Zukunftsweisende Medizintechnik und moderne OP-Infrastruktur: Neuer OP-Bereich feierlich eröffnet
- Neuer Hybrid-OP ermöglicht höchste Präzision, sofortige Bildgebung und minimalinvasive Behandlungen aus einer Hand
- neuer OP-Saal für OP-Roboter DaVinci
- Strukturwandelprojekt "Innovative Medizintechnik als Antriebsmotor für den Aufbau der Gesundheitsregion Lausitz" im Rahmen des "Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG)" durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Sachsen gefördert
Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen OP-Bereichs setzt das Lausitzer Seenland Klinikum einen wichtigen Meilenstein für die medizinische Versorgung in der Region. Durch umfangreiche Investitionen in moderne Medizintechnik, innovative Operationsverfahren und eine zeitgemäße Infrastruktur wurden die Voraussetzungen geschaffen, Patientinnen und Patienten künftig noch sicherer, präziser und schonender zu behandeln.
Herzstück des Projekts ist die Einrichtung eines hochmodernen Hybrid-Operationssaals. Dafür wurde eine leistungsstarke Angiographieanlage einschließlich fest installierter und mobiler Medizintechnik angeschafft und integriert. Der Hybrid-OP vereint bildgestützte minimalinvasive Verfahren mit klassischer Chirurgie und eröffnet insbesondere in der Gefäßchirurgie neue Möglichkeiten für komplexe Eingriffe.
Ein weiterer Schwerpunkt der Investition ist die bereits im April 2024 erfolgte Anschaffung des DaVinci-Operationsroboters. Dieser hat nun seinen endgültigen Platz im neuen OP-Saal erhalten. Das robotergestützte System ermöglicht den 5 zertifizierten Operateuren im Klinikum höchste Präzision bei zahlreichen Eingriffen und bietet Patientinnen und Patienten zahlreiche Vorteile, darunter kleinere Schnitte, weniger Blutverlust, geringere Schmerzen sowie eine schnellere Genesung. Ergänzend wurden das erforderliche Zubehör und weitere Medizintechnik beschafft.
Um die Aufbereitung der hochspezialisierten Instrumente sicherzustellen, wurde zudem die Sterilgutversorgung erweitert. Hierfür entstand eine neue Aufbereitungseinheit für das DaVinci-Instrumentarium, die den wachsenden Anforderungen an Hygiene, Qualität und Effizienz Rechnung trägt.
Im Zuge der umfangreichen Bauarbeiten wurden außerdem die vorhandenen Operationsbereiche grundlegend modernisiert. Aus den bisherigen drei Operationssälen entstanden zwei neue, technisch auf höchstem Niveau ausgestattete OP-Säle. Zusätzliche Umbaumaßnahmen ermöglichten die Schaffung weiterer Lagerkapazitäten für Sterilgut und verbessern damit die logistischen Abläufe im OP-Bereich nachhaltig.
Auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden standen im Fokus des Projekts. Durch weitere bauliche Anpassungen wurde ein neuer Personalaufenthaltsbereich geschaffen, der moderne Räumlichkeiten für Erholung und Austausch bietet.
„Mit diesem Projekt investieren wir gezielt in die Zukunft unseres Krankenhauses. Die Kombination aus modernster Medizintechnik, innovativen Behandlungsmöglichkeiten und einer leistungsfähigen Infrastruktur kommt vor allem unseren Patientinnen und Patienten zugute. Gleichzeitig schaffen wir attraktive Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden und stärken die medizinische Versorgung in der gesamten Region nachhaltig“, betont Geschäftsführerin Juliane Kirfe in ihrer Eröffnungsrede.
Investition in die Gesundheitsversorgung der Region
Die Gesamtinvestition für den neuen OP-Bereich beläuft sich auf rund 7,1 Millionen Euro. Davon wurden 6,56 Millionen Euro (92,5 Prozent) durch Fördermittel finanziert. Der Bund beteiligte sich mit rund 5,91 Millionen Euro, während der Freistaat Sachsen weitere 656.000 Euro bereitstellte. Der Eigenanteil des Krankenhauses beträgt rund 532.000 Euro und entspricht 7,5 Prozent der Gesamtinvestition.
Mit der Inbetriebnahme des neuen OP-Bereichs verfügt das Krankenhaus nun über modernste technische und bauliche Voraussetzungen, um auch künftig eine hochwertige, innovative und patientenorientierte Versorgung auf höchstem Niveau sicherzustellen.

Über das Lausitzer Seenland Klinikum
Das Lausitzer Seenland Klinikum als Krankenhaus der Schwerpunktversorgung gliedert sich in 14 Fachabteilungen und 2 Institute. Es ist eingestuft als Unfallkrankenhaus und verfügt über einen eigenen Hubschrauberlandeplatz. Seit 2002 ist das Klinikum Akademisches Lehrkrankenhaus der Technischen Universität Dresden. Angeschlossen ist auch eine moderne Medizinische Berufsfachschule mit 150 Ausbildungsplätzen. Insgesamt stehen unserem Haus 410 Planbetten zur Verfügung. Jährlich kommen über 17.000 Patienten zur stationären und rund 25.000 zur ambulanten Behandlung in unser Klinikum. Die durchschnittliche Verweildauer der Patienten über alle Kliniken betrug im Jahr 2025 5,2 Tage. Über 800 Mitarbeiter sind im Klinikum beschäftigt, über 1.000 Mitarbeiter im Konzern.