Hof,
24
Juni
2026
|
17:03
Europe/Amsterdam

Von der Locke bis zur Socke! Wenn die Gefäße Hilfe brauchen.

Zusammenfassung

Gesundheitsvortrag am Donnerstag, 2. Juli, um 18 Uhr im Sana Klinikum Hof

Dass einer Stadt der Verkehrskollaps droht, wenn wichtige Straßen dauerhaft kaputt oder verstopft sind, erscheint logisch (und kann zurzeit in so mancher deutschen Stadt beobachtet werden). Dass es sich mit den menschlichen Blutgefäßen ähnlich verhält, ist dagegen vielen Menschen nicht bewusst. „Manche Gefäßerkrankungen, beziehungsweise deren Folgen, sind ähnlich gefährlich wie einige Krebserkrankungen“, warnt Professor Boris Radeleff, Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie am Sana Klinikum Hof. Professor Radeleff und Dr. Frithjof Soeder, Chefarzt der Gefäßchirurgie, präsentieren am Donnerstag, 2. Juli, um 18 Uhr im Sana Klinikum Hof den Vortrag „Von der Locke bis zur Socke! Wenn die Gefäße Hilfe brauchen.“

Ob Durchblutungsstörungen, Krampfadern oder Thrombosen – Gefäßerkrankungen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Die Experten des Sana Klinikum informieren deshalb über moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten und wollen Patienten Angst nehmen. „Der Schlüssel ist die gemeinschaftliche Begutachtung durch verschiedene Experten, vom Radiologen über den Gefäßchirurgen bis hin zum Neurologen“, betont Professor Radeleff.

In der Gefäßambulanz werde sichergestellt, dass nicht nur einzelne Problemstellen behandelt, sondern für einen ungehinderten Blutfluss in allen Bereichen Gefäße wiederhergestellt werden – „von der Hauptschlagader im Bauch bis zum großen Zeh“. Ein wichtiges Augenmerk liege dabei außerdem auf Begleiterkrankungen, die häufig mit Gefäßerkrankungen einhergehen. „In den skandinavischen Ländern hat man bereits erkannt, dass Gefäßkrankheiten chronische Krankheiten sind, die sehr konsequent behandelt werden müssen. Nach einem Eingriff heißt es deshalb: kontrollieren und dranbleiben“, berichtet Professor Boris Radeleff. Auf Probleme wie weiße Zehen oder offene Stellen müssen man reagieren. Ziel sei es nicht nur, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern, sondern auch den Verlust von Gliedmaßen zu vermeiden.

Sehr viele Eingriffe können heute minimalinvasiv erfolgen. Die Großangiografie des Sana Klinikum Hof sei mit modernsten Geräten sowie äußerst effektiver KI-Unterstützung bei der Auswertung ausgestattet. Professor Radeleff wird im Rahmen seines Vortrags zeigen, wie man Engstellen in Gefäßen erkennt, wie Ballons oder Stents aussehen, und wie schonend Eingriffe dank modernster Technik erfolgen können

Dr. Frithjof Soeder wird aus der Arbeit der Gefäßchirurgen erzählen, die dann besonders wichtig wird, wenn doch einmal ein großer, offener Eingriff nötig ist. „Diese Kenntnisse und Fähigkeiten sind extrem wichtig. Es gibt Situationen, wo das dringend gebraucht wird.“ So seien beispielsweise der drohende Verlust eines Beins oder ein schweres Aneurysma der Bauchaorta lebensbedrohliche Situationen. Bei schwer Zuckerkranken müssen Gefäßchirurgen manchmal spezielle Bypässe zum Fuß legen. Auch Leuten, die bereits als austherapiert galten und kaum noch Hoffnung auf Besserung hatten, habe man im Sana Klinikum Hof schon helfen können. Dr. Soeder wird den Gästen des Vortrages anhand verschiedener Beispiele erklären, wann man sich für welche Behandlungsmöglichkeiten entscheidet, und hofft auf viele Fragen interessierter Gäste.

Dr. Fiedhjof Soeder

Dr. Frithjof Soeder, Chefarzt der Gefäßchirurgie

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Prof. Dr. med. Boris_Radeleff

Professor Boris Radeleff, Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie 

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