund ums Blutspenden gibt es auf der Internetplattform www.drk-blutspende.de.

Zum Weltblutspendetag

Der Aktionstag wurde vor 21 Jahren durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Internationale Organisation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, die International Society of Blood Transfusion und die International Federation of Blood Donor Organizations ins Leben gerufen. Als Datum wurde der 14. Juni gewählt – der Geburtstag des Pathologen Karl Landsteiner (1868 – 1943), der als Entdecker des AB0-Systems der Blutgruppen gilt und als „Vater der Immunhämatologie“ bezeichnet wird. Die weltweit erste Bluttransfusion gelang vor rund 200 Jahren in England.

Über das Klinikum Dahme-Spreewald 

Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versordnungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.

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