Senftenberg,
06
Mai
2024
|
12:02
Europe/Amsterdam

Wenn die Luft knapp wird: Kinderklinik in Lauchhammer bietet Familien jetzt umfassende Diagnostik und individuelle Therapie bei Asthma

Zusammenfassung

Welt-Asthma-Tag am 7. Mai 2024

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Sana Kliniken Niederlausitz in Lauchhammer setzt medizinischen Schwerpunkt auf Diagnostik und Therapie von Asthma und Allergien

Unterstützung für Familien von der Notfallversorgung über individuelle Behandlung bis zur engmaschigen Nachbetreuung von Kindern mit Asthma

Rund 500.000 Kinder in Deutschland leiden an Asthma bronchiale. Bei etwa der Hälfte von ihnen bleibt die chronische Erkrankung ein Leben lang bestehen. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Sana Kliniken Niederlausitz in Lauchhammer bietet Familien jetzt breite Unterstützung – von der Behandlung akuter Atemnot über eine umfassende Diagnostik und individuelle Therapie bis zur engmaschigen Nachbetreuung.

Husten ist für viele Familien mit Kindern ein Dauerbrennerthema. Doch nicht immer handelt es sich um einen harmlosen Infekt, der mit Geduld und Hustensaft wieder verschwindet. „Wenn sich ein scheinbar leichter Husten binnen weniger Stunden zu einer schweren Atemnot verschlimmert, dann sollten Eltern mit ihrem Kind unbedingt in die Notaufnahme kommen. Anzeichen für Asthma sind häufig auch eine deutlich schnellere und flachere Atmung sowie ein anhaltender, trockener Husten, der meist auch nachts auftritt. Auffällig ist es auch, wenn sonst aktive Kinder plötzlich vermehrt Pausen beim Rennen brauchen, über Luftnot klagen und ihre Belastung und Bewegung herunterfahren“, erklärt Dr. Carolin Stegemann, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Lauchhammer, wann Eltern hellhörig werden und einen Arzt aufsuchen sollten.

Hilfe für Familien durch umfassende Diagnostik

Erst vergangene Woche hat sie mit ihrem Team zwei junge Patienten behandelt, die mit akuter Atemnot über die Kindernotaufnahme in die Klinik kamen. „In beiden Fällen war die Atemfrequenz etwa doppelt so hoch wie normal. Üblich sind bei Dreijährigen etwa 20 bis 30 Atemzüge pro Minute und bei Sechsjährigen etwa 40“, berichtet die Fachärztin für Kinderheilkunde, die unter anderem auf Allergologie spezialisiert ist. Für die Mediziner der Kinderklinik waren das erste ernste Hinweise auf eine mögliche Asthma-Erkrankung. Das Ärzte- und Pflegeteam nahm sich mehrere Tage Zeit für eine umfassende Diagnostik: Vitalwerte, wie Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung, klinische Zeichen, wie der Einsatz der Atemhilfsmuskulatur und mehr, wurden gemessen und gründlich ausgewertet. Zudem haben die Kinderärzte eine ausführliche Anamnese mit den Eltern erhoben. Mit einem Fragebogen klären die Mediziner ab, ob, wann und wie häufig es zuvor eventuell schon ähnliche Situationen und Symptome gab, ob bereits im Säuglingsalter Allergien oder Hauterkrankungen wie Neurodermitis aufgetreten sind und viele Details mehr. Im Blut wurden Allergietests durchgeführt und in Lungenfunktionsuntersuchungen beurteilt, ob Atemflussbehinderungen vorliegen und Veränderungen der Lungenvolumina nachgewiesen werden können. Bei einigen Kindern wird zur Sicherheit auch eine Röntgenaufnahme der Lunge gemacht, sofern eine solche noch nie angefertigt wurde, um Differentialdiagnosen, wie eine Fremdkörper-Aspiration oder eine zystische Fehlbildung der Lunge, ausschließen zu können. „Bei etwa der Hälfte aller Kinder, die in jungen Jahren die Diagnose Asthma bronchiale erhalten, verschwindet die Krankheit wieder. Sie haben später im Erwachsenenalter keine Beschwerden mehr. Wenn aber multiple Allergien vorliegen, z.B. auf verschiedene Pollen und Hausstaubmilben, dann kann das bereits darauf hindeuten, dass die chronische Krankheit ein Leben lang fortbestehen bleibt“, erklärt Dr. Carolin Stegemann. 

Dr. Carolin Stegemann mit Patientin

Gemeinsam mit den Eltern und den kleinen Patienten bespricht Dr. Carolin Stegemann (li) in Ruhe die Diagnose, Wege der Behandlung und die Therapiemöglichkeiten von Asthma sowie anderen Erkrankungen in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in den Sana Kliniken Niederlausitz in Lauchhammer.

