Zuckerwerte im Blick
Wissenswertes zu Schwangerschaftsdiabetes verständlich erklärt
- Kostenfreier Info-Abend am 2. September, 17.30 Uhr, in der Spreewaldklinik Lübben
- Expertinnen der Abteilung für Geburtshilfe informieren über Ursachen, Risiken und Behandlungswege bei Schwangerschaftsdiabetes
- Fragestunde mit Ärztinnen sowie einer Hebamme und Stillberaterin
Die Schwangerschaft ist eine Zeit voller Veränderungen, voller Fragen und manchmal auch Herausforderungen wie Schwangerschaftsdiabetes. In der kostenfreien Informationsveranstaltung „Zuckerwerte im Blick - Wissenswertes zu Schwangerschaftsdiabetes verständlich erklärt“ zeigt Assistenzärztin Nina Lehnert von der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am 2. September, 17.30 Uhr, in der Spreewaldklinik Lübben, warum eine möglichst frühzeitige Diagnostik wichtig ist, wie gut die Begleiterkrankung behandelt werden kann und was Frauen mit Kinderwunsch schon vorbeugend tun können. Im Anschluss stehen die Referentin, die Leitende Oberärztin Dr. Wenke Pomaska sowie eine Hebamme der Klinik für individuelle Fragen zum Thema zur Verfügung.
„Gestationsdiabetes gehört zu den häufigsten Begleiterkrankungen während einer Schwangerschaft. Fast jede zehnte Schwangere ist betroffen – und die Tendenz ist steigend“, sagt Nina Lehnert, die als Assistenzärztin in der Spreewaldklinik viele Patientinnen vor, während und nach der Geburt begleitet. Für den Anstieg sind vor allem zwei Faktoren verantwortlich: Zum einen sind immer mehr Frauen übergewichtig beziehungsweise adipös und zum anderen sind werdende Mütter heute im Durchschnitt älter als noch vor einigen Jahren. „Das Tückische ist, dass es bei einem Schwangerschaftsdiabetes keine Frühwarnzeichen oder Symptome gibt. Deswegen ist eine möglichst frühzeitige Diagnostik so wichtig, um schwere Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt zu vermeiden und dafür zu sorgen, dass Mutter und Kind gesund bleiben“, betont die Ärztin.
Regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerwerte sind bei Schwangerschaftsdiabetes das A und O. Wie betroffene Schwangere begleitet werden und was Frauen mit Kinderwunsch vorbeugend tun können, erfahren Interessierte am 2. September bei einer kostenfreien Info-Veranstaltung mit Ärztinnen und einer Hebamme in der Spreewaldklinik Lübben. Download und Copyright
Gut behandelbar
Die gute Nachricht: Wenn der Diabetes erkannt ist, ist er gut behandelbar. „In den meisten Fällen hilft bereits eine Ernährungsberatung und Veränderungen des Lebensstils, die Zuckerwerte möglichst im Normbereich zu halten“, sagt Nina Lehnert. Engmaschige Kontrolle ist dabei das A und O – nicht nur dabei, was auf den Tisch kommt, sondern auch beim regelmäßigen Messen der Blutzuckerwerte durch die Patientin selbst und die begleitenden Gynäkologen sowie engmaschige Kontrollen, bei denen vor allem das Wachstum des Babys und das Gewicht der Mama im Blick behalten werden.
Erfahrene Begleiter
Diese beiden Faktoren sind entscheidend, denn Ungeborene, die durch zu viel Zucker zu schnell zu groß werden, haben häufig eine schwierigere Geburt, teilweise Probleme beim Atmen und leiden schneller an Unterzuckerung. Außerdem steigt das Risiko, dass die Kinder später selbst übergewichtig werden. Auch für die betroffenen Mütter ist eine Schwangerschaftsdiabetes riskant, weil sie unter anderem anfälliger für Infektionen und Bluthochdruck sind. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Patientinnen im Laufe ihres Lebens Diabetes Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekommen. Die Geburtshilfe der Spreewaldklinik steht Patientinnen mit Schwangerschaftsdiabetes dabei in enger Kooperation mit den ambulanten Praxen während der Schwangerschaft und nach der Geburt beratend, mit moderner Medizintechnik zur Diagnostik und mit Expertise zur Seite.
Tipps für Frauen mit Kinderwunsch
Mit einer guten Begleitung und engmaschigen Kontrolle lassen sich die Komplikationen während der Geburt und die Risiken für Folgeschäden deutlich reduzieren“, betont Nina Lehnert. In ihrem Vortrag geht die Ärztin am 2. September ausführlich auf Ursachen, Diagnostik und Therapie von Gestationsdiabetes ein. Außerdem gibt es Tipps, wie Frauen mit bestehendem Kinderwunsch schon vor einer Schwangerschaft aktiv werden können, um ihr Risiko für die Stoffwechselkrankheit zu reduzieren. Ergänzt wird der Infoabend durch Handlungsempfehlungen von einer Hebamme, die auch als Stillberaterin tätig ist. Sie gibt Tipps, wie bereits in der Schwangerschaft die Vormilch, das so genannte Kolostrum, gewonnen werden kann und für die erste Zeit nach der Geburt.
Kostenfrei und ohne Voranmeldung
Im Anschluss stehen die Leitende Oberärztin Dr. Wenke Pomaska, Nina Lehnert und die Hebamme für individuelle Fragen rund um das Thema zur Verfügung. Die Teilnahme an der Info-Veranstaltung ist kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung möglich. Der Vortrag beginnt am 2. September, um 17.30 Uhr, im Raum Lubin in der Spreewaldklinik Lübben.
Über das Klinikum Dahme-Spreewald
Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.