Woche der Wiederbelebung: Südbrandenburger Sana Kliniken rufen zum Mitmachen auf
Reanimation rettet Leben – und sie ist einfacher als viele denken.
- 370 Herzstillstände pro Tag außerhalb von Krankenhäusern
- Chance zu überleben sinkt pro Minute um 10 Prozent
- Südbrandenburger Sana Kliniken starten große Aufklärungskampagne
Wenn das Herz plötzlich stehen bleibt, zählt jede Sekunde. In der bundesweiten Woche der Wiederbelebung vom 22. bis 28. September 2025 setzen die drei Kliniken Sana Kliniken Niederlausitz, Sana-Herzzentrum Cottbus und das Klinikum Dahme-Spreewald ein gemeinsames Zeichen. Mit Interviews und Einblicken aus dem Klinikalltag und praktischen Tipps zur Herzdruckmassage machen sie auf das Thema Laienreanimation aufmerksam. Denn: Leben retten kann jede und jeder.
Eine Woche für mehr Mut zum Helfen
Rund 136.000 Menschen haben im vergangenen Jahr nach Angaben des Deutschen Reanimationsregisters außerhalb eines Krankenhauses einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. Im Durchschnitt sind das täglich 370 Menschen. Bei rund 67.000 Patienten startete der Rettungsdienst mit Maßnahmen zur Wiederbelebung. Die gute Nachricht: Zum ersten Mal seit mehreren Jahren stieg die Reanimationsquote durch Ersthelfer an. Auch die Anzahl der Fälle, in denen Laien einen Defibrillator eingesetzt haben, wuchs. Die Entwicklung zeigt: Erste Hilfe durch Laien nimmt zu, allerdings sind es immer noch zu wenige, sagen Notfallmediziner. Dabei könnte schnelles Handeln jährlich Tausende Leben retten. Mit der Aktionswoche, die die Kliniken vor allem auf ihren Internetseiten und in den Sozialen Medien begleiten, möchten die drei Gesundheitsdienstleister zeigen: Reanimation kann jeder lernen. Wer früh hilft, macht den entscheidenden Unterschied – noch bevor der Rettungsdienst eintrifft.
Bevor der Rettungsdienst eintrifft, sind Ersthelfer gefragt. Denn wenn das Herz plötzlich stillsteht, zählt jede Minute.
Kooperation und enge Vernetzung
Als eines der leistungsstärksten Herzzentren in Ostdeutschland ist das Sana-Herzzentrum Cottbus als Spezialversorger auf die Behandlung von Herzinfarkten und akuten Notfällen spezialisiert. Mehr als 100.000 Patienten sind hier seit der Gründung am 7. Juni 1995 behandelt worden. Das Cottbuser Herzzentrum vereint dabei als einziges Herzzentrum im Süden Brandenburgs mit einer Klinik für Herzchirurgie und einer Klinik für Kardiologie die kompetentesten Behandlungswege für Patienten. Therapieoptionen werden in einem speziellen Heart-Team von Kardiologen, Herzchirurgie und Kardioanästhesisten gemeinsam abgewogen. Je nach Ursache für die akute Herzerkrankung stehen dabei von interventionellen minimalinvasiven bis hin zu operativen Behandlungsoptionen mittels Bypass-Chirurgie alle Therapien bereit.
„Wir erleben täglich, wie wichtig schnelles Handeln bei einem Herzstillstand ist. Umso mehr braucht es das Wissen und den Mut der Bevölkerung, damit Laien Erste Hilfe leisten, bis Rettungskräfte und Ärzte die Patienten übernehmen können.“
Dr. Axel Harnath, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Sana-Herzzentrum Cottbus
Leben retten kann jeder Lernen. In Erste-Hilfe-Kursen und bei Reanimationstrainings zeigen Profis, worauf es im Notfall ankommt.
