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Vorhofflimmern erkennen, verstehen, behandeln.

Herz im Takt?!

Unser Herz schlägt nicht immer vollkommen gleichmäßig. Manchmal stolpert es kurz, manchmal rast es – und manchmal bemerkt man selbst überhaupt keine Veränderung. Doch was, wenn der unregelmäßige Herzschlag häufiger auftritt?

Bei den deutschlandweiten Herzwochen im November steht diesmal das Vorhofflimmern im Mittelpunkt. Die Erkrankung ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung und kann gefährliche Folgen wie Schlaganfälle und Herzschwäche verursachen. Wer gut auf sein Herz achtet, kann seine Gesundheit schützen. Denn Vorhofflimmern kann heute nicht nur präzise diagnostiziert, sondern auch gut behandelt werden.

Auf dieser Seite

Erkennen: 
Welche Warnzeichen kann Vorhofflimmern haben?
Verstehen: Was passiert eigentlich im Herzen?
Handeln: Wie wird Vorhofflimmern untersucht und behandelt?
Gut versorgt in Südbrandenburg: Das kardiologische Versorgungsnetz der Sana Kliniken
Herzwissen: Aktionen im Rahmen der Herzwochen 

Vorhofflimmern erkennen

Vorhofflimmern ist eine anhaltende Herzrhythmusstörung und betrifft in Deutschland rund 1.8 Millionen Menschen.
Typische Warnzeichen sind:

  • unregelmäßiger Puls
  • Herzstolpern
  • Herzrasen
  • Luftnot
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Schmerzen in der Brust

Es gibt jedoch auch Patienten, die keinerlei Beschwerden spüren. 

Vorhofflimmern verstehen

Was passiert im Herzen?

In einem gesunden Herzen sorgen elektrische Impulse dafür, dass sich die Vorhöfe zusammenziehen, damit das Blut in die Herzkammern strömen kann. Von dort wird das Blut dann weiter in die Lungen und den Kreislauf gepumpt.
Beim Vorhofflimmern geraten diese elektrischen Impulse im Herzen aus dem Takt. Die Muskulatur der Herzvorhöfe zieht sich dadurch nicht mehr geordnet zusammen, sondern bewegt sich unkoordiniert und sehr schnell – mit bis zu 500 elektrischen Erregungen pro Minute. Das Zittern kann nur wenige Sekunden, aber auch mehrere Tage anhalten. Die Vorhöfe können das Blut nicht mehr effektiv in die Herzkammern pumpen. Dadurch schlägt das Herz häufig unregelmäßig und kann einen Puls von 20 bis zu 200 Schlägen pro Minute erreichen.

Warum ist das gefährlich?

Weil das Blut in den Vorhöfen nicht mehr vollständig weitertransportiert wird, können sich vor allem im linken Vorhof Gerinnsel bilden. Gelangen diese mit dem Blutstrom in den Körperkreislauf und verschließen ein Blutgefäß im Gehirn, kann es zu einem Schlaganfall kommen. Die Herzrhythmusstörung kann außerdem zu Herzschwäche führen.

Wer ist besonders gefährdet?

Häufige Risikofaktoren

  • zunehmenden Alter - ab dem 70. Lebensjahr ist etwa jeder zehnte Mensch betroffen
  • Bluthochdruck
  • bestehende Herzerkrankungen wie Herzschwäche und Herzklappenfehler
  • Diabetes mellitus
  • Schilddrüsen-Überfunktion
  • Nierenerkrankungen
  • Schlafapnoe
  • Übergewicht
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • Bewegungsmangel

Vorhofflimmern kann auch durch Stress und psychische Belastung ausgelöst werden.

 

Vorhofflimmern behandeln

Sorgfältige Diagnostik. Gezielte Behandlung.

In den Sana Kliniken Niederlausitz, im Klinikum Dahme-Spreewald und im Sana-Herzzentrum Cottbus stehen unterschiedliche diagnostische und therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung, um Herzrhythmusstörungen abzuklären und Vorhofflimmern gezielt zu behandeln. 

Wenn Warnzeichen wahrgenommen werden, führt der erste Weg in der Regel zum Hausarzt. Dort kann ein Elektrokardiogramm (EKG) erstellt werden.
Weiterführende Untersuchungsmöglichkeiten, um Vorhofflimmern sorgfältig zu diagnostizieren sind beispielsweise Ruhe- und Langzeit-EKG, implantierbare Ereignisrekorder (Loop-Rekorder) und Echokardiografie (Herzultraschall). Ergänzend können bestimmte Blutwerte analysiert werden. 

