Cottbus,
15
Juli
2026
|
09:41
Europe/Amsterdam

Vom Kaukasus nach Cottbus: Wie ein Herzchirurg seinen Traum verwirklichte

Temirlan Erkenov fand im Sana-Herzzentrum Cottbus nicht nur eine neue berufliche Heimat, sondern ein Team, das ihn auf seinem Weg zum Spezialisten begleitet hat.

Zusammenfassung
  • Karriere made in SHC: Herzchirurg Temirlan Erkenov verstärkt seit 10 Jahren das Team im Sana-Herzzentrum Cottbus
  • Breite Unterstützung und intensive Förderung: So lernen Nachwuchsmediziner von Erfahrung und Expertise der Experten in der Spezialklinik
  • Berufliches und privates Zuhause gefunden: Wie die Lausitz zum neuen Zuhause für den Mediziner aus Karatschai-Tscherkessien wurde

Mitarbeitende weiterentwickeln, Teams fördern und Ärzte zu Spezialisten ausbilden – das prägt die Philosophie des Sana-Herzzentrum Cottbus seit der Gründung vor mehr als 30 Jahren. Der exzellente Ruf der Spezialklinik hallt weit über die Grenzen Brandenburgs hinaus. Internationale Mediziner kommen in die Lausitz, um hier von erfahrenen Herz-Experten zu lernen. Einer von ihnen ist Temirlan Erkenov. Der junge Herzchirurg hat viel für seinen großen Traum gewagt – und viel gewonnen.  

Rund 2800 Kilometer liegen zwischen Temirlan Erkenovs alter und seiner neuen Heimat. Der 36-Jährige ist in Karatschai-Tscherkessien aufgewachsen – einem Land im Kaukasus, wo im Sommer Mais- und Sonnenblumenfelder blühen und im Winter Touristen zwischen imposanten Berggipfeln die Skipisten hinunterjagen. Nicht einmal eine halbe Million Menschen leben in der Republik im Süden Russlands. Hier zählen Tradition, Religion und Familie - Werte, die Temirlan Erkenovs Fundament bilden. „In meiner Heimat bleibt der jüngste Sohn zuhause und kümmert sich um die Eltern, Haus und Hof“, sagt er. Temirlan Erkenov ist der jüngste Sohn – und dass er heute Herzpatienten in der Lausitz das Leben rettet, ist mehreren glücklichen Fügungen zu verdanken.

Vom ersten Moment an willkommen

„Als ich klein war, wurde mein Opa sehr krank. Mein Vater holte damals zwei, drei Professoren aus Moskau, weil die Medizin in meiner Heimat nicht so gut war. Damals habe ich beschlossen: Ich werde selbst Arzt, um helfen zu können“, blickt er zurück. Während seiner Ausbildung zum Facharzt für Herz- und Gefäßchirurgie an der Uniklinik in Moskau riet ihm ein erfahrener Professor, nach Deutschland zu gehen, um sich dort weiter zu qualifizieren. Der Mediziner folgte dem Rat und wagte das Abenteuer. „Als ich 2014 in Düsseldorf aus dem Flieger stiegt, konnte ich nicht mehr als ,Guten Morgen‘ sagen“, erinnert sich der Mediziner. Ein Jahr lang büffelte er im Ruhrpott Deutsch und bewarb sich dann bundesweit. „Ich habe in rund 15 Kliniken hospitiert – aber so wie in Cottbus war es in keinem anderen Krankenhaus“, erzählt Temirlan Erkenov und ist bis heute dankbar dafür, dass er vom ersten Moment an das Gefühl hatte, im Sana-Herzzentrum willkommen zu sein und mit offenen Armen empfangen wurde. Diese Herzlichkeit ist bis heute geblieben – und aus manchem beruflichen Miteinander sind private Freundschaften entstanden.

Herzchirurg Temirlan Erkenov


Fühlt sich wohl in Cottbus und in seinem beruflichem Zuhause im Sana-Herzzentrum: Herzchirurg Temirlan Erkenov.
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Wenn Deutschland, dann Cottbus

Bereits am Abend dieses ersten Tages stand für ihn fest: Wenn Medizin in Deutschland, dann nur in Cottbus. Noch auf dem Heimweg buchte er sein Ticket zurück nach Moskau, um in der Heimat alle notwendigen Unterlagen zu holen – und eines der wichtigsten Gespräche seines Lebens zu führen: Würde seine Familie ihn unterstützen und ihn nach Deutschland ziehen lassen? Seine Großeltern rieten ihm zu dem Schritt, seine Eltern stimmten zu und sein großer Bruder übernahm liebend gern die Rolle, sich um Haus, Hof und Eltern zu kümmern. „Wenn sie Nein gesagt hätten, wäre ich geblieben“, sagt Temirlan Erkenov und hat bis heute eine starke und enge Bindung zu seiner Familie, spricht fast täglich mit seinen Eltern. Mit seiner Frau und den beiden kleinen Kindern hat er inzwischen seine eigene Familie gegründet. Gemeinsam leben sie in Cottbus und reisen mehrmals im Jahr nach Karatschai-Tscherkessien, um seine Eltern zu besuchen.