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Aufklärung bringt Sicherheit für Eltern und Kinder

Nach den umfangreichen Untersuchungen werden die Familien mit der Diagnose nicht allein gelassen. „Wir besprechen alles in Ruhe, in mehreren Gesprächen, gemeinsam mit den Eltern und Kindern, um sie aufzuklären und ihnen Sicherheit im Umgang mit der Krankheit zu geben“, sagt die Chefärztin. Denn mit der Erkrankung kann man gut leben – wenn man einige wichtige Aspekte beachtet. „Die Asthma-Therapie fußt auf drei Säulen: Mit der Dauertherapie behandeln wir zum einen die chronische Entzündung, die die Atemwege verdickt und die zähe Sekretbildung in den Schleimhäuten provoziert. Zum anderen geht es auch darum, die Hyperreagibilität, also sozusagen Übersensibilität, der Bronchien zu reduzieren, die häufig schon auf kleinste Reize, wie auf kalte Luft, reagieren und sich akut verengen. Der dritte Aspekt ist die Notfalltherapie, für die wir einen Plan aufstellen, der Kindern und Eltern bei einem akuten Asthmaanfall helfen soll“, zählt Dr. Carolin Stegemann auf. Die Kinderärztin kennt die Sorge vieler Familien vor den Nebenwirkungen einer dauerhaften Medikamenteneinnahme. „Wir passen die medikamentöse Therapie sehr genau an den individuellen Bedarf des Kindes an und schauen, wann, für wie lange und welche Dosis tatsächlich benötigt wird. Manche kleinen Patienten müssen beispielsweise nur für wenige Wochen im Jahr während der Blütezeit von Allergieauslösern, wie Birken- oder Gräser- und Roggenpollen, ihre Dauermedikamente anwenden“, sagt die Chefärztin und betont: „Mit der Entlassung aus dem Krankenhaus beginnt eine engmaschige Nachbetreuung, die sich mindestens über ein Jahr, meist länger, erstreckt. Die Kinder kommen dann vierteljährlich zum Check zu uns und wir passen die Therapie bei Bedarf an.“ Außerdem bekommen die Familien ein Asthma-Tagebuch mit nach Hause, in dem sie Symptome und Auffälligkeiten dokumentieren können.

Kurzfristige Hilfe für Familien

Die Kinderklinik in Lauchhammer ist nicht nur Anlaufstelle für Eltern mit akut erkrankten Kindern und Jugendlichen. Perspektivisch sind in der Klinik auch spezialisierte ambulante Kinder-Allergie- und -Pulmologie-Sprechstunden für kleine und größere Patienten geplant. Bis zu den beantragten offiziellen Zulassungen dieser Sprechstunden können die kleinen Patienten aber auch schon jetzt ambulant diagnostiziert und betreut werden – über eine Einweisung durch den Kinderarzt, im Sinne einer tagesstationären Vorstellung. „Wir sind sehr froh, dass wir das anbieten und Familien direkt kurzfristig Termine vermitteln können. Es ist uns wichtig, klare Diagnosen stellen zu können und den kleinen Patienten dabei zu helfen, rasch wieder gesund zu werden“, betont Dr. Carolin Stegemann. 

Über die Sana Kliniken Niederlausitz

Unter dem Dach der Sana Kliniken Niederlausitz vereinen sich 14 Kliniken und 3 Institute an den Krankenhausstandorten Lauchhammer und Senftenberg. Mit 542 stationären Betten und 74 tagesklinischen Behandlungsplätzen sind die Sana Kliniken Niederlausitz das größte Krankenhaus der Regelversorgung in Südbrandenburg und bieten ein breites Leistungsspektrum. 1.200 Mitarbeitende sichern auf höchstem medizinischem und pflegerischem Niveau die kompetente Versorgung von jährlich mehr als 22.000 stationären und 32.000 ambulanten Patienten. Mit hoher Fachkompetenz, aktuellem Wissen, ausgesprochener Patientenorientierung und modernster Medizintechnik sind unsere Kolleginnen und Kollegen rund um die Uhr für Patienten im Einsatz, die unsere Hilfe benötigen. Die Sana Kliniken Niederlausitz sind akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) und leisten gemeinsam mit der Sana Campusschule Niederlausitz einen wichtigen Anteil an der langfristigen und hochwertigen Ausbildung junger Ärzte und Pflegekräfte.

Über die Sana Kliniken AG

Die Sana Kliniken AG ist führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Neben B2B-Services in Einkauf und Logistik bietet Sana Beratung, Implementierung und Instandhaltung in den Bereichen Medizintechnik und Medizinprodukte sowie Managementleistungen für externe Kliniken an. 2022 erwirtschafteten die rund 34.500 Beschäftigten einen Umsatz von drei Milliarden Euro. Zur Sana Kliniken AG zählen mehr als 120 Gesundheitseinrichtungen, darunter Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 44 Krankenhäuser, in denen jährlich rund zwei Millionen Patientinnen und Patienten behandelt werden, sowie mehr als 50 Sanitätshäuser. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 private Krankenversicherungen. Sitz der Unternehmenszentrale ist Ismaning bei München.