Notfalltraining mit dem Mediziner-Nachwuchs
An den Klinikstandorten Senftenberg und Lauchhammer verfügen die Sana Kliniken Niederlausitz über kompetente Notaufnahmen und eine ausgesprochene kardiologische Fachkompetenz. Seit dem Sommer 2022 können Herzinfarkte hier rund um die Uhr durch das Team der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie behandelt werden. Dafür stehen ein modernes Herzkatheterlabor und ein Hybrid-OP-Saal und seit neustem eine hochmoderne und innovative Angiographie-Anlage zur Verfügung. Unter der Leitung von Prof. Dr. Guido Matschuck entwickelt sich der größte Gesundheitsdienstleister in der Niederlausitz in den vergangenen Jahren immer weiter hin zu einem Kardio-Vaskulären Leistungszentrum. Ein besonderes Highlight im Rahmen der Woche der Wiederbelebung ist in diesem Jahr die Summerschool „Akut- und Notfallmedizin“, die am 24. September mit 30 Medizinstudierenden aus ganz Deutschland startet. Die Studierenden üben im Rahmen der Summerschool Reanimationstechniken, Herzdruckmassage und Schockraummanagement.
„Wir wollen angehenden Ärztinnen und Ärzten Sicherheit und Handlungsfähigkeit in Notfällen mitgeben – praxisnah, konkret und lebenswichtig. In der Summerschool vermitteln wir ihnen wertvolle Erfahrungen aus dem klinischen Alltag und bereiten sie auf ihre spätere Arbeit im Krankenhaus vor.“
Dr. Volkmar Hanisch, Chefarzt des Zentrums für interdisziplinäre Intensivmedizin und für Anästhesiologie, Sana Kliniken Niederlausitz
Herzgesundheit zwischen Spreewald und der Hauptstadt
Das Klinikum Dahme-Spreewald ist mit seinen Standorten in Lübben und Königs Wusterhausen eine feste Säule der wohnortnahen medizinischen Versorgung in der Region. Insbesondere die zentralen Notaufnahmen (ZNA) sind ein hochfrequentierter Anlaufpunkt für akute Notfälle – darunter auch lebensbedrohliche kardiologische Ereignisse wie Herzinfarkte oder Herz-Kreislauf-Stillstände. In enger Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst sorgt das Team aus Notfallmedizinern, Kardiologen, Pflegekräften und Notfallkoordinatoren dafür, dass Reanimationspatienten schnellstmöglich behandelt werden.
„Zeit ist Leben – bei einem Herzstillstand zählt jede Minute. Unser Ziel ist es, schnell, strukturiert und im Team zu agieren, um bestmögliche Überlebenschancen zu schaffen.“
Dr. Benno Bretag, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Zentralen Notaufnahmen, Klinikum Dahme-Spreewald
In Lübben engagiert sich das Team zusätzlich im Bereich der Laienreanimation: Mitarbeitende geben regelmäßig Schulungen in Schulen, Betrieben und bei Gesundheitstagen. „Wiederbelebung beginnt nicht erst im Krankenhaus. Wer sofort mit der Herzdruckmassage beginnt, kann Leben retten – und das möchten wir den Menschen in der Region vermitteln“, so der Lübbener Chefkardiologe Dipl.-Med. Frank Schwertfeger.
Mit modernster Medizintechnik wie im Herzkatheterlabor können Patienten von den Herz-Spezialisten in den Sana Kliniken in Süd Brandenburg behandelt werden.
Aufruf: Mitmachen, teilen, helfen
In Videos und Beiträgen zeigen Pflegekräfte und Ärzteteams, wie Reanimation funktioniert – und wie wichtig Erste Hilfe vor Ort ist. Die Sana Kliniken in Südbrandenburg laden alle Interessierten ein, sich über ihre Kanäle zu informieren und Beiträge zu teilen. Die kleinen Videobeiträge zur Woche der Wiederbelebung laufen unter #WdW2025 auf den Instagram- und Facebook-Auftritten der Kliniken. Außerdem informieren Poster und Flyer in den Kliniken über die Woche der Wiederbelebung.
„Mit wenigen Handgriffen Leben retten – das sollte jeder können. Und wir zeigen, wie es geht.“
Benjamin Seidemann, Leitung Unternehmenskommunikation, Sana Kliniken in Südbrandenburg