Berufliches Zuhause gefunden

Temirlan Erkenov hat in der Lausitz nicht nur ein neues Stück Familie gefunden, sondern auch Freunde und ein berufliches Zuhause. „Ich bin sehr, sehr dankbar für Menschen wie Professor Dirk Fritzsche, Dr. Sören Just und Dr. Oliver Grimmig, die mich auf meinem Weg zum Herzchirurgen unterstützt und so viel in mich investiert haben. Die Förderung durch das Sana-Herzzentrum Cottbus, die Unterstützung durch meine Kolleginnen und Kollegen sowie die Teilnahme an internationalen Kongressen haben wesentlich zu meiner fachlichen und persönlichen Entwicklung beigetragen“, sagt der junge Facharzt und ist glücklich darüber, eine Klinik wie das Cottbuser Herzzentrum gefunden zu haben: „Hier herrscht keine Ellenbogen-Mentalität, sondern hier läuft alles, wie bei einer gut funktionierenden Maschine.“  An der Seite der erfahrenen Herz-Experten, mit Unterstützung des gesamten Teams und durch intensive Weiterbildung auf internationalen Kongressen hat sich Temirlan Erkenov selbst zu einem versierten Herzchirurgen entwickelt, übernimmt heute anspruchsvolle Bypass-Operationen und Eingriffe an der Aortenklappe. 

Spitzenmediziner der nächsten Generation

Die Wege in der Herzchirurgie sind weit, die Ansprüche hoch – umso wichtiger ist es für Nachwuchsmediziner, von der Erfahrung und Expertise der Experten der Spezialklinik lernen und daran wachsen können. „Wir haben hier über viele Jahre eine Kultur aufgebaut, in der ärztliche Entwicklung ausdrücklich gewollt ist. Wer zu uns kommt, soll nicht nur Dienst tun. Er soll Medizin lernen, Verantwortung übernehmen, sich spezialisieren und fachlich wachsen können. Das ist für ein Herzzentrum von zentraler Bedeutung. Denn Spitzenmedizin braucht immer auch die nächste Generation von Spezialistinnen und Spezialisten“, sagt Prof. Dr. Dirk Fritzsche, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie. Er sieht es als große Anerkennung für das Herzzentrum, wenn Ärzte aus aller Welt sich dafür entscheiden, Teil des SHC-Teams werden zu wollen.

Herzchirurg Temirlan Erkenov


Einst ein Kindheitstraum, heute Realität: Temirlan Erkenov ist erfahrender Herzchirurg und führt selbst anspruchsvolle Operationen am Herzen durch.
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Der Mensch im Mittelpunkt

Temirlan Erkenov gehört heute fest zu den Cottbuser Herzensrettern und er trägt die Philosophie der Klinik mit: Hier geht es nicht um Fälle, sondern um Menschen mit eigenen Lebensgeschichten und Schicksalen, um Patienten mit Familien, die mitbangen und hoffen. „Mir ist wichtig, dass ich jeden meiner Patienten vor der Operation kennenlernen und mit jedem vor der Entlassung ein abschließendes Gespräch führen kann“, sagt der Arzt und schätzt die hervorragende Organisation innerhalb des Hauses: „Innerhalb der Klinik herrschen perfekte Strukturen. Wenn die Patienten zu uns kommen, ist alles optimal vorbereitet – auch das trägt dazu bei, dass wir hier sehr gute Ergebnisse erzielen können.“

Stolzer Teil des Lebensretter-Teams

Wie stark die SHC-Mannschaft ist und wie groß die Expertise, das hat Temirlan Erkenov selbst schon erleben dürfen. Vor einigen Jahren erkrankte sein Cousin in Russland so schwer, dass die Intensivmediziner in Russland keine Chance mehr sahen. Temirlan Erkenov bat Dr. Bertram Huber, Chefarzt der Intensivmedizin im Sana-Herzzentrum Cottbus, um Hilfe. „Er hat alle Unterlagen angefordert und sich meinen Cousin per Video angeschaut, dann hat er mir gesagt, welche Medikamente ich besorgen soll“, berichtet er. Mit den Mitteln im Gepäck flog Temirlan Erkenov nach Russland und behandelte seinen Verwandten streng nach den Anweisungen des Chefarztes. „Nach acht Tagen war mein Cousin wieder wach, nach zehn Tagen konnte er auf eine normale Station verlegt werden. Heute ist er wieder gesund und kann weiterleben. Bei uns zu Hause wissen alle, wer Dr. Huber ist“, sagt Temirlan Erkenov und in seiner Stimme schwingt großer Stolz mit, Teil dieses außergewöhnlichen Lebensretter-Teams im Sana-Herzzentrum Cottbus sein zu dürfen.   

 

Über das Sana-Herzzentrum Cottbus

Das Sana-Herzzentrum Cottbus im Herzen der Lausitz bietet medizinisch-pflegerische Leistungen auf höchstem Qualitätslevel. Jährlich lassen sich mehr als 4.500 Patienten herzchirurgisch und kardiologisch stationär durch die versierten Mediziner behandeln. Moderne Technik und innovative Therapiekonzepte für den Patienten gewährleisten größtmögliche Sicherheit und beste Langzeitergebnisse. Seit der ersten Operation am offenen Herzen am 7. Juni 1995 erbringt ein interdisziplinäres Team Tag für Tag Herzmedizin auf europaweitem Spitzenniveau. 

Das Sana-Herzzentrum Cottbus ist nicht nur ein Krankenhaus in der Versorgungslandschaft. Es ist der Geburtsort der modernen Herzmedizin in Brandenburg. Seit der ersten Operation am offenen Herzen im Land Brandenburg am 7. Juni 1995 haben interdisziplinäre Teams tausenden Patienten geholfen. Mehr als 100.000 behandelte Patienten, eines der leistungsstärksten TAVI-Zentren in Europa, mehrfach ausgezeichnet als beste Kardiologie im Land Brandenburg, ausgezeichnet als beste Herzchirurgie in Deutschland, höchste Weiterempfehlungsquote aller Herzzentren. Alle diese Fakten stehen für die außergewöhnliche Leistung, die hier seit mehr als 30 Jahren erbracht wird.

Über die Sana Kliniken AG