Zehn coole Familientipps für heiße Sommertage
Ab der zweiten Wochenhälfte erwartet die Lausitz wieder hohe Temperaturen
- So kommen Kinder gut durch Hitzetage
- Dr. Carolin Stegemann, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Sana Kliniken Niederlausitz, rät: Darauf sollten Eltern achten
- Kindernotaufnahme ist auch in der Urlaubszeit rund um die Uhr einsatzbereit
Sonne, Eis, Badewetter: Kinder lieben den Sommer. Ab der zweiten Wochenhälfte scheint der Sommer auch meteorologisch zurück zu kehren. Damit der Nachwuchs die heißen Tage unbeschadet übersteht, sollten Eltern gut aufpassen. Dr. Carolin Stegemann, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Sana Kliniken Niederlausitz in Lauchhammer, hat zehn Tipps parat, damit Familien gut geschützt und sicher den Sommer genießen können.
Schützende Cremes: Kinderhaut ist empfindlich und braucht ausreichenden Sonnenschutz. Am besten Cremes mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 30) verwenden und etwa bereits eine halbe Stunde vor dem Aufenthalt im Freien auftragen. Regelmäßiges Nachcremen ist wichtig – vor allem nach dem Baden und bei starkem Schwitzen.
Gut behütet: Luftige, leichte Kleidung ist im Sommer ideal und schützt zusätzlich vor direkter Sonneneinstrahlung. Kopfbedeckungen mit breiter Krempe und einem Nackenschutz sind für Kinder optimal. Spezielle Stoffe, die die UV-Strahlung abwehren, können zusätzlich schützen.
Dr. Carolin Stegemann ist Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Sana Kliniken Niederlausitz am Krankenhaus-Standort Lauchhammer.
Schattiges Plätzchen: Vor allem in den heißen Stunden des Tages zwischen 11 und 15 Uhr sollten sich Eltern mit ihren Kindern lieber einen schattigen, kühleren Platz suchen. Im Freien schützen große Bäume oder Sonnensegel vor zu viel Sonne. Kühle, klimatisierte Räume zum Beispiel in Cafés oder Restaurants schützen zusätzlich vor der großen Hitze.
Schutz für die Kleinsten: Neugeborene und Kleinkinder sollten besonders sensibel vor Hitze und Sonne geschützt werden und auf keinen Fall der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. Eine gute Luftzirkulation im Kinderwagen ist wichtig, damit es nicht zu heiß wird und die Babys einen Wärmestau erleiden.
Trinken nicht vergessen: Ob Radelausflug oder Wanderung, Spielplatz oder Badestrand – eine Trinkflasche gehört im Sommer auf jeden Fall ins Gepäck, damit der Nachwuchs unterwegs genügend trinken kann. Ideal sind Wasser und ungesüßte Tees.
Lieber leichte Kost: Frisches Obst und Gemüse enthalten reichlich Wasser und Vitamine und sind damit ideal für warme Sommertage. Empfehlenswert sind eher leichte, gut verdauliche Gerichte, die den Körper nicht noch zusätzlich belasten.
Achtung, gefährlich: Ob beim Baden oder beim Spielen am Wasser dürfen Kinder niemals aus den Augen gelassen werden. Größte Vorsicht ist auch im Auto angesagt: Eltern sollten ihr Kind auf keinen Fall unbeaufsichtigt im Auto zurücklassen, weil es im Fahrzeug bereits innerhalb weniger Minuten lebensgefährlich heiß und stickig werden kann.
Eiskalt erwischt: Ob buntes Wassereis, cremiges Softeis oder leckere Kugeln – Eis geht im Sommer immer. Allerdings fliegen auch Wespen auf diese Süßigkeit. Wenn die Insekten in den Mund gelangen und an den Lippen bzw. im Mundraum stechen, muss sofort der Notruf 112 gewählt werden. Bis die Rettungskräfte eintreffen, heißt es Kühlen: Am besten mit einem Eis oder Eiswürfeln. Zusätzlich kann mit kaltem Wasser in Form kalter Halswickel von außen gekühlt werden.
Hitzschlag? Wenn der Nachwuchs abends unleidlich und wesensverändert wirkt, nicht mehr aus dem Weinen heraus zu beruhigen ist oder apathisch schlapp wirkt, sollten Eltern ihr Kind in der Kindernotaufnahme vorstellen, um abklären zu lassen, ob ein „Hitzschlag“ vorliegt und eine Infusionstherapie notwendig wird, um den Wasser- und Zucker-Salz-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Tag und Nacht einsatzbereit: Die Kindernotaufnahme im Krankenhaus Lauchhammer ist selbstverständlich auch während der Ferien- und Urlaubszeit rund um die Uhr besetzt. Erfahrene Kinderärzte und speziell ausgebildete Pflegekräfte kümmern sich Tag und Nacht um die Patienten.