Die moderne Herzmedizin bietet vielfältige Möglichkeiten, um Vorhofflimmern zu behandeln und damit das Risiko für schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Schlaganfälle und Herzschwäche zu senken.
Das Behandlungsspektrum reicht von medikamentösen Therapien zur Frequenzkontrolle über Kardioversion bis zu interventionellen und herzchirurgischen Katheterablationen zur Rhythmuskontrolle. Zudem kann der Einsatz eines Herzschrittmachers sinnvoll sein.

Parallel ist es ratsam, den Lebensstil anzupassen und beispielsweise den Fokus auf mehr Bewegung, weniger Stress und eine ausgewogene Ernährung zu legen. Zudem müssen weitere Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck und eine gestörte Schilddrüsenfunktion behandelt werden.

Gut versorgt

Schnelle Hilfe, wenn es drauf ankommt

Die Sana Kliniken haben in Südbrandenburg ein verlässliches kardiologisches Versorgungsnetzwerk aufgebaut, das im Notfall schnelle Hilfe garantiert. Dabei gestaltet
Sana in Südbrandenburg nicht nur Krankenhausmedizin an insgesamt fünf Standorten, sondern verbindet stationäre Spezialmedizin, ambulante Angebote, Notfallversorgung, Nachsorge und regionale Netzwerke. 

Sana Kliniken Niederlausitz: Kardiologie und Intensivmedizin
In Senftenberg finden Menschen mit akuten Brustschmerzen Hilfe in der zertifizierten Chest Pain Unit. Besteht der Verdacht auf einen akuten Gefäßverschluss, kann das rund um die Uhr verfügbare Herzkatheterteam aktiviert werden. Auf der interdisziplinären Intensivstation in Senftenberg stehen 14 Behandlungsplätze zur Verfügung.

Klinikum Dahme-Spreewald: Versorgung in der Fläche
In der Spreewaldklinik Lübben und im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen arbeiten Notfallmedizin und Kardiologie eng zusammen, damit Diagnostik und Behandlung im Notfall an den klinischen Zustand angepasst und ohne unnötige Verzögerung eingeleitet werden können. 

Sana-Herzzentrum Cottbus: Kardiologie und Herzchirurgie
Wenn eine besonders spezialisierte interventionelle oder operative Behandlung notwendig wird, ergänzt das Herzzentrum in Cottbus die hier vorgestellte, regionale Versorgungskette. 

Ambulant vor Ort 
Ergänzt wird das Netzwerk um ingesamt drei kardiologische Praxen in der Trägerschaft der Sana im Süden Brandenburgs - in Schwarzheide, Vetschau und Guben.

Herzwissen

Die Sana Kliniken in Südbrandenburg bieten in den Herzwochen verschiedene kostenfreie Info-Abende, bei denen Patienten, Angehörige und alle anderen Interessierten Herzwissen tanken können.

Der Herztag der Sana Kliniken Niederlausitz am 18. November (14 bis 17 Uhr) im Krankenhaus Senftenberg greift das Motto der bundesweiten Herzwochen auf. Unter dem Titel „Herz aus dem Takt - Vorhofflimmern erkennen und behandeln“ informiert Prof. Dr. Guido Matschuck, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Rhythmologie, über diese Herzrhythmusstörung sowie Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Daneben gibt es bei Führungen durch das Herzkatheterlabor, den Hybrid-OP und die Funktionsdiagnostik Einblicke in die SKN-Herzmedizin. 

Was passiert, wenn eine Herzklappe nicht mehr richtig schließt? Warum geht uns plötzlich die Puste aus? Und wie entscheiden Herzspezialisten, ob eine Operation oder eine Behandlung per Katheter der beste Weg ist? Am 12. November 2026 ab 17 Uhr öffnet das Sana-Herzzentrum Cottbus wieder seine Türen für „Herzmedizin kompakt“. Diesmal dreht sich alles um zwei Herzklappen, die im Alltag kaum jemand kennt - die für die Leistungsfähigkeit unseres Herzens aber eine entscheidende Rolle spielen: Die Mitral- und Trikuspidalklappe. Jetzt kostenfrei Tickets für die Präsenzveranstaltung oder den Livestream sichern.

Im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen stehen Herzrhythmusstörungen im Mittelpunkt der kostenfreien Patientenveranstaltung am 25. November 2026. Unter dem Titel "Herz im Takt?!" klärt Oberarzt Oliver Steinberg-Draheim von der Abteilung für Kardiologie darüber auf, wie Herzrhythmusstörungen erkannt und behandelt werden können. Im Anschluss an die Vorträge stehen die Experten für eine Fragestunde zur Verfügung